Diplomarbeit, 2011
113 Seiten, Note: 2,0
1. EINLEITUNG
1.1 Ausgangslage und Problemstellung
1.2 Aufbau der Arbeit
2. DEFINITIONEN
3. FORSCHUNGSSTAND
3.1 Anreizprobleme und leistungsabhängige Entlohnungssysteme im Leistungssport Tennis
3.2 Finanzierungs- und Organisationskonzepte für den deutschen Profifußball
3.3 Leistungsanreize im Profifußball
3.4 Die Anwendbarkeit von betrieblichen Anreizsystemen auf den Profifußballbereich
3.5 Spielerallokation und Spielerentlohnung im professionellen Team-Sport
4. RESULTIERENDE FORSCHUNGSFRAGEN UND ZIELE
5. BETRIEBSWIRTSCHAFTLICHE GRUNDLAGEN VON ANREIZSYSTEMEN
5.1 Begriffliche Erklärungen und Verknüpfungen von Motiv, Anreiz und Motivation
5.1.1 Motiv
5.1.2 Anreize
5.1.3 Motivation
5.2 Bedingungen für Verhaltensänderungen
5.3 Bemessungsgrundlage
5.4 Vergütungssysteme als Maßnahme der Anreizgestaltung
5.5 Anreizsysteme
5.5.1 Definitionen von Anreizsystemen
5.5.2 Klassifizierung von Anreizsystemen
5.5.3 Funktionen von Anreizsystemen
5.5.4 Anforderungen an Anreizsysteme
5.5.5 Effektivität und Effizienz von Anreizsystemen
5.5.6 Grenzen bzw. Probleme bei der Implementierung von Anreizsystemen
5.6 Anreiztheorien
5.6.1 Anreiz-Beitrags-Theorie
5.6.2 Turnierentlohnung
5.6.3 Prinzipal-Agent-Theorie
6. JUDO
6.1 Wertungssystem
6.2 Wettbewerbsformen
6.3 Institutionen
7. ÜBERTRAGBARE ERKENNTNISSE AUS FORSCHUNG UND THEORIE AUF DIE SPORTART JUDO
7.1 Übertragung der Anreiztheorien auf die Sportart Judo
7.2 Auf den Judosport übertragbare monetäre Vergütungen
7.2.1 Individualprämien
7.2.2 Mannschaftsprämien
7.2.3 Fixe Vertragsbestandteile
7.2.4 Zusatzleistungen
8. HYPOTHESENBILDUNG
8.1 Grundhypothesen
8.2 Zusammenhangshypothesen
9. EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG
9.1 Gegenstand der Untersuchung
9.2 Untersuchungsmethode
9.3 Aufbau des Fragebogens
9.4 Untersuchungsgruppe und -durchführung
9.5 Rücklaufquote, Datenaufbereitung und -auswertung
10. DARSTELLUNG, ANALYSE UND INTERPRETATION DER UNTERSUCHUNGSERGEBNISSE
10.1 Beschreibung der Stichprobe
10.2 Monetäre Anreizgestaltung
10.3 Nichtmonetäre Anreizgestaltung
10.4 Vergleich zwischen den Judoligen
11. HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN ZUR KONZEPTION EINES JUDOSPEZIFISCHEN ANREIZSYSTEMS
12. FAZIT UND AUSBLICK
Die Arbeit untersucht die Wirkungen von Anreizsystemen im deutschen Judosport, da hierzu bisher keine empirischen Daten vorliegen. Ziel ist es, unter Berücksichtigung betriebswirtschaftlicher Theorien und sportartübergreifender Erkenntnisse, Handlungsempfehlungen für die Gestaltung effizienter Anreizsysteme zu entwickeln, um Athleten gezielt zu binden und zu motivieren.
3.1 Anreizprobleme und leistungsabhängige Entlohnungssysteme im Leistungssport Tennis
In der Studie von Knobloch (2003) wird der Frage nach einer optimalen Ausgestaltung eines leistungsorientierten Entlohnungssystems sowie der damit verbundenen Anreizprobleme im Leistungssport Tennis nachgegangen (Knobloch, 2003, S. 2). Grundlage für seine Untersuchung bilden die bereits gewonnenen Erkenntnisse von leistungsabhängigen Vergütungssystemen aus der Betriebswirtschaftslehre (Knobloch, 2003, S. 3). Ausgangspunkt von leistungsabhängigen Vergütungssystemen bildet in seiner Untersuchung die Prinzipal-Agent-Theorie (Knobloch, 2003, S. 10 ff.). Der Verfasser versucht zum einen, Vergütungssysteme aus der Wirtschaft auf den Tennissport zu transformieren und zum anderen aus der Tennissicht durchführbare Bemessungsgrundlagen für die Vergütung in dieser Sportart herauszuarbeiten.
