Diplomarbeit, 2010
115 Seiten, Note: 1,0
A. Einleitung
I. Problemstellung und Zielsetzung
II. Methodische Vorgehensweise
III. Grundlagen und Begriffserklärungen
1. Forschungsstand
2. Definitionen und Werte von LOHAS
a) Lo - Lifestyle of
b) H - Health
c) aS - and Sustainability
d) Megatrend
3. Hotelmarketing
a) Begriffsabgrenzung zum Dienstleistungsmarketing
b) Begriffsabgrenzungen zum Hotel-Marketing
c) Definition Hotellerie
d) Stadthotellerie
4. MICE Segment
a) Definition MICE- Segment
b) Definition Geschäftsreise
B. Rahmenbedingungen von LOHAS in Verbindungen zum MICE-Segment der Stadthotellerie
I. LOHAS - eine Annäherung an die Stadthotellerie
1. Bekanntheitsgrad von LOHAS
2. LOHAS-konforme Dienstleistungen contra Green Wash
3. Politischer Konsum
4. Green Meetings: Eine Dienstleistung für LOHAS
5. Green Meeting Zertifizierungen
II. Das MICE Segment der Stadthotellerie
1. Abgrenzung und Charakterisierung von Nachfragern
2. Die Stadthotellerie als Anbieter
3. CSR als Entscheidungshilfe
4. Trends und Strömungen im MICE-Segment
C. Desk Research
I. Weiterführendes methodisches Vorgehen
II. Ergebnisse des Desk Research
D. Experteninterviews
I. Vorstellung der Experten und Auswertung nach Kernaspekten
1. Stratum GmbH - Richard Häusler
2. Swissôtel Berlin- Christiane Anstoetz
3. Steigenberger Hotel Berlin -Alexandra Füngerlings & Jeanette Kinert
4. Hôtel Concorde Berlin Kurfürstendamm - Jessica Esser
5. Berlin Green Meetings / A5 Marketing - Christian Oblasser
6. SINNREICH BUSINESS - Kerstin Löber
7. Maritim Hotelgesellschaft - Britt Winter
8. Ellington Hotel Berlin - Sarah Rochol
9. Bio-Seehotel Zeulenroda - Stephan Bode
10. First Climate Group - Daniel Hires
11. mitArt Hotel - Christiane Waszkowiak
II. Interpretation und Bewertung
1. Die Relevanz der LOHAS für die Stadthotellerie
2. Die zielgerichtete Ansprache von LOHAS durch die Stadthotellerie
a) Web 2.0
aa) Social Media Networks
ab) Blogs
ac) Word of Mouth Marketing
b) Begeisterung über Erlebnisse
c) Authentizität
d) Green Meetings
e) Corporate Social Responsibility
f) Food
g) Exkurs: Brainfood
h) Die MICE-Agenturen
III. Abschließende Bewertung und Einbindung des Desk Research
E. Zusammenfassung und Schlussfolgerungen
Die Arbeit untersucht, wie LOHAS (Lifestyles of Health and Sustainability) als Zielgruppe im MICE-Segment (Meetings, Incentives, Conferences, Exhibitions) der deutschen Stadthotellerie gezielt angesprochen werden können. Das Ziel ist es, den Status quo der Marktstruktur zu erfassen, geeignete Marketinginstrumente zu bewerten und Strategien abzuleiten, um Vertrauen und Authentizität in der B2C-Beziehung aufzubauen.
a) Lo - Lifestyle of
„Der Lebensstil bezieht sich auf das Konsumverhalten, das die Entscheidung einer Person reflektiert, wofür sie ihre Zeit und ihr Geld verwendet – aber oft auch auf Einstellungen und Werte, die mit diesen Verhaltensweisen verbunden sind.“ Somit können sich die Verbraucher in einer modernen Konsumgesellschaft die Produkte, Dienstleistungen und Aktivitäten, durch die sie sich definieren, frei auswählen und damit Identitätsbildung betreiben. Für Menschen unter modernen Bedingungen in demokratischen Gesellschaften werde Identität nur noch partiell durch Geburt und Stand vorgegeben. Dadurch sei es ihnen schwerer geworden, selbsttätig ein Bewusstsein von sozialer Zugehörigkeit und eine daraus entstandene soziale Identität zu entwickeln. Auf der Suche nach sozialer Identität und Anerkennung werden eben diese Lifestyles als einer von vielen Kontexten der Identitätsbildung gewählt.
