Forschungsarbeit, 2003
64 Seiten, Note: nicht benotet
Geowissenschaften / Geographie - Phys. Geogr., Geomorphologie, Umweltforschung
1. EINFÜHRUNG
1.1 AUSGANGSLAGE
1.2 MAßNAHMEN
1.3 FINANZIERUNG DES PROJEKTES
2. DIE BEWOHNERBEFRAGUNG
2.1 METHODIK
2.2 DIE BEFRAGUNGSERGEBNISSE
2.3 FAZIT DER BEWOHNERBEFRAGUNG
3. AUSBLICK
4. LITERATURVERZEICHNIS
5. ANHANG
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Untersuchung der Wirksamkeit eines siedlungsbezogenen Abfallwirtschaftskonzepts in den GEBAG-Wohnanlagen im Duisburger Stadtteil Neumühl, insbesondere im Hinblick auf die Bewohnerzufriedenheit, Sauberkeit und die Bereitschaft zur Abfalltrennung. Die Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie durch gezielte Maßnahmen, wie die Anpassung von Behälterstandorten und eine intensive Abfallberatung, eine Reduzierung der Mietnebenkosten erreicht und das Wohnumfeld nachhaltig verbessert werden kann.
1. Einführung
Mülltrennung ist nach einer langen Entwicklungsphase zu einem „Ritual“ geworden, das von vielen Bürgern ernst genommen und diszipliniert vollzogen wird. Allerdings ist die Abfalltrennung im Bereich von Einfamilienhäusern nicht mit Mülltrennung in Wohnhausanlagen vergleichbar. Die Bewohner im verdichteten Geschosswohnungsbau sind als Mieter, im Gegensatz zu Eigentümern, nicht in der Lage, direkten Einfluss auf ihre Abfallgebühren zu nehmen, da sie keine Änderungen in der Behälterausstattung veranlassen können. Darüber hinaus sind in vielen Fällen selbst bei vorbildlichem abfallwirtschaftlichen Verhalten keine direkten Auswirkungen zu spüren, da die möglichen Einsparungen durch das weiter vorhandene Fehlverhalten anderer Bewohner nicht zum Tragen kommen können.
Die tägliche Praxis zeigt, dass es heute immer noch Anfallstellen gibt, die den Anforderungen einer zeitgemäßen Abfallwirtschaft nicht entsprechen. Gerade in Bereichen der Wohnhausanlagen ist die Problemlage aber häufig am größten. Viele Behälterstandorte auf Grundstücken von Wohnungsgesellschaften sind hinsichtlich ihrer Größe und Ausstattung falsch konzipiert. Hierfür lassen sich historische Gründe anführen z.B. war die Bildung von großen Kosteneinheiten abrechnungstechnisch sowie technisch-gestalterisch einfacher. Aber große Standorte sind wesentlich schlechter in das Wohnumfeld einzubinden und erzwingen durch ihr vergrößertes Einzugsgebiet lange Wege für die Mieter. Wenn zudem verschiedene Abfallbehälter einzeln stehen, werden Mieter, die ihren Abfall trennen, durch doppelte Wege bestraft. Infolgedessen stößt besonders in Wohnhausanlagen die Abfalltrennung aufgrund der Anonymität und des mangelnden Kostenbewusstseins auf eine geringere Akzeptanz.
1. EINFÜHRUNG: Dieses Kapitel thematisiert die Diskrepanz zwischen Abfalltrennung in Einfamilienhäusern und Wohnhausanlagen, analysiert infrastrukturelle Defizite bei Standplätzen und leitet das Konzept für ein siedlungsbezogenes Abfallmanagement ab.
1.1 AUSGANGSLAGE: Es wird das ursprüngliche Missverhältnis zwischen Restmüll und DSD-Beständen in den Neumühler Wohnanlagen beschrieben, welches zu überdurchschnittlich hohen Abfallgebühren führte.
