Diplomarbeit, 2011
98 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Ausgangslage und Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2. Begriffliche und theoretische Grundlagen der Untersuchung
2.1 Innovationsprozess
2.2 Ideenakzeptierung als wichtigste Phase des Innovationsprozesses
2.3 Organisationales Gedächtnis: Begriffserklärungen und Theorien
2.3.1 Organisation: Definitionen und Ansätze
2.3.2 Wissen
2.3.3 Organisationales Gedächtnis
2.4 Link zwischen dem Organisationalen Gedächtnis und Innovation
3. Konzeption der Untersuchungsmodells
3.1 Ableitung des theoretischen Bezugsrahmens
3.1.1 Überblick über die bestehenden Konzepte
3.1.2 Konzept der organisatorischen Wissensbasis nach Kirsch und Pautzke
3.1.3 Organisational Memory von Walsh und Ungson
3.1.4 Auswahl des Konzeptes
3.2 Konkretisierung möglicher Problemfelder des OG bei der Ideenbewertung
3.2.1 Personen
3.2.2 Organisationskultur
3.2.3 Transformationsprozesse: schriftliches, digitales, persönliches, implizites Wissen
3.2.4 Organisationsstruktur
3.2.5 Arbeitsumfeld, Arbeitsplatzgestaltung: zeitlich, räumlich, Diskussionsräume
3.2.6 Informations- und Kommunikationstechnologien
3.3 Darstellung des Untersuchungsmodells
4. Konzeption der Untersuchung und deskriptive Erkenntnisse
4.1 Untersuchungskonzeption
4.1.1 Methodik der Datenerhebung
4.1.2 Ausgestaltung des Erhebungsinstruments
4.1.3 Beschreibung des Datensatzes
4.2 Deskriptive Auswertung: Aussagen zu den Problembereichen der einzelnen Elemente des organisationalen Gedächtnisses
5. Auswertung der empirischen Daten
5. 1 Methodisches Vorgehen bei der Hypothesenprüfung
5.1.1 Strukturgleichungsmodellierung als geeignete Analysemethode
5.1.2 Grundlagen der Strukturgleichungsmodellierung
5.1.3 Auswahl des Schätzverfahrens: varianz- vs. kovarianzbasierte Ansätze
5.2 Modellauswertung
5.2.1 Beurteilung der Messmodelle
5.2.2 Beurteilung des Strukturmodells
5.3 Zusammenfassende Betrachtung der empirischen Ergebnisse
6. Schlussbetrachtung
6.1 Zusammenfassung der Untersuchung
6.2 Grenzen der Untersuchung
6.3 Ansatzpunkte für weitere Forschung
Die Arbeit untersucht die Bedeutung des organisationalen Gedächtnisses (OG) im Innovationsprozess, insbesondere während der kritischen Phase der Ideenbewertung. Ziel ist es, ein theoretisches Modell zu konzipieren, das die Einflussfaktoren und Problemfelder des OG identifiziert und mittels einer empirischen, quantitativen Untersuchung zu überprüfen.
3.2.1 Personen
Die erfolgreiche Abwicklung von Entwicklungsprozessen setzt die Fähigkeit und Bereitschaft von Personen voraus, Innovationen zu initiieren und diese umzusetzen (Kaltenegger 2008, S.14). Die Innovationsfähigkeit eines Unternehmens ist demzufolge vor allem eine Frage kompetenter Mitarbeiter (Häußler 1994, S.67; Geiselhart 1999, S.39). Und tatsächlich wächst der Bedarf an Arbeitnehmern, die mit neuen Technologien umgehen können, die Marktbedingungen begreifen und beides für die Entwicklung von neuen Produkten einsetzen können (Rohe 1999, S.19). Als eines der Merkmale, die die Mitarbeiterkompetenzen darstellen kann, wird die berufliche Erfahrung der für die Ideenbewertung eingesetzten Unternehmensmitglieder identifiziert. Agor (1989, S.15) definiert Erfahrung als die Verfügung über relevante mentale Modelle als Grundlage der Verarbeitung neuer Reize. Die Einschaltung vorhandener, also durch Erfahrung entstandener, mentaler Modelle bildet den Auslöser für die Erkennung von Strukturen in neuen, bekannten oder unbekannten Situationen.
