Diplomarbeit, 2007
113 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Fragestellung und Abgrenzung des Themenfeldes
1.2 Vorgehen und Gliederung
2 Derzeitige Situation in Deutschland
2.1 Lebenssituation der Kinder und Jugendlichen in Deutschland
2.2 Aktuelle Ergebnisse über Interesse und Nutzung der kulturellen Angebote von Kindern und Jugendlichen
3 Kulturelle Bildung als Kern der Kulturpädagogik
3.1 Begriffsdefinitionen
3.1.1 Kultur
3.1.1.1 Definition Kultur
3.1.1.2 Kulturfunktionen
3.1.1.3 Kulturanthropologie
3.1.2 Bildung
3.1.2.1 Definition Bildung
3.1.2.2 Ganzheitliche Bildung
3.1.2.3 Differenzierung der Lerndimensionen
3.1.2.4 Theoretische Grundlagen der Bildung aus der Anthropologie
3.1.3 Ästhetik
3.1.3.1 Definition Ästhetik
3.1.3.2 Ästhetische Bildung
3.1.4 Definition kulturelle Bildung
3.2 Geschichtlicher Exkurs in die Kulturpädagogik
3.3 Einblick in ausgewählte Inhalte der Kulturpädagogik
3.3.1 Tanzpädagogik
3.3.2 Theaterpädagogik
3.3.3 Musikpädagogik
3.3.4 Zirkuspädagogik
3.3.5 Medienpädagogik
3.3.6 Museumspädagogik
4 Offene Kinder- und Jugendarbeit
4.1 Definition offene Kinder- und Jugendarbeit
4.2 Aufgaben und Ziele in der offenen Kinder- und Jugendarbeit
4.3 Zielgruppen
4.4 Der Bildungsauftrag in der außerschulischen Jugendarbeit
4.4.1 Gesetzliche Grundlagen
4.4.2 Bildungsignoranz in der offenen Kinder- und Jugendarbeit
4.5 Strukturen der offenen Kinder- und Jugendarbeit, als bildungsfördernde Faktoren
5 Kulturelle Bildung als Chance für Kinder und Jugendliche in der heutigen Gesellschaft
5.1 Veränderung der Wissensgesellschaft und auf Grund dessen benötigte Kompetenzen
5.2 Kulturelle Bildung als wirksamer Weg zur Förderung von Schlüsselkompetenzen
5.3 Bedeutung der kulturellen Bildung für die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen
5.4 Kulturelle Teilhabe in Bezug auf die offene Kinder- und Jugendarbeit
5.4.1 Möglichkeiten der kulturellen Teilhabe aus Sicht der Nicht-Kulturnutzer
5.4.2 Umsetzung und Bedeutung für die offene Kinder- und Jugendarbeit
5.5 Kulturpädagogik als Chance für die Jugendarbeit
5.6 Grenzen der kulturellen Bildung in der offenen Kinder- und Jugendarbeit
6 Der Wettbewerb “Annaberg-Buchholz sucht den Superstar“
6.1 Projektvorstellung
6.1.1 Zur Idee
6.1.2 Ziele
6.1.3 Wettbewerb als Angebotsform der Kulturpädagogik
6.2 Prozess
6.2.1 Einstudieren der verschiedenen Kategorien
6.2.1.1 Gesang und Instrumente
6.2.1.2 Artistik und Akrobatik
6.2.1.3 Tanz
6.2.2 “Der Weg zum Ziel ist entscheidend“
6.2.3 Die Aufführung
6.2.4 Leitung während des Prozesses
6.3 Medienkritische Auseinandersetzung mit “Deutschland sucht den Superstar“
6.4 Ergebnis
7 Umsetzung und Weiterführung der kulturellen Bildung in der offenen Kinderund Jugendarbeit
8 Zusammenfassung
Die Diplomarbeit untersucht die Notwendigkeit kultureller Bildung für Kinder und Jugendliche in der heutigen Gesellschaft, mit einem Fokus auf die offene Kinder- und Jugendarbeit. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie kulturelle Angebote zur Förderung von Schlüsselkompetenzen beitragen und wie junge Menschen, insbesondere in bildungsfernen Kontexten, für kulturelle Projekte gewonnen werden können.