Hierzu dienten ihm der Stundenlohn, die Vergütung von Überstunden, die Vergütung über Piece Rates, Sales Commissions, Stock Options und der Cafeteria-Ansatz (Knobloch, 2003, S. 26 ff.). Knobloch stellte fest, dass die ersten vier Vergütungselemente aus der Wirtschaft für den professionellen Tennissport nicht geeignet sind. Aus seinen Darstellungen lässt sich ableiten, dass die Übertragung der Vergütung über Stock Options und der Cafeteria-Ansatz auf den Tennissport mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden ist, da die Leistungsbemessungsgrundlage im zurzeit existierenden System sich ausschließlich an dem absoluten Erfolg (Sieg oder Niederlage) orientiert (Knobloch, 2003, S. 30 f.).
Jeder Spieler trägt durch Einzel- und Doppelsiege direkt zum Erfolg seiner Mannschaft bei. Da ein Sieg einen absoluten Erfolg darstellt, ist dieses Vergütungssystem als das zweckmäßigste anzusehen. (Knobloch, 2003, S. 31).
1. EINLEITUNG: Behandelt die Ausgangslage, die Problemstellung und den Aufbau der Arbeit.
2. DEFINITIONEN: Erläutert die wesentlichen Fachbegriffe, die für das Verständnis der Arbeit notwendig sind.
3. FORSCHUNGSSTAND: Analysiert bestehende sportartübergreifende Studien zu Anreizsystemen im professionellen Sport.
4. RESULTIERENDE FORSCHUNGSFRAGEN UND ZIELE: Leitet konkrete Forschungsfragen aus dem Forschungsstand ab und definiert die Ziele der Arbeit.
5. BETRIEBSWIRTSCHAFTLICHE GRUNDLAGEN VON ANREIZSYSTEMEN: Vermittelt die theoretischen Grundlagen zu Motivation, Anreiztheorien und den Anforderungen an effiziente Systeme.
6. JUDO: Gibt einen Einblick in das Wertungssystem, die Wettbewerbsformen und die institutionelle Organisation der Sportart.
7. ÜBERTRAGBARE ERKENNTNISSE AUS FORSCHUNG UND THEORIE AUF DIE SPORTART JUDO: Überträgt die theoretischen Erkenntnisse gezielt auf die spezifischen Bedingungen des Judosports.
8. HYPOTHESENBILDUNG: Formuliert Grund- und Zusammenhangshypothesen auf Basis des theoretischen Rahmens.
9. EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG: Beschreibt Methodik, Durchführung und Aufbau der Befragung der Bundesligavereine.
10. DARSTELLUNG, ANALYSE UND INTERPRETATION DER UNTERSUCHUNGSERGEBNISSE: Präsentiert und interpretiert die Ergebnisse der empirischen Studie.
11. HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN ZUR KONZEPTION EINES JUDOSPEZIFISCHEN ANREIZSYSTEMS: Bietet praxisnahe Empfehlungen für Vereine zur Gestaltung von Anreizsystemen.
12. FAZIT UND AUSBLICK: Fasst die Arbeit zusammen und beurteilt die Ergebnisse kritisch.
Anreizsysteme, Judosport, Motivation, Leistungsanreize, monetäre Anreize, nichtmonetäre Anreize, Personalmanagement, Erfolgsprämien, Prinzipal-Agent-Theorie, Teamgeist, Sportökonomie, Leistungsbereitschaft, Vereine, Bundesliga, Vertragsgestaltung
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Untersuchung und Analyse von Anreizsystemen im deutschen Judosport, um Vereinen Möglichkeiten zur Leistungssteigerung und Bindung von Athleten aufzuzeigen.
Die zentralen Felder sind betriebswirtschaftliche Grundlagen von Anreizsystemen, die Besonderheiten des Judosports sowie die empirische Analyse von monetären und nichtmonetären Anreizstrukturen in der Judo-Bundesliga.
Das primäre Ziel ist es, den Ist-Zustand der Anreizgestaltung im deutschen Judosport zu erfassen und darauf aufbauend konkrete Handlungsempfehlungen für Vereine zur Konzeption effektiver Anreizsysteme zu formulieren.
Es wurde eine quantitative Methode in Form einer schriftlichen Befragung (Fragebogen) der Vereine der Judo-Bundesliga gewählt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung des Forschungsstandes und betriebswirtschaftlicher Grundlagen, eine Analyse der Strukturen im Judo sowie eine empirische Untersuchung, deren Ergebnisse interpretiert und in Handlungsempfehlungen überführt werden.
Wichtige Begriffe sind Anreizsysteme, Motivation, Judo, monetäre und nichtmonetäre Anreize, Leistungsanreize, Bundesliga und Personalmanagement.
Sie bildet den theoretischen Rahmen, um das Interessenverhältnis zwischen dem Verein (Prinzipal) und dem Kämpfer (Agent) sowie das daraus resultierende Problem der Informationsasymmetrie zu analysieren.
Da viele Vereine finanziell begrenzt sind, bieten nichtmonetäre Anreize wie Unterstützung bei Ausbildung oder Betreuung eine essenzielle Möglichkeit, Sportler langfristig zu binden und ein positives Vereinsklima zu schaffen.
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