Diplomarbeit, 2011
80 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Gang der Untersuchung
1.2 Eingrenzung der Untersuchung
2 Themenspezifische Definitionen
2.1 Begriffsdefinitionen
2.2 Untersuchungsgegenstand
2.3 Entscheidungskriterien der Rechtsformwahl
2.4 Rechtsformen und relevante Steuerarten
2.4.1 Einzelunternehmen
2.4.2 Personengesellschaften
2.4.2.1 OHG
2.4.2.2 KG
2.4.3 Kapitalgesellschaften
2.4.4 Mischformen
2.4.4.1 GmbH & Co. KG
2.4.4.2 Betriebsaufspaltung
3 Modell zur Simulation der Steuerbelastung
3.1 Abbildung der Steuerbelastung durch Modelle
3.2 Prämissen
3.2.1 Allgemein
3.2.2 Ebene der Gesellschaft
3.2.3 Ebene der Gesellschafter
3.2.4 Microsoft Excel
3.3 Realisierung des Modells
3.3.1 Vorgehensweise
3.3.2 Verwendete Funktionen
3.3.3 Kontrollmechanismen
4 Ausgangssituation
4.1 Daten
4.2 Analyse
4.2.1 Einzelunternehmen
4.2.2 Personengesellschaften
4.2.3 Kapitalgesellschaften
4.2.4 Mischformen
4.2.4.1 GmbH & Co. KG
4.2.4.2 Betriebsaufspaltung
4.3 Ertragssteuerliche Belastungen im Vergleich
4.3.1 Gewerbesteuer
4.3.2 Körperschaftsteuer inklusive Solidaritätszuschlag
4.3.3 Einkommensteuer inklusive Solidaritätszuschlag
4.3.4 Gesamtbesteuerung
5 Kritische Analyse
5.1 Sensitivitätsanalyse
5.1.1 Gewinn
5.1.2 Gewerbesteuerhebesatz
5.1.3 Gehälter
5.1.4 Werbungskosten bei Einkünften gemäß § 19 EStG
5.1.5 Betriebsaufspaltung
5.1.5.1 Pachtzins
5.1.5.2 Gewinn und Pachtzins
5.1.6 Variation der Ausschüttungspolitik
6 Fazit
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die steuerlichen Auswirkungen der Rechtsformwahl auf kleine und mittlere Unternehmen (KMU) kritisch zu analysieren und mittels eines Simulationsmodells in Microsoft Excel quantifizierbar zu machen. Die Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie unterschiedliche Rechtsformen die Steuerbelastung beeinflussen und welche spezifischen Parameter (wie Gewinn, Gewerbesteuerhebesatz oder Gehälter) die steuerliche Vorteilhaftigkeit maßgeblich verändern.
2.4.1 Einzelunternehmen
Das Einzelunternehmen ist dadurch definiert, dass es von einer einzelnen natürlichen Person, hier dem Unternehmer, geführt wird, welche die gesamte Entscheidungskompetenz und Verantwortung trägt. Charakteristisches Merkmal ist weiter, dass das Unternehmen selbst über keine eigene Rechtsfähigkeit verfügt, sondern ausschließlich der Inhaber selbst. Das Unternehmen stellt einen Gewerbebetrieb dar, und somit ist der Unternehmer gemäß § 1 Abs. 1 HGB Kaufmann. Es gelten die allgemeinen Vorschriften für Kaufleute des Abschnittes 1 im HGB (§§ 1-104). Es ist kein Mindesteigenkapital erforderlich und die Aufwendungen sind eher als gering anzusehen. Fremdkapitalbeschaffung ist durch die Höhe des Gesamtvermögens, welches als Haftungsmasse dient, beschränkt. Der Unternehmer haftet unbeschränkt für alle Zahlungsverpflichtungen, schuldrechtliche Verträge zwischen ihm und dem Unternehmen sind zivil- und steuerrechtlich nicht möglich. Gewinne werden ihm unmittelbar zugerechnet, es gilt das Einheitsprinzip.
Die Gewinne unterliegen als Einkünfte aus Gewerbebetrieb gem. § 15 Abs. 2 EStG der Einkommensteuer wie auch gem. § 1 Abs. 1 SolZG dem Solidaritätszuschlag in Höhe von 5,5 % der Bemessungsgrundlage als Ergänzungsabgabe. Der Gewerbebetrieb unterliegt weiterhin gem. § 1 Abs. 1 Satz 1 GewStG der Gewerbesteuer, Schuldner ist gem. § 5 Abs. 1 Satz 1 der Unternehmer.
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die Bedeutung der Rechtsformwahl für KMU und legt den Untersuchungsrahmen sowie das Ziel der steuerlichen Simulationsanalyse dar.
2 Themenspezifische Definitionen: Dieses Kapitel liefert die grundlegenden Definitionen relevanter steuerlicher Begriffe, KMU-Abgrenzungen und eine Übersicht der verschiedenen Rechtsformen.
3 Modell zur Simulation der Steuerbelastung: Hier wird der Aufbau des Simulationsmodells in Microsoft Excel beschrieben, inklusive der verwendeten methodischen Prämissen und Kontrollmechanismen.
4 Ausgangssituation: In diesem Kapitel werden die Steuerbelastungen der untersuchten Rechtsformen anhand einer standardisierten Ausgangssituation für einen einheitlichen Vergleich analysiert.
5 Kritische Analyse: Dieser Teil führt Sensitivitätsanalysen durch, um die Auswirkungen von Parameteränderungen (Gewinn, Hebesätze, Gehälter) auf die steuerliche Belastung zu überprüfen.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und zeigt, dass keine Rechtsform allgemein die steuerlich günstigste ist, da dies stark von der individuellen Situation abhängt.
Rechtsformwahl, Steuerbelastung, KMU, Einzelunternehmen, Personengesellschaften, Kapitalgesellschaften, GmbH, Betriebsaufspaltung, Gewerbesteuer, Einkommensteuer, Körperschaftsteuer, Simulationsmodell, Sensitivitätsanalyse, Thesaurierung, Mitunternehmerschaft.
Die Arbeit analysiert, welchen Einfluss die Wahl der Rechtsform auf die steuerliche Belastung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) hat.
Zentrale Felder sind die ertragssteuerliche Behandlung von Einzelunternehmen, Personengesellschaften, Kapitalgesellschaften sowie deren Mischformen wie GmbH & Co. KG und Betriebsaufspaltung.
Ziel ist es, ertragssteuerliche Unterschiede zwischen Rechtsformen anhand von Simulationen aufzuzeigen und Parameter zu identifizieren, die die Steuerbelastung maßgeblich steuern.
Es wird eine kasuistische Veranlagungssimulation mittels Microsoft Excel verwendet, um steuerliche Sachverhalte durch Variation verschiedener Parameter zu vergleichen.
Der Hauptteil umfasst die methodische Modellentwicklung, die Analyse einer definierten Ausgangssituation sowie eine umfassende Sensitivitätsanalyse verschiedener Parameter.
Zu den prägenden Begriffen zählen Rechtsformwahl, Steuerbelastung, KMU, Mitunternehmerschaft und das Trennungs- bzw. Transparenzprinzip.
Die Betriebsaufspaltung wird als komplexes Beispiel für eine dreidimensionale Analyse genutzt, da sie durch Pachtzinsen und die Aufteilung auf zwei Unternehmen spezielle steuerliche Effekte erzeugt.
Die Thesaurierung untersucht, wie sich die Steuerbelastung verändert, wenn Gewinne im Unternehmen verbleiben, wobei hier insbesondere steuerliche Begünstigungen wie nach § 34a EStG betrachtet werden.
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