1.1 Fragestellung und Abgrenzung des Themenfeldes
Viele Kinder und Jugendliche lassen sich leicht von dem Begriff „Kultur“ abschrecken. In ihren Augen erscheint der Kulturbegriff trocken, langweilig und eher konservativ. Sie denken dabei zu allererst an Hochkultur, wie z. B. Mozart, klassische Konzerte oder einen Museumsbesuch. Im Gegensatz zu den wenigen Jugendlichen, die eine Musikschule besuchen, in einer Theatergruppe aktiv mitwirken oder anderweitig kulturell tätig sind, verbringen viele die meiste Zeit vor dem Fernseher und/oder Computer. Trotz der zahlreich angebotenen kulturellen Veranstaltungen ist das Interesse gering und viele Kinder und Jugendliche finden keinen Bezug dazu. Deshalb möchte ich mich zu Beginn der Arbeit mit der aktuellen Frage beschäftigen, was Kinder und Jugendliche von einem Kulturbesuch abhält bzw. warum sie kein Interesse daran haben, künstlerisch tätig zu sein. Eine Vielzahl an Bevölkerungsumfragen wurde bereits zu diesem Themenschwerpunkt durchgeführt.
In der Politik wird immer wieder betont, wie wichtig die Förderung von kultureller Bildung ist. Bundespräsident Rau sagte in seinem Grußwort zur Eröffnung des Kongresses „Kinder zum Olymp“, dass der frühe Zugang zu Kunst und Kultur unverzichtbar dafür ist, dass Kinder und Jugendliche selbstständige Persönlichkeiten werden (vgl. Rau, 2004, S. 1). Seiner Meinung nach benötigt das Bildungswesen, auf Grund der gesellschaftlichen Veränderungen, eine grundlegende Reform der Inhalte und Strukturen. Er betonte, dass Bildung ganzheitlich verstanden werden soll und dass alle Menschen die Chance haben sollen, Zugang zu Bildung, Kunst und Kultur zu haben. „Kultur und kulturelle Bildung sind keine Luxusgüter, die wir uns leisten können, wenn es uns finanziell gut geht und auf die wir verzichten müssen, wenn die finanziellen Verhältnisse enger werden“ (Rau, 2004, S. 4). Das ist einfach gesagt, denn der Alltag sieht leider tatsächlich so aus, dass sich aufgrund hoher Eintrittspreise Opern-, Musical-, Konzertkarten oder Workshops nicht geleistet werden können. Die vorhandenen Erhebungen zum Kulturpublikum in Deutschland bestätigen dies. Denn nur ca. 5 bis 10 % der Deutschen gehören zu den Stammkulturnutzern, die häufig oder regelmäßig kulturelle Angebote nutzen. Dieses Publikum verfügt mehrheitlich über ein hohes Bildungsniveau und häufig auch über ein überdurchschnittliches Einkommen (vgl. Mandel, 2006, S. 10).
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Distanz vieler Jugendlicher zu traditionellen Kulturbegriffen und definiert die Notwendigkeit, kulturelle Bildung in der offenen Jugendarbeit zu fördern.
2 Derzeitige Situation in Deutschland: Dieses Kapitel analysiert den gesellschaftlichen Wandel und dessen Auswirkungen auf die Lebenssituation von jungen Menschen sowie deren Kulturnutzungsverhalten.
3 Kulturelle Bildung als Kern der Kulturpädagogik: Hier werden theoretische Grundlagen zu den Begriffen Kultur, Bildung, Ästhetik und kulturelle Bildung erarbeitet und geschichtliche Exkurse zur Kulturpädagogik vorgenommen.