1.2 MAßNAHMEN: Hier werden die umgesetzten Maßnahmen erläutert, darunter die Standplatzoptimierung, die Einführung von Schließsystemen und die kontinuierliche Betreuung durch eine Entsorgungsbetreuerin.
1.3 FINANZIERUNG DES PROJEKTES: Das Kapitel erklärt das Contracting-Modell, bei dem Investitionskosten durch die Einsparung von Nebenkosten refinanziert werden.
2. DIE BEWOHNERBEFRAGUNG: Es wird der Untersuchungsrahmen der quantitativen Teilerhebung erläutert, die zur Evaluierung der Interventionsmaßnahmen durchgeführt wurde.
2.1 METHODIK: Dieser Abschnitt beschreibt die Datenerhebung mittels eines standardisierten Fragebogens bei 200 Bewohnern sowie den Ablauf und die Bedingungen der Befragung.
2.2 DIE BEFRAGUNGSERGEBNISSE: In diesem Teil werden die einzelnen Fragen und Antworten der Umfrage detailliert graphisch dargestellt, ausgewertet und interpretiert.
2.3 FAZIT DER BEWOHNERBEFRAGUNG: Das Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Umfrage zusammen, beleuchtet die Mieterstruktur und bewertet den Erfolg der bisherigen Maßnahmen.
3. AUSBLICK: Es werden potenzielle zukünftige Schritte diskutiert, wie etwa der Einsatz von Blockleadern zur weiteren Verbesserung des Trennverhaltens.
4. LITERATURVERZEICHNIS: Dieses Verzeichnis listet die für die Arbeit herangezogene Fachliteratur und Forschungsberichte auf.
5. ANHANG: Hier ist der verwendete Fragebogen für die Bewohnerbefragung dokumentiert.
Abfallwirtschaft, Neumühl, Bewohnerbefragung, Mülltrennung, Wohnumfeldverbesserung, Abfallcontracting, Entsorgungsinfrastruktur, Mieterzufriedenheit, Abfallvermeidung, Wertstofftrennung, Wohnungsgesellschaft GEBAG, Abfallberatung, Nebenkostenreduktion, Siedlungsökologie, soziale Kontrolle.
Die Arbeit untersucht ein siedlungsbezogenes Abfallwirtschaftskonzept in Duisburg-Neumühl und dessen Auswirkungen auf das Wohnumfeld und die Abfalltrennung der Bewohner.
Im Fokus stehen die Optimierung von Abfallstandorten, die Steigerung der Mülltrennung durch Aufklärung sowie die wirtschaftliche Refinanzierung durch das Einsparen von Nebenkosten.
Das Ziel ist die Erhöhung der Akzeptanz von Mülltrennung und die Verbesserung der Sauberkeit durch ein kooperatives Projekt zwischen Wirtschaftsbetrieben und Wohnungsgesellschaft.
Die Untersuchung basiert auf einer quantitativen, standardisierten Bewohnerbefragung von 200 Personen, ergänzt durch begleitende Beobachtungs- und Analyseansätze.
Der Hauptteil analysiert detailliert die Ausgangslage, die konkreten Interventionsmaßnahmen, die Finanzierung sowie die detaillierten Ergebnisse der Bewohnerbefragung zu verschiedenen Aspekten der Wohnqualität.
Wichtige Begriffe sind Abfallwirtschaft, Wohnumfeldverbesserung, Mülltrennung, Bewohnerbefragung, Abfallcontracting und soziale Struktur.
Die Wohndauer dient der Klassifizierung von Bewohnergruppen, da sich Langzeitbewohner in ihren Ansichten und ihrer Zufriedenheit oft signifikant von neu zugezogenen Mietern unterscheiden.
Zu den genannten Barrieren gehören Wissenslücken, der vermeintliche Aufwand, fehlende Platzverhältnisse oder die Beobachtung, dass andere Bewohner sich ebenfalls nicht an die Trennung halten.
Die Mehrheit der Bewohner sieht die Wohnungsgesellschaft GEBAG als Hauptverantwortliche für die Sauberkeit der Wohnanlage, gefolgt von den Mietern selbst.
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