Diplomarbeit, 2011
61 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung und Problemstellung
2 Das Interbankengeschäft
2.1 Grundstruktur der Interbankenkredite
2.1.1 Unbesicherte Kredite
2.1.2 Gesicherte Kredite
2.1.3 Status quo der beiden Marktsegmente
2.1.3.1 Entwicklung der Geschäftsvolumen
2.1.3.2 Friststruktur
2.1.3.3 Handelsstruktur
2.2 Aggregierte Entwicklung der Interbankentransaktionen
2.2.1 Interbankenkredite im Eurowährungsraum
2.2.2 Beiträge der Länder zu den gesamten Interbankenverbindlichkeiten
2.2.3 Beiträge der inländischen Interbankenverbindlichkeiten
2.3 Bedeutende Zinssätze des Interbankenmarktes
2.3.1 EURIBOR
2.3.2 EONIA
2.3.3 EUREPO
3 Nutzen und Risiken der Interbankenmärkte
3.1 Aufgaben des Interbankenmarktes
3.1.1 Horizontaler Liquiditätsausgleich
3.1.2 Geldpolitischer Transmissionsmechanismus
3.1.3 Risikomanagement
3.2 Risiken des Interbankenmarktes
3.2.1 Kreditrisiko
3.2.1.1 Adressenausfallrisiko
3.2.1.2 Bonitätsrisiko
3.2.2 Liquiditätsrisiko
3.2.2.1 Refinanzierungsrisiko
3.2.2.2 Marktliquiditätsrisiko
3.2.3 Systemisches Risiko
3.2.3.1 Informationseffekte
3.2.3.2 Dominoeffekte
4 Bisherige Untersuchungen des Interbankenmarktes
4.1 Theoretische Ansätze für die Interbankenkoordination
4.1.1 Grundmodell (Einbankenmodell)
4.1.2 Modellerweiterung durch Unsicherheit der Bankkunden
4.1.3 Interbankenmarkt ohne aggregierte Unsicherheit
4.1.4 Interbankenmarkt mit aggregierter Unsicherheit
4.1.5 Modellierung der Interbankenmarkt als Netzwerk
4.2 Empirische Analyse der Netzwerkstruktur des Interbankenmarktes
4.2.1 Struktur des deutschen Interbankenmarkts
4.2.1.1 Daten
4.2.1.2 Formulierung der Interbankenverflechtungen
4.2.1.3 „Two-Tier-Struktur“ des deutschen Interbankenmarktes
4.2.2 Internationaler Vergleich
5 Einfluss der europäischen Zentralbank
5.1 Geldpolitische Instrumente der EZB
5.1.1 Mindestreservepflicht
5.1.2 Offenmarktgeschäfte bzw. Festlegung des Leitzinses
5.1.3 Ständige Fazilitäten bzw. Zinskorridor
5.2 Diskussion der Rolle des Staates
5.2.1 Folgen fehlender Staatseingriffe in Krisenzeiten
5.2.2 Grunddilemma zwischen Staat und dem Banken
6 Fazit
Diese Arbeit untersucht die ökonomische Bedeutung, die Funktionsweise sowie die inhärenten Risiken von Interbankenmärkten, insbesondere im Kontext von Finanzkrisen. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich damit, warum diese Märkte trotz systemischer Instabilität eine essenzielle Rolle einnehmen und wie sich staatliche Eingriffe sowie geldpolitische Maßnahmen der Zentralbank auf die Stabilität dieser Netzwerke auswirken.
2.1.2 Gesicherte Kredite
Bei Repogeschäften überlässt eine Bank einer anderen Bank Wertpapiere und erhält dafür einen Kredit. Nach Ende der Laufzeit kauft die Bank die überlassenen Wertpapiere zurück und tilgt damit den Kredit. Der Rückkaufwert bzw. Zins wird bei Vertragsabschluss vereinbart.
