Diplomarbeit, 2003
86 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Begriffsbestimmung
2.1 Marke
2.1.1 Herstellermarke
2.1.1.1 Definition
2.1.1.2 Entstehung
2.1.2 Handelsmarke
2.1.2.1 Definition
2.1.2.2 Entstehung
2.1.3 Abgrenzung
2.2 Zusammenfassung
3 Grundmotive für den Aufbau von Handelsmarken
3.1 Erhöhung der Ertragssituation
3.2 Stärkung der Verhandlungsposition
3.3 Differenzierung des Sortiments und Kundenbindung
3.4 Internationalisierung
3.5 Sortimentsoptimierung
3.6 Zusammenfassung
4 Machtpositionen zwischen Industriemarkenherstellern und Handelsunternehmen
4.1 Gründe für die Produktion von Handelsmarken aus Sicht der Industriemarkenhersteller
4.2 Gründe für die Nichtproduktion von Handelsmarken aus Sicht der Industriemarkenhersteller
4.3 Gradwanderung in der Unternehmensausrichtung der Industriemarkenhersteller
4.4 Beispiele der Unternehmensausrichtung von Industriemarkenherstellern
4.4.1 Kellogg´s
4.4.2 Masterfoods
4.4.3 Nestlé
4.4.4 Dalli-Werke
4.5 Fehler der Industriemarkenhersteller
4.6 Zusammenfassung
5 Der Markt heute
5.1 Deutschland
5.1.1 Warengruppen
5.1.2 Betriebstypen
5.1.3 Markenbindung
5.1.4 Handelsmarkentypen
5.1.5 Euroeinführung
5.1.6 Konjunktur
5.1.7 Handelskonzentration
5.1.8 Probleme bei der Situationsbetrachtung
5.2 International
5.2.1 Situationsanalyse
5.2.2 Handelskonzentration
5.2.3 Preisliche Positionierung
5.2.4 Geschäftsformate
5.2.5 Internationalisierung
5.2.6 Länderspezifische Besonderheiten
5.2.6.1 Großbritannien
5.2.6.2 USA
5.2.6.3 Schweiz
5.2.6.4 Frankreich
5.2.6.5 Weitere europäische Länder
5.3 Zusammenfassung
6 Blick in die Zukunft
6.1 Zunahme der internationalen Handelskonzentration
6.2 Prognosen der Handelsmarkenentwicklung
6.2.1 Planungen der Händler
6.2.2 Marktforschungsinstitute
6.2.2.1 GfK Nürnberg
6.2.2.2 KPMG und EHI Köln
6.2.3 Ausschöpfung des Potenzials von Handelsunternehmen
6.2.4 Hoffnungsschimmer der Konsumgüterindustrie
6.3 Zusammenfassung
7 Gesamtzusammenfassung in Thesen
8 Schlussbetrachtung
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die Entwicklung von Handelsmarken im Vergleich zu Herstellermarken zu untersuchen und die gegenwärtige Marktsituation sowie zukünftige Potenziale insbesondere unter Berücksichtigung internationaler Vergleiche und Trends wie den Discounter-Boom und die zunehmende Handelskonzentration zu durchleuchten.
Machtpositionen zwischen Industriemarkenherstellern und Handelsunternehmen
Die Machtpositionen zwischen Markenartikelherstellern und den Handelsunternehmen haben sich in den vergangenen Jahrzehnten deutlich verschoben. Als Ende der 70er Jahre der Handelsmarken-Boom mit der Einführung der Generics und den nachfolgenden Handelsmarkengenerationen einsetzte, waren die großen Markenartikelhersteller nicht bereit, Handelsmarken zu produzieren. Zu dominant war der Einfluss der Industrieunternehmen, sich auf derartige Risiken einzulassen. Es bestand Einigkeit, dem Handel bei diesem geplanten Schritt nicht mit der eigenen Produktqualität zur Verfügung zu stehen. Dafür sprangen Zweit- und Drittmarkenhersteller ein, die die nötigen Kapazitäten mit brauchbaren Qualitäten produzierten.
Diese Situation änderte sich erstmals in den 80er Jahren durch die von der Industrie aufgebauten und teilweise nicht genutzten Produktionskapazitäten und der Erkenntnis, dass der Handel zu seiner eigenen Wettbewerbsabgrenzung Handelsmarken verstärkt einsetzen wird. Einen endgültigen Sinnenswandel vollzog die Industrie Anfang der 90er Jahre, nachdem klar wurde, dass die im Zuge der Wiedervereinigung aufgebauten Kapazitäten nicht ausgelastet werden konnten.
