Masterarbeit, 2011
129 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Problembeschreibung
1.2 Ziele
1.3 Aufbau der Master Thesis
2 Teil I: Theoretische Betrachtungen
2.1 Begriffsdefinitionen
2.1.1 Technische Dokumentation
2.1.2 Der Technische Redakteur
2.1.3 Dienstleistungsunternehmen für die Technische Dokumentation
2.1.4 Was ist ein Dokumentationsprojekt?
2.1.5 Normen, Richtlinien und Gesetze
2.1.6 Die verschiedenen Anleitungsarten
2.2 Der Technische Redakteur als Projektleiter
2.3 Wissen
2.3.1 Prozeduales und deklaratives Wissen
2.3.2 Semantisches und episodisches Wissen
2.3.3 Explizites Wissen
2.3.4 Implizites Wissen
2.3.5 Die vier Formen der Wissensumwandlung
2.3.6 Könnerschaft
2.3.7 Narratives Wissen
2.3.8 Individuelles Wissen
2.3.9 Kollektives Wissen
2.3.10 Organisationales Wissen
2.3.11 Erfahrungswissen
2.4 Transferierbarkeit des Wissens
2.4.1 Transfer
2.4.2 Wissenstransfer
2.5 Barrieren beim Wissenstransfer
2.5.1 Wissensstrukturelle Barrieren
2.5.2 Intrapersonelle Barrieren
2.5.3 Interpersonelle Barrieren
2.5.4 Organisationelle Barrieren
2.6 Wissensmanagement - Methoden und Instrumente
2.6.1 Sempai-Kohai
2.6.2 Coaching
2.6.3 Mentoring
2.6.4 Transaktives Wissenssystem
2.6.5 Interessen Cluster-Prinzip
2.6.6 Push- and Pull-Prinzip
2.6.7 Tiefeninterview
2.6.8 Critical Incident Technique
2.6.9 Erfahrungsgeschichte
2.7 Fazit aus den theoretischen Betrachtungen
3 Teil II: Empirische Untersuchungen
3.1 Forschungsfragen und Hypothesen
3.2 Methodische Vorgehensweise
3.2.1 Potenzielle Methoden
3.2.2 Angewandte Methode
3.2.3 Untersuchungsdesign
3.3 Durchführung der Untersuchung
3.3.1 Entwicklung der Interviewfragen und Fragebögen
3.3.2 Eruieren geeigneter Interviewpartner
3.3.3 Durchführen der Experteninterviews
3.3.4 Distribution und Akkumulation der Fragebögen
3.3.5 Kodierung der Interviewfragen und Fragebögen
3.3.6 Dokumentation der Interviewfragen und Fragebögen
3.4 Statistische Auswertung der quantitativen Ergebnisse
3.4.1 Kategorie A
3.4.2 Kategorie B
3.4.3 Kategorie C
3.5 Inhaltsanalyse der qualitativen Antworten
3.5.1 Kategorie A
3.5.2 Kategorie B
3.5.3 Kategorie C
3.6 Überprüfung der aufgestellten Hypothesen
3.7 Fazit aus den empirischen Untersuchungen
4 Folgerungen
4.1 Organisatorische Probleme
4.2 Persönliche Einflüsse auf den Wissenstransfer
4.3 Empfehlungen
4.3.1 Erkennen von Misserfolgspotenzial
4.3.2 Risikomanagement
4.3.3 Erwartungshaltung
4.3.4 Projektdefinition (Musterseite)
4.3.5 Projektorganisation (Musterseite)
4.3.6 Regelung des Informationsflusses
4.3.7 Projektübergabe-Protokoll mit Einarbeitungsplan (Musterseite)
4.4 Mehrdimensionale Checkliste (Auszug)
4.5 Ausblick und Grenzen der Studie
5 Zusammenfassung
5.1 Konklusion
Die Master Thesis verfolgt das Ziel, das implizite Wissen eines Technischen Redakteurs in seiner Funktion als Projektleiter bei der Übergabe von Dokumentationsprojekten zu erfassen und für Nachfolger nutzbar zu machen, um den Wissenstransfer zu optimieren und Projektrisiken zu minimieren.
