Bachelorarbeit, 2011
99 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Alterssicherung in Deutschland
2.1 Grundgedanke und wesentliche Stationen der gesetzlichen Rentenversicherung
2.2 Demographische Entwicklung in Deutschland
2.2.1 Fertilität
2.2.2 Mortalität
2.2.3 Migration
2.2.4 Altersstruktur
2.3 Alterssicherung in Deutschland unter Anpassungsdruck
2.3.1 Reformbedarf des bestehenden Systems
2.3.2 Entspricht das Umlageverfahren (noch) dem Grundsatz der Generationengerechtigkeit?
2.3.3 Alternativer Wechsel zu einem kapitalgedeckten Rentenversicherungssystem
2.3.4 Mackenroth-Theese
2.4 Lebensstandardsicherung im Alter
2.4.1 Die Lebenszyklushypothese
2.4.2 Die gesetzliche Rentenversicherung – mehr als eine Grundsicherung?
2.4.3 Entstehung von Versorgungslücken
2.5 Der Wandel zum Drei-Schichten-Modell
3. Einflussfaktoren bei der Auswahl von Alters vorsorgeinstrumenten und Erstellung eines Kriterienkatalogs
3.1 Einflussfaktoren
3.2 Erstellung eines Kriterienkataloges
4. Betrachtung der einzelnen Schichten und Bewertung anhand des Kriterienkatalogs
4.1 Erste Schicht: Basisversorgung
4.1.1 Gesetzliche Rentenversicherung
4.1.2 Basisrente
4.1.2.1 Funktionsweise
4.1.2.2 Beurteilung anhand des Kriterienkatalogs
4.2 Zweite Schicht: Zusatzversorgung
4.2.1 Betriebliche Altersvorsorge
4.2.1.1 Funktionsweise
4.2.1.2 Beurteilung anhand des Kriterienkatalogs
4.2.2 Riester-Rente
4.2.2.1 Funktionsweise
4.2.2.2 Beurteilung anhand des Kriterienkatalogs
4.3 Dritte Schicht: Kapitalanlageprodukte
4.3.1 Lebensversicherung
4.3.1.1 Funktionsweise
4.3.1.2 Beurteilung anhand des Kriterienkatalogs
4.3.2 Wertpapiere und Sparkonten
4.3.2.1 Funktionsweise
4.3.2.2 Beurteilung anhand des Kriterienkatalogs
4.3.3 Immobilie
4.3.3.1 Funktionsweise
4.3.3.2 Beurteilung anhand des Kriterienkatalogs
5. Altersvorsorgeempfehlungen für den Einzelnen anhand von fiktiven Fallbeispielen
5.1 Erna Meier
5.2 Thomas Becker
6. Fazit und Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Notwendigkeit eigenverantwortlicher privater Altersvorsorge vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung zu analysieren und gängige Vorsorgeinstrumente anhand eines Kriterienkatalogs auf ihre Eignung zur Lebensstandardsicherung zu beurteilen.
2.1 Grundgedanke und wesentliche Stationen der gesetzlichen Rentenversicherung
Am 22. Juni 1889 wurde unter dem damaligen Reichskanzler Otto von Bismarck das Gesetz über die Invaliditäts- und Altersversicherung verabschiedet. Dieses Datum kann als die Geburtsstunde der gesetzlichen Alterssicherung bezeichnet werden. Jedoch bestehen wesentliche Unterschiede zu dem heutigen Rentenversicherungssystem. Primär diente die Rente als Sicherung bei Arbeitsinvalidität. Das Leistungsniveau der damaligen Alterssicherung kann nicht annähernd mit dem heutigen verglichen werden. Eine regelmäßige Altersrente wurde erst ab dem 70. Lebensjahr gezahlt. Da im Jahr 1910 die durchschnittliche Lebenserwartung von Männern bei 45 Jahren und von Frauen bei 48 Jahren lag, wurde diese nur selten in Anspruch genommen.
Ein konzeptioneller Wechsel wurde mit der Rentenreform von 1957 vollzogen. Die bis dato gezahlte Höhe der Rente wurde als unzulänglich angesehen und trug nicht entscheidend dazu bei, Altersarmut zu vermeiden. Des Weiteren fehlte eine regelmäßige Anpassung an das gestiegene Lohnniveau, stattdessen wurden eher sporadische Leistungserhöhungen durchgeführt. Die gesetzliche Rentenversicherung sollte nicht mehr länger nur einen Zuschuss zur Lebensunterhaltsfinanzierung darstellen, sondern vielmehr als eine Art Lohnersatz dienen. Eine schrittweise Systemumstellung vom theoretisch kapitalgedeckten Rentenmodell auf eine umlagefinanzierte Versicherung wurde durchgeführt.
1. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet den Reformdruck auf das deutsche Rentensystem durch den demographischen Wandel und formuliert die Hypothese, dass zusätzliche Altersvorsorge zur Sicherung des Lebensstandards unerlässlich ist.
2. Alterssicherung in Deutschland: Es werden die Grundlagen der Rentenversicherung, die demographischen Herausforderungen sowie Konzepte zur Lebensstandardsicherung und das Drei-Schichten-Modell diskutiert.
3. Einflussfaktoren bei der Auswahl von Alters vorsorgeinstrumenten und Erstellung eines Kriterienkatalogs: Dieses Kapitel identifiziert Faktoren wie Laufzeit und Inflation und entwickelt einen Kriterienkatalog, um Vorsorgeinstrumente subjektiv vergleichbar zu bewerten.
4. Betrachtung der einzelnen Schichten und Bewertung anhand des Kriterienkatalogs: Die verschiedenen Altersvorsorgeprodukte werden systematisch nach dem Drei-Schichten-Modell analysiert, funktional erklärt und mittels des entwickelten Kriterienkatalogs bewertet.
5. Altersvorsorgeempfehlungen für den Einzelnen anhand von fiktiven Fallbeispielen: Anhand zweier Fallbeispiele wird illustriert, wie eine individuelle Altersvorsorgestrategie in der Praxis gestaltet werden kann.
6. Fazit und Ausblick: Die Arbeit resümiert, dass die gesetzliche Rente allein nicht zur Lebensstandardsicherung ausreicht und die individuelle Altersvorsorge zwingend erforderlich ist.
Altersvorsorge, gesetzliche Rentenversicherung, demographischer Wandel, Drei-Schichten-Modell, Lebensstandardsicherung, Umlageverfahren, Kapitaldeckungsverfahren, Riester-Rente, Basisrente, Kriterienkatalog, private Altersvorsorge, betriebliche Altersvorsorge, Generationenvertrag, Rentenlücke, Rentenniveau.
Die Arbeit befasst sich mit der Darstellung und kritischen Beurteilung von Altersvorsorgemöglichkeiten in Deutschland vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und der damit verbundenen Notwendigkeit, den Lebensstandard im Alter eigenverantwortlich zu sichern.
Die zentralen Themen sind das deutsche Rentenversicherungssystem, die demographische Entwicklung, die Auswirkungen des Alterseinkünftegesetzes, das Drei-Schichten-Modell sowie der Vergleich und die Bewertung verschiedener Altersvorsorgeinstrumente.
Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, dass die gesetzliche Rente allein für die meisten Menschen nicht ausreicht, und durch die Analyse verschiedener Vorsorgeprodukte eine Entscheidungshilfe für eine ergänzende, individuell passende Altersvorsorge zu bieten.
Der Autor verwendet eine Literaturanalyse zur theoretischen Fundierung und entwickelt einen eigenen Kriterienkatalog, um die verschiedenen Altersvorsorgeinstrumente methodisch vergleichbar zu bewerten.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Rentensystems, die Entwicklung eines Kriterienkatalogs, die detaillierte Analyse der einzelnen Schichten (Basisversorgung, Zusatzversorgung, Kapitalanlageprodukte) sowie fiktive Fallbeispiele.
Die wichtigsten Begriffe sind Altersvorsorge, Drei-Schichten-Modell, demographischer Wandel, gesetzliche Rentenversicherung, private und betriebliche Altersvorsorge sowie Rentenlücke.
Es ist ein System zur Differenzierung von Altersvorsorgeprodukten nach Art der staatlichen Förderung und steuerlichen Behandlung, das seit 2005 das frühere Drei-Säulen-Modell abgelöst hat.
Die These verdeutlicht, dass realwirtschaftlich betrachtet der Sozialaufwand immer aus dem laufenden Volkseinkommen gedeckt werden muss, was die Diskussion über die grundsätzliche Gleichwertigkeit von Umlage- und Kapitaldeckungsverfahren in einen neuen Kontext setzt.
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