Bachelorarbeit, 2011
45 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Begriffliche Abgrenzung
3. Entwicklung eines Analyseschemas
3.1 Portfolios zur Kategorisierung des Versorgungsrisikos
3.1.1 Das Einkaufsportfolio nach Kraljic
3.1.2 Die Einkaufsmatrix nach Müller
3.1.3 Das Versorgungsstörungen-Anfälligkeits-Portfolio
3.1.4 Das Versorgungsrisiko-ABC-Portfolio nach Westermann
3.2 Entwicklung eines eigenen Portfolios
3.2.1 Vorgehensweise bei der Entwicklung
3.2.2 Erläuterung der Dimensionenwahl
4. Betrachtung zweier Konzepte zum Risikomanagement
4.1 Business Continuity Management
4.1.1 Einsatzbereiche des BCM
4.1.2 Ablauf einer BCM-Einführung
4.1.3 Konkrete Handlungsanweisungen des BCM
4.2 Supply Chain Risk Management
4.2.1 Phasen der SCRM-Einführung
4.2.2 Konkrete Handlungsanweisungen des SCRM
4.3 Risikopolitische Einordnung der Konzeptionen
4.4 Ökonomische Betrachtung
5. Fazit
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, Maßnahmen zur Erhöhung der Versorgungssicherheit in Supply Chains zu identifizieren, systematisch in ein neu zu entwickelndes Portfolio einzuordnen und unter besonderer Berücksichtigung ökonomischer Aspekte zu bewerten. Die Forschungsfrage untersucht dabei, wie Unternehmen und Supply-Chain-Netzwerke durch verschiedene Risikomanagement-Ansätze ihre Widerstandsfähigkeit stärken und gleichzeitig ökonomisch sinnvoll agieren können.
3.1.1 Das Einkaufsportfolio nach Kraljic
Kraljic stellte Mitte der 1970er als einer der Ersten die zunehmende Dynamik der Beschaffungsmärkte, die durch einen anwachsenden Fremdbezugsanteil, eine steigende Bedeutung der Beschaffungskosten sowie dem Fehlen eines passenden Instrumentes zur Bewertung von Beschaffungsrisiken gekennzeichnet war, fest. Ziel seiner Überlegungen war die Entwicklung von Einkaufsstrategien, welche möglichst risikofrei die langfristige Versorgung des beschaffenden Unternehmens sicherstellen sollten. Zentraler Ansatzpunkt seiner Arbeit war die Gegenüberstellung der Stärke des Lieferanten und der Stärke des Abnehmers, um daraus Strategien abzuleiten, Chancen zu nutzen sowie Risiken zu vermeiden, die sich aus den bestehenden Machtverhältnissen ergaben.
Ausgehend von der gesamten Beschaffungsmenge eines Unternehmens werden die strategisch wichtigsten Einsatzgüter nach den Faktoren Gewinneinfluss sowie Beschaffungsrisiko herausgefiltert. Als nächstes wird die Situation für die strategisch bedeutsamsten Güter auf dem Beschaffungsmarkt sowie die Macht der einzelnen Lieferanten und des beschaffenden Unternehmens auf diesem Markt anhand von jeweils zehn Beurteilungskriterien systematisch analysiert. Im dritten Schritt wird aus den gewonnenen Daten ein Neun-Felder-Portfolio generiert. Hierfür werden die einzelnen Beschaffungsobjekte in die Dimensionsausprägungen „schwache“, „mittelstarke“ und „starke“ Lieferanten- und Abnehmermacht eingeordnet. Nach der jeweiligen Position in der Matrix wird den Gütern eine von drei strategischen Stoßrichtungen zugeordnet. Diese strategischen Ausrichtungen werden im vierten Schritt in Standard- bzw. Normstrategien überführt. Im fünften Schritt werden für die Standardstrategien entsprechende Aktions- sowie Eventualpläne entwickelt, um die Strategie in der Realität umsetzen zu können.
1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die zunehmende Internationalisierung der Wertschöpfung und die damit einhergehende Verwundbarkeit von Supply Chains, die eine systematische Betrachtung der Versorgungssicherheit erforderlich macht.
2. Begriffliche Abgrenzung: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Supply Chain, Supply Chain Management, Versorgungssicherheit und Risiko, um ein einheitliches Verständnis für die nachfolgenden Analysen zu schaffen.
3. Entwicklung eines Analyseschemas: Es erfolgt die Darstellung und Bewertung bestehender Portfolio-Ansätze, gefolgt von der Herleitung eines eigenen zweidimensionalen Portfolios zur Klassifizierung von Risikomanagement-Maßnahmen.
4. Betrachtung zweier Konzepte zum Risikomanagement: Dieses Kapitel analysiert detailliert die Ansätze Business Continuity Management und Supply Chain Risk Management sowie deren ökonomische und risikopolitische Einordnung.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer aktiven, an der Risikohaltung des Unternehmens orientierten Risikopolitik zur effizienten Sicherung der Versorgung.
Versorgungssicherheit, Supply Chain, Risikomanagement, Business Continuity Management, BCM, Supply Chain Risk Management, SCRM, Beschaffungsrisiko, Portfolioanalyse, Risikopolitik, ökonomische Aspekte, Resilienz, Lieferantenmanagement, Wertschöpfungskette, Notfallplanung.
Die Bachelorarbeit behandelt Methoden und Strategien zur Erhöhung der Versorgungssicherheit in komplexen Supply Chains unter besonderer Berücksichtigung ökonomischer Kriterien.
Die zentralen Themen sind das Risikomanagement in Lieferketten, die methodische Einordnung von Notfallstrategien in Portfolios sowie der Vergleich zwischen einzelunternehmensbezogenen und unternehmensübergreifenden Risikomanagement-Konzepten.
Das Ziel ist das Aufzeigen und Einordnen von Maßnahmen zur Versorgungssicherung, um Unternehmen bei der risikogerechten Gestaltung ihrer Supply Chain zu unterstützen.
Die Arbeit basiert primär auf einer systematischen Literaturrecherche und der darauf aufbauenden Entwicklung eines eigenen Analyse-Portfolios.
Der Hauptteil gliedert sich in die kritische Würdigung bestehender Portfolio-Ansätze, die Entwicklung eines eigenen Schemas sowie die detaillierte Analyse von BCM und SCRM inklusive konkreter Handlungsempfehlungen.
Versorgungssicherheit, Supply Chain Risk Management, Business Continuity Management, Risikomanagement, Portfolio-Strategien und ökonomische Risikobewertung.
Die Arbeit betont, dass Maßnahmen zur Versorgungssicherheit nicht isoliert, sondern stets im Hinblick auf ein positives Aufwand-Nutzen-Verhältnis und die jeweilige Risikohaltung des Unternehmens bewertet werden müssen.
Der Autor differenziert zwischen BCM als fokussiertem Instrument für die Notfallplanung einzelner Unternehmen und SCRM als kooperativem, netzwerkweitem Ansatz zur Bewältigung komplexer Lieferkettenrisiken.
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