1.1 Problembeschreibung
In einem Dienstleistungsunternehmen für die Technische Dokumentation wird seit Monaten an einer umfangreichen Betriebsanleitung für eine komplette Rohrschweißanlage gearbeitet. Der Projektleiter des Teams ist ein langjähriger und erfahrener Mitarbeiter auf diesem Gebiet und verfügt über wertvolles Wissen. Dieser Mitarbeiter wird das Unternehmen in drei Monaten verlassen. Auf die Frage, wie nachher wichtige Dokumentationsprojekte weiterlaufen und Kontakte in der Firma für den Nachfolger erhalten bleiben, ist meistens eine Antwort dieser Art zu hören: „Ja, wir haben das geplant und dafür eine Übergabeliste mit wichtigen Aufgaben gemacht. Diese wird momentan vervollständigt. Einen Monat vor der Projektübergabe werden wir sie dann durchgehen.“
Die Person mit Schlüsselwissen ist weg und der Nachfolger hat sich zwei Monate lang eingearbeitet. Bei einem Gespräch zwischen Projektmanagement und dem Nachfolger zeigt sich dann die Realität: Letzterer habe das Gefühl, dass die Einarbeitung schlecht geplant sei, die Liste der Aufgaben wäre veraltet und unvollständig, er habe Arbeiten gemacht, die eigentlich schon von seinem Vorgänger erledigt waren. Und überhaupt sei es nicht sonderlich motivierend, keinen Überblick zu haben und von anderen an dem Projekt beteiligten Mitarbeitern den Spruch zu hören: „… ja, das hat dein Vorgänger auch schon versucht.“
Wissen ist wichtiges Kapital, sowohl für den Technischen Redakteur als auch für Dienstleistungsunternehmen. Die gelebte Praxis bedeutet meistens den Verlust dieses Kapitals durch ungenügende Vorbereitung.
1 Einleitung: Beschreibt die Problemstellung bei der Übergabe von Dokumentationsprojekten durch den Verlust von Erfahrungswissen sowie die Ziele und den strukturellen Aufbau der Thesis.
2 Teil I: Theoretische Betrachtungen: Definiert grundlegende Begriffe der Technischen Dokumentation, des Wissensmanagements und der verschiedenen Wissensformen, um eine theoretische Basis für die Untersuchung zu schaffen.
3 Teil II: Empirische Untersuchungen: Dokumentiert die methodische Vorgehensweise und Durchführung der Experteninterviews und Fragebögen zur Analyse der Wissensübergabe in der Praxis.
4 Folgerungen: Leitet aus den empirischen Ergebnissen konkrete Empfehlungen und Instrumente, wie Checklisten und Protokolle, zur Verbesserung des Wissenstransfers ab.
5 Zusammenfassung: Bietet einen komprimierten Rückblick auf die theoretischen und empirischen Kernpunkte sowie eine abschließende Konklusion.
Technische Dokumentation, Wissensmanagement, Wissenstransfer, Projektübergabe, Projektleiter, Technischer Redakteur, Implizites Wissen, Erfahrungswissen, Wissensumwandlung, Externalisierung, Mentoring, Dokumentationsprojekt, Risikomanagement, Betriebsanleitung, Prozessoptimierung
Die Arbeit untersucht, wie das meist implizite Erfahrungswissen von Projektleitern bei der Übergabe von Technischen Dokumentationsprojekten in Dienstleistungsunternehmen systematisch erfasst und an Nachfolger übergeben werden kann.
Zentrale Themen sind Wissensmanagement, Wissenstransfer, die Rolle des Technischen Redakteurs als Projektleiter, die Analyse von Transferbarrieren und die Entwicklung von Instrumenten zur Wissenssicherung.
Das primäre Ziel ist die Externalisierung von Erfahrungswissen, um dieses von der Person des Projektleiters abzulösen und für Nachfolger verständlich und nachvollziehbar zu machen.
Die Studie kombiniert eine qualitative Analyse (halbstandardisierte Experteninterviews) mit einer quantitativen Untersuchung (standardisierte Fragebögen) bei acht Projektleitern.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen des Wissensmanagements und eine empirische Untersuchung, bei der bestehende Prozesse und Barrieren bei Projektübergaben analysiert und bewertet werden.
Wichtige Begriffe sind insbesondere "Implizites Wissen", "Projektübergabe", "Wissensmanagement-Methoden" (z.B. Mentoring, Critical Incident Technique) und "Dokumentationsprojekte".
Oft mangelt es an einer frühzeitigen Planung, einer unzureichenden Definition von Prozessen und einer bewussten Vorbereitung, wobei auch zwischenmenschliche Barrieren und Zeitdruck eine entscheidende Rolle spielen.
Die Sozialkompetenz des Projektleiters ist entscheidend für den Wissenstransfer; ein kooperativer Führungsstil und gepflegte soziale Kontakte begünstigen eine reibungslose Übergabe und Verständigung.
Dienstleister sollten frühzeitig Wissen konservieren, klare Prozessstandards für Übergaben definieren und Methoden wie Mentoring oder strukturierte Dokumentation (z.B. Pflichtenhefte) etablieren, um Wissensverlust zu verhindern.
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