4 Offene Kinder- und Jugendarbeit: Das Kapitel definiert Aufgaben und Zielgruppen der offenen Jugendarbeit und betont deren Funktion als nicht-formelle Bildungsinstanz.
5 Kulturelle Bildung als Chance für Kinder und Jugendliche in der heutigen Gesellschaft: Es wird erörtert, wie kulturelle Bildung zur Entwicklung von Schlüsselkompetenzen beitragen und zur Teilhabe an der Gesellschaft befähigen kann.
6 Der Wettbewerb “Annaberg-Buchholz sucht den Superstar“: Anhand dieses Praxisbeispiels wird die konkrete Umsetzung kultureller Bildungsarbeit dargestellt und kritisch reflektiert.
7 Umsetzung und Weiterführung der kulturellen Bildung in der offenen Kinderund Jugendarbeit: Dieses Kapitel zieht ein Fazit zur praktischen Anwendung und gibt Anregungen für die zukünftige Gestaltung kultureller Bildungsangebote.
8 Zusammenfassung: Die Arbeit resümiert die Bedeutung kultureller Bildung als Grundrecht für alle Kinder und Jugendlichen und fordert einen ganzheitlichen Bildungsansatz.
kulturelle Bildung, Kultur, Ästhetik, Bildung, offene Kinder- und Jugendarbeit, Kulturpädagogik, Schlüsselkompetenzen, Persönlichkeitsentwicklung, Lebensweltorientierung, Sozialkompetenz, Selbstbildung, Partizipation, Jugendkultur, Annaberg-Buchholz, Medienpädagogik
Die Diplomarbeit untersucht die Bedeutung und Notwendigkeit der Vermittlung kultureller Bildung speziell für Kinder und Jugendliche im Kontext der offenen Jugendarbeit in Deutschland.
Die Arbeit behandelt die Begriffe Kultur, Bildung und Ästhetik, die Lebenssituation junger Menschen, die Strukturen der offenen Jugendarbeit sowie die Förderung von Schlüsselkompetenzen durch künstlerisch-ästhetische Aktivitäten.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, warum kulturelle Bildung für die Entwicklung junger Menschen essenziell ist und wie diese effektiv in die offene Jugendarbeit integriert werden kann, um insbesondere bildungsferne Jugendliche zu erreichen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und theoretischen Herleitung sowie der Fallstudie eines konkreten Praxisprojekts, inklusive eines Interviews zur Analyse des Wettbewerbs „Annaberg-Buchholz sucht den Superstar“.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die Analyse der Lebenswelt Jugendlicher, die Bedeutung der Strukturen in offenen Einrichtungen sowie die detaillierte Darstellung und Auswertung des Wettbewerbsprojektes.
Wichtige Begriffe sind kulturelle Bildung, offene Kinder- und Jugendarbeit, Kulturpädagogik, Schlüsselkompetenzen, Lebensweltorientierung und die Förderung von Kreativität und Partizipation.
Der Wettbewerb fungiert als niedrigschwelliger Zugang, der Jugendlichen ermöglicht, Talente zu entdecken, Selbstvertrauen durch Lob und öffentliche Anerkennung zu stärken und über einen längeren Prozess Disziplin und Teamfähigkeit zu erlernen.
Die Autorin identifiziert finanzielle Barrieren, mangelndes Vorverständnis, soziale Hemmschwellen, Schwellenängste gegenüber traditionellen Kultureinrichtungen und eine oft fehlende Förderung durch das soziale Umfeld als zentrale Hindernisse.
Die Netzwerkarbeit zwischen offenen Jugendeinrichtungen und anderen kulturellen Akteuren ist entscheidend, um das Kompetenzproblem bei der Vermittlung kultureller Inhalte zu lösen und Ressourcen sowie Räume effizienter zu nutzen.
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