A. Einleitung: Diese Einleitung führt in die aktuelle Krisensituation der Hotellerie ein und stellt die Relevanz des LOHAS-Trends für das MICE-Segment dar, während die Forschungsfrage und die Zielsetzungen der Arbeit definiert werden.
B. Rahmenbedingungen von LOHAS in Verbindungen zum MICE-Segment der Stadthotellerie: Dieses Kapitel erörtert die theoretischen Grundlagen der LOHAS-Zielgruppe und beleuchtet die Herausforderungen bei der Umsetzung nachhaltiger Dienstleistungen in der Stadthotellerie.
C. Desk Research: In diesem Kapitel werden bestehende Studien und Literatur zum Thema LOHAS analysiert und auf ihre Übertragbarkeit auf den MICE-Markt geprüft.
D. Experteninterviews: Dieser Hauptteil beinhaltet die Vorstellung und Auswertung von Interviews mit Branchenexperten, um praxisnahe Strategien und Instrumente für die zielgerichtete Ansprache der Zielgruppe zu erarbeiten.
E. Zusammenfassung und Schlussfolgerungen: Das Kapitel schließt die Arbeit ab, indem es die gewonnenen Erkenntnisse synthesiert und Handlungsempfehlungen für die Stadthotellerie ableitet.
LOHAS, Stadthotellerie, MICE-Segment, Nachhaltigkeit, Green Meetings, Corporate Social Responsibility, CSR, Hotelmarketing, Dienstleistungsmarketing, Authentizität, Web 2.0, Lifestyle, Konsumverhalten, Brainfood, Kundenansprache
Die Diplomarbeit untersucht, wie sich die Zielgruppe der LOHAS (Lifestyles of Health and Sustainability) in das MICE-Segment der deutschen Stadthotellerie integrieren lässt und welche Marketingstrategien für diese Gruppe am effektivsten sind.
Die Arbeit fokussiert sich auf die Schnittstellen von nachhaltigem Konsum, moderner Hotelführung, gesellschaftlicher Verantwortung (CSR) und den spezifischen Anforderungen von Geschäftskunden an Tagungsorte.
Ziel ist es, die Marktstruktur für LOHAS in der Stadthotellerie zu analysieren und konkrete Instrumente zu identifizieren, mit denen Hotels eine auf Vertrauen und Authentizität basierende Kundenbeziehung aufbauen können.
Es handelt sich um eine qualitative Forschung. Neben einer umfangreichen Literatur- und Desk-Research-Analyse wurden elf Experteninterviews mit Akteuren aus der Hotellerie und MICE-Agenturen geführt sowie eine quantitative Exkurs-Befragung zum Thema "Brainfood" durchgeführt.
Der Hauptteil analysiert die Rahmenbedingungen für nachhaltiges Handeln, wertet Experteninterviews aus und interpretiert Instrumente wie Social Media, Storytelling, Authentizität und gesundheitsorientierte Verpflegungskonzepte.
Die zentralen Begriffe sind LOHAS, MICE-Segment, Green Meetings, Nachhaltigkeit, CSR und Authentizität.
Das Kano-Modell wird genutzt, um zu erklären, wie durch spezielle, über die Grundanforderungen hinausgehende Angebote (z.B. kreative Erlebnisse) eine überdurchschnittliche Kundenzufriedenheit bei LOHAS erreicht werden kann.
Die Experten sind zwiegespalten: Während das Potenzial als Imagefaktor erkannt wird, kritisieren viele das Fehlen einheitlicher Zertifizierungen und die Gefahr, dass "Green Meetings" lediglich als "Greenwashing" ohne tiefere Substanz wahrgenommen werden könnten.
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