Diplomarbeit, 2003
62 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Ausgangssituation
1.2 Ziel und Aufbau der Arbeit
2 Outsourcing der Wertpapierabwicklung
2.1 Grundlegende Begriffsdefinitionen
2.1.1 Outsourcing
2.1.2 WP-Abwicklung
2.2 Argumente für das Outsourcing der Wertpapierabwicklung
2.2.1 Unsichtbarkeit der Dienstleistung
2.2.2 Hohe Fixkosten
2.2.3 Skaleneffekte
2.2.4 Verbundeffekte
2.2.5 Erfahrungseffekte
2.2.6 Konzentration auf Kernkompetenzen
2.3 Hindernisse zwischenbetrieblicher Wertpapierabwicklung
2.3.1 Abhängigkeit vom Insourcer
2.3.2 Steigende Kosten
2.3.3 Datensicherheit und Datenschutz
2.4 Gesetzliche Rahmenbedingungen
2.4.1 Aufsichtsorgane
2.4.2 § 25a Abs. 2 KWG
2.4.3 Weitere gesetzliche Regelungen und Richtlinien
2.4.3.1 Gesetzliche Regelungen
2.4.3.2 Verhaltensregeln für Wertpapierdienstleistungsunternehmen
3 Umsetzung des Outsourcing der Wertpapierabwicklung
3.1 Festlegung des Geschäftsmodells
3.2 Zusammenarbeit mit externen Beratern
3.2.1 Unternehmensanalyse
3.2.1.1 Handelsbuchinstitut
3.2.1.2 Depot A vs. Depot B
3.2.1.3 Prozesse, Bereiche und Systeme
3.2.2 Marktanalyse
3.2.2.1 Marktmodelle
3.2.2.2 Handelssysteme
3.2.2.2.1 Börslicher Handel
3.2.2.2.2 Außerbörslicher Handel
3.2.2.2.3 Fondshandel
3.2.2.2.4 Überblick
3.2.2.3 Dienstleister
3.3 Partnersuche
3.3.1 Beratung durch externe Know-how-Träger
3.3.2 Vertragsabschluß
3.4 Praxisbeispiel Patagon
3.4.1 Projekt
3.4.2 Strategie
3.4.3 Schnittstellen und Systeme
4 Optimales Outsourcing-Modell der WP-Abwicklung
5 Schlußwort
6 Quellen- und Literaturverzeichnis
Diese Arbeit untersucht aus theoretischer Sicht ein optimales Outsourcing-Modell der Wertpapierabwicklung für eine Direktbank, um in einem wettbewerbsintensiven Marktumfeld ein überlebensfähiges und effizientes Geschäftsmodell zu etablieren. Dabei wird analysiert, wie Banken durch die Auslagerung peripherer Back-Office-Prozesse ihre Kosten-Leistungs-Verhältnisse verbessern und sich gleichzeitig auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren können, ohne die Kundenbeziehung zu gefährden.
Unsichtbarkeit der Dienstleistung
Unabhängig davon, ob ein Gut oder eine Dienstleistung erworben wird, für den Kunden ist i. d. R. lediglich die ‚Spitze des Eisbergs’ sichtbar. Für gewöhnlich ist es für ihn auch kaum von Interesse, was sich hinter den Kulissen abspielt und wie sich ein Institut organisiert, um die angebotene Dienstleistung zu erbringen. Während bei den gewöhnlichen, faßbaren Gütern ein direkter zuverlässiger Vergleich jederzeit möglich ist, läßt sich der Bankkunde eher von der kollektiven Einschätzung des Anbieters (auch: Reputation) leiten, was eine Kooperation im FE, also einem für den Kunden wahrnehmbaren Bereich, wesentlich erschwert bzw. gefährdet.
Um so größer sind somit die Möglichkeiten der Institute, ihren gesamten ‚unsichtbaren’ BE-Bereich, insbesondere auch die WP-Abwicklung, ohne Beeinträchtigung der Kundenbeziehung zu gestalten.