Je umfassender und detaillierter die vorliegenden mentalen Modelle sind, desto automatischer können Zusammenhänge zwischen ihnen und neuen Informationen erkannt werden; desto wahrscheinlicher ist also die intuitive Lösungsfindung bei Problemen bzw. das intuitive Entscheiden und Handeln in bekannten Situationen. Hieraus lässt sich folgende Hypothese ableiten:
H1: Unzureichende berufliche Erfahrung als wesentliches Merkmal der Mitarbeiterkompetenz spiegelt sich in Problemen bei der Ideenbewertung wieder.
1. Einleitung: Beschreibt die Relevanz von Wissen für den Innovationserfolg und leitet die Forschungsfrage sowie den Aufbau der Arbeit her.
2. Begriffliche und theoretische Grundlagen der Untersuchung: Definiert zentrale Begriffe wie den Innovationsprozess sowie das organisationale Gedächtnis und diskutiert relevante Theorien dazu.
3. Konzeption der Untersuchungsmodells: Führt den theoretischen Bezugsrahmen ein, konkretisiert Problemfelder des OG bei der Ideenbewertung und leitet Hypothesen ab.
4. Konzeption der Untersuchung und deskriptive Erkenntnisse: Erläutert die Methodik der empirischen Datenerhebung und stellt deskriptive Auswertungen zu den identifizierten Problembereichen vor.
5. Auswertung der empirischen Daten: Beschreibt die Anwendung der Strukturgleichungsmodellierung (PLS) zur Überprüfung der Hypothesen und analysiert die Mess- und Strukturmodelle.
6. Schlussbetrachtung: Fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert die Grenzen der Untersuchung und gibt Ausblicke für zukünftige Forschungsarbeiten.
Organisationales Gedächtnis, Innovationsprozess, Ideenbewertung, Wissensmanagement, Strukturgleichungsmodellierung, Organisationskultur, Innovationsbarrieren, Organisationsstruktur, implizites Wissen, Wissensbasis, empirische Untersuchung, PLS-Ansatz, Innovationsmanagement.
Die Arbeit analysiert, wie das organisationale Gedächtnis – also die Speicherung und Nutzung von Wissen – den Innovationsprozess in Unternehmen beeinflusst und welche Probleme dabei insbesondere während der Bewertung neuer Ideen auftreten.
Die Arbeit verbindet Konzepte des Wissensmanagements und des organisationalen Lernens mit praktischen Problemstellungen im Innovationsmanagement, wie etwa der Rolle von Mitarbeitern, der Organisationskultur und technologischen Rahmenbedingungen.
Das Hauptziel besteht in der Identifizierung und Modellierung von Problemfeldern des organisationalen Gedächtnisses, die den Prozess der Ideenbewertung behindern, und deren empirische Überprüfung mittels einer quantitativen Studie.
Die Autorin nutzt eine empirische Primärerhebung mittels einer schriftlichen und Online-Befragung in der forschungsintensiven Industrie. Zur kausalanalytischen Auswertung wird die Strukturgleichungsmodellierung (PLS-Ansatz) angewandt.
Der Hauptteil umfasst eine Literaturanalyse zur theoretischen Fundierung, die Herleitung eines spezifischen Untersuchungsmodells mit entsprechenden Hypothesen sowie die empirische Datenerhebung und deren Auswertung mittels statistischer Verfahren.
Zu den zentralen Begriffen gehören das organisationale Gedächtnis, Ideenbewertung, Innovationsprozess, Wissensmanagement und die Strukturgleichungsmodellierung.
Die Untersuchung zeigt, dass die Unternehmensgröße einen signifikanten Einfluss auf die untersuchten Konstrukte (wie Personen und Unternehmensabläufe) hat, wobei größere Unternehmen Wissen und Transformationsprozesse oft besser in den Innovationsprozess integrieren können.
In der vorliegenden Studie konnte kein signifikanter Einfluss des Unternehmensalters auf die Elemente des organisationalen Gedächtnisses nachgewiesen werden, was die Hypothese diesbezüglich infrage stellt.
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