Examensarbeit, 2011
166 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Die Eliteschulen des Sports
2.1 Die geschichtliche Entwicklung der Verbundsysteme
2.2 Das Konzept der Eliteschulen des Sports
2.2.1 Der Hintergrund der Eliteschulen des Sports
2.2.2 Das Internat als Teilaspekt eines Verbundsystems
2.3 Das spezifische Konzept der Sportschulen Halle
2.4 Kapitelzusammenfassung
3 Forschungsstand der Doppelbelastung von Schule und Leistungssport
3.1 Die Doppelbelastung der Schüler von Schule und Leistungssport
3.1.1 Die Doppelbelastung von Schule und Leistungssport
3.1.2 Aspekte der Institution Schule
3.1.3 Gesichtspunkte sportlicher Anstrengungen
3.2 Die Bewältigung der Doppelbelastung durch Unterstützungsleistungen
3.2.1 Begriffsklärung
3.2.2 Soziale Unterstützung durch die Schule
3.2.3 Soziale Unterstützung durch das Internat
3.2.4 Soziale Unterstützung durch den Sport
3.2.5 Soziale Unterstützung durch die Eltern
3.2.6 Soziale Unterstützung durch die Freunde
3.3 Auswirkungen der Doppelbelastung und Unterstützung
3.4 Kapitelzusammenfassung
4 Die Studie
4.1 Konzeptueller Rahmen
4.1.1 Zielsetzungen und Inhalt der Studie
4.1.2 Methodologie und Erhebungsverfahren
4.2 Rekrutierung der Stichprobe
4.3 Die Unterbringung der Leistungssportler
4.4 Erkenntnisse zur Belastung der Schüler
4.4.1 Schulische Anforderungen
4.4.2 Sportliche Anstrengungen
4.4.3 Aspekte der Doppelbelastung
4.5 Aussagen zur Freizeit der Schüler
4.6 Einschätzung der Bewältigung der Doppelbelastung
4.6.1 Unterstützung durch die Schule
4.6.2 Unterstützung durch das Internat
4.6.3 Unterstützung durch den Verein
4.6.4 Unterstützung durch die Eltern
4.6.5 Unterstützung durch die Freunde
4.7 Kapitelzusammenfassung
5 Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht, wie Schüler an Eliteschulen des Sports die Doppelbelastung von Schule und Leistungssport bewältigen und welche Rolle dabei soziale Unterstützungsleistungen durch verschiedene Instanzen wie Schule, Internat, Trainer, Eltern und Freunde spielen.
Die Doppelbelastung der Schüler von Schule und Leistungssport
Der Olympiasieger im Zehnkampf von 1988 in Seoul Christian Schenk sagte in einem Interview mit der TAZ (Kletterer, 2003, 26. August):
„Die Bereitschaft der Athleten, sich mit „Haut und Haaren“ dem Sport zu widmen und „30 – 40 Stunden pro Woche zu trainieren“ sei keineswegs mehr gegeben. Vielmehr scheue der Nachwuchs das Risiko, alles auf die Karte „Sport“ zu setzen, und zwar aus gutem Grund – nämlich, „weil die jungen Leute sich mit anderen Sorgen herumplagen müssen, mit Schule, Studium und solchen Dingen für das Leben danach eben“
Diese Aussage spiegelt ein Problem des Leistungssports der heutigen Zeit wider. Schüler, die eine Sportschule besuchen, sind täglich einer hohen Belastung von sportlichen und schulischen Anforderungen ausgesetzt. Es gilt sowohl der Schule als auch dem Leistungssport genügend Beachtung zu schenken und kein Ziel aus den Augen zu verlieren. In diesem Kapitel sollen Begriffe geklärt, die Literatur zur Doppelbelastung genannt, Aspekte der Schule und Gesichtspunkte sportlicher Anstrengungen beschrieben, Unterstützungsleistungen zur Bewältigung dokumentiert und die Auswirkungen der Doppelbelastung erläutert werden.
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz von Verbundsystemen zwischen Leistungssport und Schule ein und definiert die Forschungsfrage bezüglich der Bewältigung der Doppelbelastung.
2 Die Eliteschulen des Sports: Dieses Kapitel behandelt die historische Entwicklung von Verbundsystemen und erläutert das spezifische Konzept der Sportschulen Halle.
3 Forschungsstand der Doppelbelastung von Schule und Leistungssport: Es werden der theoretische Hintergrund der Doppelbelastung sowie verschiedene Quellen sozialer Unterstützung zur Belastungsbewältigung analysiert.
4 Die Studie: Das Kapitel beschreibt die Methodik und die Ergebnisse der Untersuchung an den Sportschulen Halle hinsichtlich der Belastungssituation und der Wirksamkeit der Unterstützungsleistungen.
5 Schlussbetrachtung: Die Arbeit fasst zusammen, dass jeder jugendliche Leistungssportler über ein soziales Unterstützungsnetzwerk verfügt, wobei Eltern und Freunde die tragendste Rolle einnehmen.
Doppelbelastung, Leistungssport, Schule, Eliteschulen des Sports, soziale Unterstützung, Verbundsysteme, Bewältigung, Stress, Zeitmanagement, Sportinternat, Trainer-Athlet-Beziehung, Elternrolle, Freundschaft, Persönlichkeitsentwicklung, Jugend
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Situation von Schülern an Eliteschulen des Sports und der Frage, wie sie die Doppelbelastung aus schulischen Anforderungen und intensivem Leistungssport bewältigen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse von Verbundsystemen, der Definition und dem Erleben von Doppelbelastung sowie der Bedeutung sozialer Unterstützungsressourcen (Eltern, Schule, Trainer, Freunde).
Das Ziel ist es, das subjektive Empfinden der Schüler hinsichtlich ihrer Belastung zu erfassen und zu untersuchen, inwieweit soziale Unterstützungsleistungen zur erfolgreichen Bewältigung dieser Situation beitragen.
Der Autor führt eine quantitative Befragung mittels Fragebögen durch, die durch eine qualitative Ergänzungsstudie in Form von Leitfadeninterviews mit ausgewählten Schülern fundiert wurde.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung des Forschungsstandes, die methodische Darstellung der Studie sowie die Analyse der Belastungssituation und der Wirksamkeit der jeweiligen Unterstützungsinstanzen.
Zentrale Begriffe sind Doppelbelastung, soziale Unterstützung, Leistungsidentität, Sportinternat und die Rolle der Eltern und Trainer als Bezugspersonen.
Das Internat gilt als eine Kerninstitution des Verbundsystems, die kurze Wege ermöglichen soll, jedoch auch Einfluss auf die soziale Integration und das subjektive Wohlbefinden der Athleten hat.
Die Einschätzung ist ambivalent: Während Trainer als Experten für den sportlichen Erfolg geschätzt werden, kritisieren viele Schüler fehlende soziale Kompetenzen und mangelndes Verständnis für schulische Belastungen.
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