1 Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die Notwendigkeit von strukturellen Anpassungen im Bankensektor aufgrund von Globalisierung und steigendem Kostendruck und definiert das Ziel, ein optimales Outsourcing-Modell für die Wertpapierabwicklung zu entwickeln.
2 Outsourcing der Wertpapierabwicklung: Dieses Kapitel erläutert grundlegende Begriffe, diskutiert ökonomische Argumente wie Fixkostendegression und Skaleneffekte sowie Hindernisse wie Datensicherheit und rechtliche Anforderungen durch die BAFin.
3 Umsetzung des Outsourcing der Wertpapierabwicklung: Hier erfolgt die operative Planung mit der Festlegung von Geschäftsmodellen, der Durchführung von Unternehmens- und Marktanalysen sowie der Identifikation geeigneter Dienstleister, illustriert durch das Praxisbeispiel Patagon.
4 Optimales Outsourcing-Modell der WP-Abwicklung: Auf Basis der vorangegangenen Analysen wird ein theoretisches Modell abgeleitet, das spezifische Empfehlungen für den Aufbau der Wertschöpfungskette und die Kooperation mit Dienstleistern gibt.
5 Schlußwort: Das Fazit fasst die Herausforderungen zusammen und prognostiziert eine zunehmende Polarisierung des Marktes sowie die Vorteile für Institute, die frühzeitig auf konsolidierte Abwicklungsstrukturen setzen.
6 Quellen- und Literaturverzeichnis: Umfassende Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur, Gesetze und Online-Ressourcen.
Outsourcing, Wertpapierabwicklung, Direktbank, Back-Office, BAFin, Fixkosten, Skaleneffekte, Transaktionskosten, Outsourcer, Insourcer, IT-Systeme, Handelsbuchinstitut, Depotgeschäft, Finanzdienstleistung, Wertschöpfungskette.
Die Arbeit analysiert, wie eine Direktbank die Wertpapierabwicklung durch Outsourcing-Strategien effizienter gestalten kann, um wettbewerbsfähig zu bleiben und die Kostenstruktur zu optimieren.
Die zentralen Themen sind Outsourcing-Argumente (wie Fixkostendegression und Spezialisierung), die gesetzlichen Rahmenbedingungen für Finanzdienstleister in Deutschland sowie die praktische Umsetzung durch Markt- und Unternehmensanalysen.
Das primäre Ziel ist die Erarbeitung eines aus theoretischer Sicht optimalen Outsourcing-Modells der Wertpapierabwicklung für eine Direktbank, unter Berücksichtigung von Kosten- und Qualitätsaspekten.
Es wird eine explorative Untersuchung durchgeführt, die theoretische Grundlagen des Outsourcings mit einer Unternehmens- und Marktanalyse verknüpft und durch ein konkretes Praxisbeispiel validiert wird.
Der Hauptteil befasst sich mit den ökonomischen Argumenten für das Outsourcing, den Anforderungen der Bankenaufsicht (BAFin), der technischen Gestaltung von IT-Schnittstellen und der Auswahl von Kooperationspartnern für den Wertpapier-Full-Service.
Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Outsourcing, Wertpapierabwicklung, Direktbank, Fixkosten, BAFin, Skaleneffekte und Kernkompetenzen charakterisiert.
Die BAFin stellt als Aufsichtsbehörde strenge organisatorische Anforderungen (§ 25a KWG) an Institute, die Tätigkeiten auslagern, um die Ordnungsmäßigkeit des Geschäftsbetriebs und die Kontrollmöglichkeiten der Geschäftsleitung sicherzustellen.
Das Praxisbeispiel Patagon illustriert, wie eine Direktbank durch die konsequente Auslagerung von IT- und Back-Office-Prozessen an spezialisierte Transaktionsbanken ein wettbewerbsfähiges Modell aufbauen kann, verdeutlicht jedoch auch die kulturellen Herausforderungen bei einer solchen Transformation.
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