Zudem nahm die Handelskonzentration in Deutschland stark zu, was die ursprüngliche Machtposition vollends zu Gunsten der Handelsunternehmen kippte.
In der derzeitigen Situation sehen sich die Hersteller den nicht endenden Preis- und Konditionenforderungen des Handels, dem sogenannten „Kampf um Funktionen und Spanne“, ausgeliefert. Allerdings wird der Gestaltungsspielraum in den Jahresgesprächen zunehmend enger, denn einmal gewährte Leistungen sind Verhandlungsbasis für nachfolgende Listungsgespräche mit dem Handel.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die zunehmende strategische Bedeutung von Handelsmarken als Profilierungsinstrument im Handel ein und skizziert den Aufbau sowie die Zielsetzung der Arbeit.
2 Begriffsbestimmung: In diesem Kapitel werden die theoretischen Grundlagen gelegt, indem Begriffe wie Marke, Herstellermarke und Handelsmarke definiert und voneinander abgegrenzt werden.
3 Grundmotive für den Aufbau von Handelsmarken: Das Kapitel erläutert die strategischen Ziele der Handelsunternehmen, wie etwa die Ertragssteigerung, die Stärkung der Verhandlungsmacht und die Sortimentsdifferenzierung.
4 Machtpositionen zwischen Industriemarkenherstellern und Handelsunternehmen: Es wird die Machtverschiebung zugunsten des Handels sowie die Reaktion der Industriemarkenhersteller durch Nischenstrategien oder Kooperationen untersucht.
5 Der Markt heute: Eine detaillierte Analyse der aktuellen Marktsituation in Deutschland sowie ein internationaler Vergleich mit Fokus auf Konzentrationsprozesse und länderspezifische Besonderheiten.
6 Blick in die Zukunft: Dieses Kapitel prognostiziert die weitere Entwicklung der Handelskonzentration und die zunehmende Ausschöpfung von Datenpotenzialen durch Handelsunternehmen.
7 Gesamtzusammenfassung in Thesen: Eine prägnante Zusammenführung der Kernerkenntnisse der Arbeit in Form von Thesen.
8 Schlussbetrachtung: Ein abschließendes Fazit zur zukünftigen Dynamik zwischen Markenartiklern und Handel sowie der Rolle des Verbrauchers.
Handelsmarke, Herstellermarke, Lebensmitteleinzelhandel, Handelskonzentration, Markenbindung, Eigenmarke, Markenartikel, Discounter, Preispositionierung, Sortimentsoptimierung, Scannertechnologie, Pull-Strategie, Kaufverhalten, Konsumgüterindustrie.
Die Arbeit analysiert die Konkurrenzbeziehung zwischen Handelsmarken und Industriemarken auf dem deutschen Markt und untersucht die Machtverschiebungen zwischen Herstellern und Händlern.
Zentrale Themen sind die Definitionen von Markenarten, die Motive für den Handelsmarkenaufbau, die Marktsituation im Einzelhandel sowie die zukünftigen Entwicklungen der Handelskonzentration.
Das Ziel ist es, die aktuelle Marktsituation zu durchleuchten und zu beurteilen, ob sich in Deutschland "englische Verhältnisse" (hohe Eigenmarkenanteile) etablieren könnten.
Es handelt sich um eine theoretische und empirische Literaturarbeit, die auf Marktdaten von Instituten wie A.C. Nielsen, GfK und EHI sowie diverser Fachliteratur basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsbestimmung, die Motive der Handelskonzerne, die Analyse der Machtpositionen, den Status Quo des Marktes sowie Prognosen für die Zukunft.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Handelsmarkenstrategie, Markenbindung, Discounter-Wachstum und Handelskonzentration charakterisiert.
Discounter gelten als maßgebliche Treiber der Handelsmarkenentwicklung, da sie durch ihr Sortiment den Preiswettbewerb verschärfen und den Druck auf Herstellermarken erhöhen.
Hersteller reagieren unterschiedlich: durch Kooperation (Produktion von Handelsmarken), Konzentration auf Kernkompetenzen, aggressive Werbung (Pull-Strategie) oder den Ausbau direkter Vertriebskanäle.
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