Bachelorarbeit, 2008
65 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Technisches Risikomanagement in der Wohnungswirtschaft
2.1 Begriffliche Abgrenzung von Risiko und Risikomanagement
2.2 Kausale Zusammenhänge zwischen immobilienspezifischen Risikoarten
2.3 Wohnungswirtschaft
2.4 Gesetzliche Rahmenbedingungen
2.5 Strategien des technischen Risikomanagements und deren Wettbewerbsvorteile
3. Wesentliche Bestandteile des technischen Risikomanagements
3.1 Regelkreis des technischen Risikomanagementprozesses
3.1.1 Einführung
3.1.2 Risikoidentifizierung und Risikoanalyse
3.1.3 Risikobewertung
3.1.4 Risikosteuerung und Risikocontrolling
3.2 Instandhaltung nach DIN
3.3 Verkehrssicherung
4. Implementierungsbeispiele für technisches Risikomanagement
4.1 Unternehmen Müller
4.2 Unternehmen Franz
4.3 Gegenüberstellung beiden Softwaresysteme
5. Praktische Umsetzung des technischen Risikomanagementprozesses
5.1 Grundlagen des Risikomanagementprozesses bei „Thomas“
5.2 Identifizierung technischer Risiken am Beispiel der Wirtschaftseinheit 111
5.3 Bewertung der identifizierten Risiken
6. Wirkungsbezogene Maßnahmen für technische Risiken in Anlehnung an die Peter als Ausgangsbasis eines zukünftigen Risikoplans
6.1 Organisationsbereiche des Risikoplanes für Wohnqualität bei „Thomas“
6.1.1 Verkehrssicherungspflicht der Wirtschaftseinheit 111
6.1.2 Arbeitsschutz im laufenden Geschäftsbetrieb
6.2 Wirkungsbezogene Maßnahmen für „Thomas“ (Risikosteuerung)
6.2.1 Von der Organisation zur Dokumentation
6.2.2 Hauswarte als ein wichtiger Bestandteil
6.2.3 Outsourcing technischer Risiken
6.2.4 Versicherung von Risiken
6.3 Technisches Risikomanagement als Chance
7. Schlussbetrachtung
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, zu untersuchen, ob die Implementierung eines technischen Risikomanagements für Wohnungsunternehmen sinnvoll ist, welchen Mehrwert es generiert und wie es zukunftsorientiert gestaltet werden kann. Die Forschungsfrage fokussiert sich dabei auf die praktische Umsetzbarkeit und Bewertung am Beispiel der Wohnungsbaugenossenschaft „Thomas“ e. G.
1. Einleitung
Im Mittelalter war das Leben von äußeren Risiken und innerer Sicherheit geprägt. Festungsarchitekturen, geschlossene und bewachte Burgen waren allgegenwärtig, um sich vor äußeren Risiken zu schützen. Gegen Ende des 13. Jahrhunderts wurden Städte aus Holz und Stroh gebaut und mit Zaunvorrichtungen sowie anderen Gegenständen nach außen hin abgesichert. Die Sicherheit innerhalb des Stadtgebietes war aufgrund von leicht entflammbaren Häusern nicht mehr gegeben. Daher wurden in vielen Städten etwa 1.270 Paragraphen gegen Brandbekämpfung erlassen (Risikoplan). Maßnahmen waren z. B. brandgefährdete Betriebe wie Bäckereien, Schmieden (Hufbeschlag), Alkoholbrennereien etc. in den äußeren Stadtkern zu verlegen, jedes Haus mit Wassereimer auszustatten usw. Ein Beispiel aus der damaligen Zeit ist das heute noch bestehende Märkische Scheunenviertel ( 50 Scheunen) in Kremmen. Die Scheunen der Bauern, befanden sich direkt am Wohnhaus im Stadtkern. Nach verheerenden Stadtbränden wurden die Scheunen nach außen gelagert. Im Vergleich zum Mittelalter und dem oben genannten Beispiel befinden wir uns in der heutigen Zeit in einer umgekehrten Situation. Die Gefahren sind innerer und nicht primär äußerer Natur. Deshalb muss folgerichtig mehr Sicherheit geschaffen werden, um sich vor der inneren Gefahr zu schützen.
