Bachelorarbeit, 2011
76 Seiten, Note: 1,3
1 Einführung
2 Grundlegendes Wissen zur Diversity-Thematik
2.1 Begriffsklärung und Begriffsabgrenzung
2.1.1 Diversity
2.1.2 Diversity Management
2.2 Diversity-Facetten
2.3 Wirtschaftliche Notwendigkeit
3 Historischer Abriss Deutschlands und der USA
4 Bestandsaufnahme in beiden Ländern
4.1 Diversity Management in Deutschland
4.1.1 Nationale Betrachtung
4.1.2 Großbanken
4.1.3 Militär
4.2 Diversity Management in den USA
4.2.1 Nationale Betrachtung
4.2.2 Großbanken
4.2.3 Militär
5 Vergleich und resultierende Handlungsempfehlungen
6 Resümee
Die Arbeit verfolgt das Ziel, grundlegendes Wissen über Diversity Management zu vermitteln, die Entwicklung und den aktuellen Stand in Deutschland und den USA zu vergleichen, die Position Deutschlands herauszuarbeiten und konkrete Handlungsempfehlungen für deutsche Organisationen zu entwickeln.
2.1.2 Diversity Management
Zunächst war die Gleichstellung der einzige Gedanke von Diversity-Management-Ansätzen. Hier sollte sichergestellt werden, dass alle die gleichen Chancen erhalten, so z.B. im Bereich der Bildung, auf dem Arbeitsmarkt oder bei den beruflichen Aufstiegsmöglichkeiten. Dieser ursprüngliche Gedanke ist natürlich heute auch noch im Diversity Management enthalten, wurde jedoch mittlerweile weitreichend erweitert: Die Ungleichheit der Menschen allgemein wird zunehmend aktiv gefördert und treibt so die Kreativität voran. Man kann auch sagen, „die Ungleichheit als kreatives Moment [kommt] ins Spiel“16. Es ist also eine aktive Anerkennung und Wertschätzung der Vielfalt der Menschen notwendig, und das auf jeder Hierarchieebene einer Organisation. Es geht nun nicht mehr nur darum, jedem Menschen – egal welche besonderen Eigenschaften er aufweist – gleich zu behandeln und eine Diskriminierung zu verhindern, sondern es geht beim Diversity Management um die bewusste und aktive Nutzung sowie Förderung dieser Unterschiedlichkeit. So entsteht eine zusehend komplexe Struktur aus den unterschiedlichsten Menschen mit all ihren verschiedenen Erfahrungen, Fähigkeiten, Ansichten, Denk- und Lebensweisen und es gilt nun, diese „zu einem harmonischen Ganzen [zu] vereinen“17,18.
Ziel des Diversity Managements demnach ist es nun, die in der Vielfalt der Menschen steckenden Potentiale durch ein aktives Management der Verschiedenheit zu nutzen. Dazu muss zunächst Vielfalt kommuniziert werden, um so das Bewusstsein der Menschen für die Thematik zu wecken. Zusätzlich müssen die Strukturen und Prozesse des Unternehmens auf die Anforderungen von Vielfalt hin überprüft und eventuell verbessert werden. Hier ist beispielsweise darauf zu achten, dass Prozesse und Abläufe der Organisation nicht bestimmte Gruppen von vorherein ausschließen oder es ihnen deutlich schwieriger gemacht wird, teilzunehmen. Nur so - durch ein erfolgreiches Diversity Management - können die Potentiale, die in der Vielfalt der Menschen liegen, vollständig genutzt werden.19
1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Vielfalt in der Gesellschaft durch Globalisierung und betont die wirtschaftlichen Vorteile eines aktiven Diversity Managements.
2 Grundlegendes Wissen zur Diversity-Thematik: Dieses Kapitel definiert die Begriffe Diversity und Diversity Management, beschreibt deren theoretische Grundlagen, Facetten und die wirtschaftliche Notwendigkeit.
3 Historischer Abriss Deutschlands und der USA: Es wird die für Diversity relevante Geschichte beider Länder betrachtet, um die unterschiedlichen Ausgangslagen und Voraussetzungen für den Vergleich zu verdeutlichen.
4 Bestandsaufnahme in beiden Ländern: Dieses Kapitel analysiert das Diversity Management in Deutschland und den USA jeweils durch eine nationale Betrachtung sowie spezifische Fallbeispiele aus Großbanken und dem Militär.
5 Vergleich und resultierende Handlungsempfehlungen: Der Vergleich wertet Deutschlands Position gegenüber den USA aus und leitet daraus konkrete Handlungsempfehlungen für deutsche Organisationen ab.
6 Resümee: Das Abschlusskapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und bewertet die Entwicklung des Diversity Managements in beiden Ländern.
Diversity, Diversity Management, Deutschland, USA, Großbanken, Militär, Wettbewerbsvorteil, Chancengleichheit, Affirmative Action, Unternehmenskultur, demografischer Wandel, Fachkräftemangel, Inklusion, Personalmanagement, Antidiskriminierung.
Die Bachelor Thesis untersucht das Diversity Management im Vergleich zwischen Deutschland und den USA, um die aktuelle Position Deutschlands zu bewerten.
Zentral sind die theoretischen Grundlagen von Diversity, der historische Kontext, die gesetzlichen Rahmenbedingungen sowie die praktische Umsetzung in der Wirtschaft und im öffentlichen Sektor.
Das Ziel ist es, den Stand von Diversity Management in Deutschland und den USA zu vergleichen, Deutschland als "rückständig" oder "fortschrittlich" einzuordnen und Handlungsempfehlungen abzuleiten.
Es erfolgt eine deskriptive Analyse und ein systematischer Vergleich der Konzepte und Praxisbeispiele in beiden Ländern, ergänzt durch die Auswertung von Experteninterviews.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung, eine historische Analyse, eine Bestandsaufnahme in den Fokusbereichen Großbanken und Militär sowie den abschließenden Ländervergleich.
Die wichtigsten Begriffe sind Diversity Management, Unternehmenskultur, Wettbewerbsvorteil, Chancengleichheit und demografischer Wandel.
Beide Gruppen setzen Diversity aktiv als Wettbewerbsfaktor ein; während US-Banken auf eine längere Tradition von "Affirmative Action" zurückblicken, haben deutsche Institute in den letzten Jahren stark aufgeholt.
Im Militär zeigt sich eine Diskrepanz zwischen theoretischer Vielfalt und praktischer Akzeptanz. Während Deutschland beim Militär in Bezug auf Homosexuelle fortschrittlicher wirkt, besteht in beiden Ländern Nachholbedarf bei der Inklusion.
Bildung wird als entscheidender Schlüssel für die soziale Integration von Migranten und zur Verringerung von Vorurteilen im beruflichen und gesellschaftlichen Kontext identifiziert.
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