Bachelorarbeit, 2011
23 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Die Geschichte des Inflektivs
1.2 Definition
2. Der Inflektiv in der Internetkommunikation
2.1 Grundlagen der Internetkommunikation
2.2 Die Spezifika der Chat-Kommunikation
2.3 Mediale und konzeptionelle Mündlichkeit / Schriftlichkeit
2.4 Der Inflektiv
2.4.1 Grammatikalische Besonderheiten
2.4.2 Die Funktion des Inflektivs und seine Ursprünge
2.4.3 Inflektive in Internet- und Chat-Kommunikation
2.5 Verwandte Phänomene
2.5.1 Emoticons
2.5.2 Actionzeilen / me-Auszeichnungen
2.5.3 Onomatopoetika und Lautwörter
2.5.4 Akronyme
2.6 Internetkommunikation in anderen Sprachräumen
3. Fazit und Ausblick
Diese Arbeit untersucht die Bedeutung und Funktion von Inflektiven als sprachliches Phänomen innerhalb der modernen Internetkommunikation. Dabei wird analysiert, wie diese Wortform zur Kompensation nonverbaler Kommunikation eingesetzt wird und in welchem Verhältnis sie zu anderen Phänomenen wie Emoticons oder Actionzeilen steht.
2.4.1 Grammatikalische Besonderheiten
Wendet man sich der grammatikalischen Beschaffenheit der Inflektive zu, so sind die Ausarbeitungen von Beißwenger unumgänglich. Er unterscheidet zwischen simpler und komplexer Wortbildung und gewissen Sonderformen. Als Beispiel für die simple Wortbildung ist *freu* zu nennen, das zudem in den für Inflektive typische Asterisken gesetzt wurde. Verbendstellung und Verbinitialstellung sind die beiden Komponenten, die zusammen die komplexe Wortbildung ausmachen. Die komplexe Wortbildung ist zudem durch das Auftreten einer oder mehrerer substantivischer oder adjektivischer Konstituenten gekennzeichnet. Eine tabellarische Darstellung soll an dieser Stelle für die exemplarische Füllung dieser Kategorien sorgen:
Die Sonderformen, die Beißwenger anspricht, kennzeichnen sich dadurch, dass sie in ihrem Ursprung nicht eindeutig auf eine Wortform zurückzuführen sind. *s* oder *g* sind hier als typische Beispiele zu nennen. Sie gehen zwar auf die englischen Begriffe smile und grin zurück, sind aber sowohl als Verb als auch als Substantiv zu realisieren.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Thema ein, beleuchtet die historische Entwicklung des Inflektivs von den Comics bis hin zum Internet und definiert den Untersuchungsgegenstand.
2. Der Inflektiv in der Internetkommunikation: Das Hauptkapitel analysiert die Grundlagen und Spezifika der Internetkommunikation, untersucht die grammatikalischen Eigenschaften des Inflektivs, seine Funktionen sowie verwandte Phänomene und deren internationale Verbreitung.
3. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Rolle des Inflektivs als Kompensationsmittel für nonverbale Signale zusammen und gibt einen Ausblick auf künftige Forschungsbedarfe in einem sich wandelnden, diffusen Definitionsfeld.
Inflektiv, Internetkommunikation, Chat-Kommunikation, Linguistik, Comics, Sprachökonomie, Nonverbale Kommunikation, Emoticons, Actionzeilen, Onomatopoetika, Akronyme, Sprachwandel, Asterisken, Virtueller Raum, Metaebene.
Die Arbeit untersucht, wie Inflektive – also Wörter wie *grins* oder *freu* – in der digitalen Kommunikation, insbesondere in Chats, verwendet werden, um Gefühle und Handlungen auszudrücken.
Zentrale Themen sind die Geschichte der Inflektive, ihre grammatikalische Struktur, ihre Funktion als Ersatz für nonverbale Kommunikation und der Vergleich mit anderen Elementen wie Smileys.
Ziel ist es, die Rolle und Bedeutung dieser spezifischen Wortart innerhalb der modernen Internetkommunikation linguistisch zu durchleuchten und einzuordnen.
Die Arbeit stützt sich primär auf eine theoretische Auseinandersetzung und Literaturanalyse einschlägiger linguistischer Forschungsergebnisse zu computervermittelter Kommunikation.
Der Hauptteil behandelt die Grundlagen der Internetkommunikation, die spezifischen grammatikalischen Besonderheiten von Inflektiven, deren Funktionen sowie verwandte Phänomene und ihre internationale Verbreitung.
Wichtige Begriffe sind Inflektiv, Internetkommunikation, Sprachökonomie, Nonverbale Kommunikation und Sprachwandel.
Die Arbeit zeigt auf, dass der Inflektiv keineswegs eine reine Internet-Erfindung ist, sondern seine Wurzeln in der deutschen Comic-Tradition der Nachkriegszeit hat.
Asterisken dienen in der Chat-Kommunikation oft zur Kennzeichnung des Inflektivs und verdeutlichen dessen Funktion als Handlungs- oder Zustandsbeschreibung, auch wenn deren Notwendigkeit in der Forschung diskutiert wird.
Während Emoticons auf Zeichenkombinationen zur Darstellung von Gesichtern basieren, fungieren Inflektive als prädikativ gebrauchte Verbstämme, die direkt eine Handlung oder einen Zustand benennen.
Der Autor stellt fest, dass der Inflektiv ein internationales Phänomen ist, wobei die Häufigkeit und Art der Nutzung jedoch stark variieren kann, wie etwa der Vergleich zwischen Deutschland und Frankreich zeigt.
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