Durch Wissenschaft, Forschung, Entwicklung usw. ist gegenüber dem 13. Jahrhundert mehr innere Sicherheit möglich. Der technische Fortschritt wird jedoch durch ein höheres Risiko geprägt. Die Entwicklung besserer Baustoffe wird nicht nur für mehr Sicherheit genutzt, sondern für größere und höhere Gebäude oder auch für besseren Stahl, um größere Schiffe zu bauen. Beispiele wären der Burj Dubai (Turm von Dubai) mit 819 Metern oder die Freedom of the Seas mit einer Länge von 338,75 Metern, 56 Metern Breite und 72,3 Metern Höhe sowie einer möglichen Beförderungszahl von 5.600 Personen. Aufgrund höherer Beförderungszahlen von Personen auf Schiffen, höherer Einsturzgefahr von Gebäuden sowie anderen Gefahren als Folge der technischen Weiterentwicklung, ist das Schaffen von Sicherheit sowie Risikovermeidung in unserer heutigen Zeit außerordentlich wichtig, denn das Ausmaß eines Schadens wäre im Vergleich zum Mittelalter deutlich größer.
1. Einleitung: Beschreibt die historische Entwicklung des Sicherheitsbedürfnisses und leitet die Relevanz eines modernen technischen Risikomanagements für die heutige Wohnungswirtschaft ab.
2. Technisches Risikomanagement in der Wohnungswirtschaft: Definiert Grundbegriffe, analysiert kausale Risiko-Zusammenhänge und erläutert Strategien sowie gesetzliche Rahmenbedingungen.
3. Wesentliche Bestandteile des technischen Risikomanagements: Erörtert den Regelkreis des Risikomanagements, die Bedeutung der Instandhaltung nach DIN und die Grundlagen der Verkehrssicherungspflicht.
4. Implementierungsbeispiele für technisches Risikomanagement: Vergleicht zwei verschiedene Softwaresysteme kritisch im Hinblick auf deren Anwendbarkeit und Effizienz in der Praxis.
5. Praktische Umsetzung des technischen Risikomanagementprozesses: Dokumentiert die reale Identifizierung und Bewertung technischer Risiken am Beispiel einer ausgewählten Wirtschaftseinheit.
6. Wirkungsbezogene Maßnahmen für technische Risiken in Anlehnung an die Peter als Ausgangsbasis eines zukünftigen Risikoplans: Detailliert konkrete Maßnahmen wie Arbeitsschutz, Organisation, Dokumentation, Rolle der Hauswarte und Versicherungsstrategien.
7. Schlussbetrachtung: Resümiert die Erkenntnisse der Arbeit und gibt Handlungsempfehlungen für ein langfristig optimiertes Risikomanagement in Wohnungsunternehmen.
Technisches Risikomanagement, Wohnungswirtschaft, Verkehrssicherungspflicht, Risikoidentifizierung, Risikobewertung, Risikosteuerung, Instandhaltung, DIN 31051, Wohnqualität, Mieterbindung, Arbeitsschutz, Gebäudeversicherung, Risikomatrix, Bestandsmanagement, Digitalisierung.
Die Arbeit untersucht die Bedeutung, Notwendigkeit und praktische Umsetzung eines technischen Risikomanagements für Unternehmen der Wohnungswirtschaft.
Zu den Schwerpunkten zählen die rechtliche Verkehrssicherungspflicht, der Risikomanagement-Regelkreis, Instandhaltungsstrategien nach DIN sowie die Rolle digitaler Dokumentationssysteme.
Das Ziel ist herauszufinden, ob technisches Risikomanagement einen ökonomischen Mehrwert schafft und wie es effizient in die täglichen Betriebsabläufe eines Wohnungsunternehmens integriert werden kann.
Neben einer umfangreichen Literaturrecherche stützt sich die Arbeit auf eine qualitative Primärforschung (Umfragen und Workshops) sowie eine Fallstudie bei der Wohnungsbaugenossenschaft „Thomas“ e. G.
Der Hauptteil befasst sich mit der Definition von Risiken, der Analyse gesetzlicher Vorgaben, dem Vergleich technischer IT-Lösungen und der praktischen Anwendung von Risikoplanungsmodellen.
Kernbegriffe sind technisches Risikomanagement, Risikosteuerung, Instandhaltung, Verkehrssicherungspflicht sowie der Schutz der Wohnqualität.
Diese Begriffe beschreiben unterschiedliche Risikoneigungen (reaktiv-feuerwehrartig vs. präventiv-vermeidend), die maßgeblich beeinflussen, wie ein Unternehmen mit technischen Gefahrenquellen umgeht.
Hauswarte fungieren als entscheidende Schnittstelle zur täglichen Gefahrenfrüherkennung und sind durch gezielte Schulungen zur Übernahme technischer Kontrollaufgaben befähigt.
Die Arbeit zeigt, dass aufgrund der gesamtschuldnerischen Haftung von Vorständen und des speziellen Förderzwecks bei Genossenschaften ein intensiveres Risikomanagement-Bewusstsein existieren kann.
Ein gut implementiertes Risikomanagement kann indirekt über die Schadensreduktion und eine verbesserte Verhandlungsbasis mit Versicherern zu einer langfristigen Optimierung der Kosten beitragen.
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