Das besicherte Marktsegment wächst beständig. Dies ist auf die starke Rolle des Interbankenmarktes im internationalen Finanzsystem im Zuge der Globalisierung zurückzuführen. Diese Entwicklung resultiert in einer größeren Anzahl potenzieller Gegenparteien auf dem Interbankenmarkt. Trotz des Marktwachstums gab es in der Vergangenheit mehrmals krisenbedingte Abschwünge im Interbankenhandel, die bei den Banken ein Warnsignal für ein Kreditrisiko auslösten. Bei unbesicherten Kreditgeschäften erhöhen sich dadurch die Informations- und Monitoringkosten, die einen reibungslosen Vertragsabschluss erschweren. Die besicherten Finanzgeschäfte werden aus diesem Grund im Interbankenhandel attraktiver und bieten eine Möglichkeit für Banken, auch mit einer Bank mit niedrigerer Bonität zu handeln.
1 Einleitung und Problemstellung: Vorstellung der Relevanz von Interbankenmärkten für das Finanzsystem und Definition der Zielsetzung und Struktur der Arbeit.
2 Das Interbankengeschäft: Detaillierte Betrachtung der Marktsegmente, Handelsvolumina und der Referenzzinssätze im Eurowährungsraum.
3 Nutzen und Risiken der Interbankenmärkte: Analyse der Funktionen wie Liquiditätsausgleich sowie der Risikofaktoren inklusive Kredit- und systemischer Risiken.
4 Bisherige Untersuchungen des Interbankenmarktes: Theoretische Modelle und empirische Netzwerk-Analysen zur Identifikation von Ansteckungsgefahren.
5 Einfluss der europäischen Zentralbank: Darstellung geldpolitischer Instrumente und Diskussion des Spannungsfelds zwischen Staatseingriffen und moralischem Risiko.
6 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Stabilität von Interbankenmärkten in Krisenzeiten und der Notwendigkeit staatlicher Stabilisierungsmaßnahmen.
Interbankenmarkt, Liquiditätsausgleich, Kreditrisiko, Systemisches Risiko, Geldpolitik, Europäische Zentralbank, EZB, Refinanzierung, Netzwerkstruktur, Ansteckungseffekte, Finanzkrise, Repogeschäft, EURIBOR, EONIA, Bankenaufsicht
Die Arbeit analysiert die Funktionsweise, die ökonomische Bedeutung und die Risikostruktur des Interbankenmarktes mit Fokus auf den Eurowährungsraum.
Zu den Kernpunkten zählen die Marktstruktur, die verschiedenen Kreditarten, das Risikomanagement der Banken sowie der Einfluss der Zentralbank auf die Liquidität und Stabilität des Bankensektors.
Das Ziel ist es, sowohl die theoretischen Aspekte der Interbankenkoordination aufzuzeigen als auch die Risiken, insbesondere in Krisenzeiten, zu identifizieren.
Die Arbeit stützt sich auf eine Kombination aus theoretischer Modellierung (basierend auf Ansätzen von Bhattacharya/Gale und Allen/Gale) sowie einer empirischen Analyse von Netzwerkstrukturen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Geschäftsformen, eine Risikoanalyse (Liquidität, Kredit, Systemrisiko), eine theoretische sowie empirische Netzwerkanalyse und die geldpolitische Rolle der EZB.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Interbankenmarkt, Systemisches Risiko, Liquiditätsrisiko und Geldpolitik der EZB definiert.
Bei unbesicherten Krediten vertrauen die Banken allein auf die Bonität des Gegenübers, während bei besicherten Krediten (z. B. Repogeschäfte) Wertpapiere als Sicherheit hinterlegt werden, was das Risiko für den Kreditgeber senkt.
Die EZB steuert den Markt über geldpolitische Instrumente wie Mindestreserveanforderungen, Offenmarktgeschäfte und ständige Fazilitäten (Zinskorridor), um die Preisniveaustabilität zu sichern.
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