Diplomarbeit, 2011
73 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Theoretischer Rahmen
3. Entwicklung des Drogenkrieges
3.1. Anstieg des Konsums und der Produktion von Drogen
3.2. Drogenpolitische Maßnahmen in der Andenregion
3.2.1. Air Bridge Denial Program
3.2.2. Plan Colombia
3.2.3. Andean Regional Initiative
3.3. Fazit
4. Ursachen für das Scheitern der Drogenpolitik der USA
4.1. Starre drogenpolitische Ausrichtung
4.1.1. Konzentration auf das Angebot
4.1.2. Vernachlässigung der Nachfrage
4.1.3. Fazit
4.2. Methoden der Angebotsbekämpfung
4.2.1. Militarisierung und Militärtechnik
4.2.2. Vernichtung der Drogenproduktion
4.2.3. Die Flexibilität der Drogenindustrie als Folge
4.2.4. Fazit
4.3. Unilateralismus der USA
4.3.1. Regionale Kooperation
4.3.2. Internationale Kooperation
4.3.3. Zertifizierungspolitik
4.3.4. Fazit
4.4. Missachtung externer Faktoren
4.4.1. Schwache Staaten
4.4.2. Rentabilität der Drogenindustrie
4.4.3. Die Legalisierungsdebatte
4.4.4. Fazit
5. Schluss
Die vorliegende Arbeit untersucht die Gründe für das Scheitern der US-amerikanischen Drogenpolitik in der Andenregion und analysiert, warum die stark militärisch und angebotsorientiert ausgerichtete Strategie trotz jahrzehntelanger Umsetzung keinen nachhaltigen Erfolg verzeichnen konnte.
4.2.3. Die Flexibilität der Drogenindustrie als Folge
Die Flexibilität der Drogenindustrie kann mit Hilfe des Balloneffekts beschrieben werden, den Richard L. Millet sinnbildlich beschreibt: „When the balloon is squeezed at one end, it simply tends to bulge out at the other.“ Übertragen auf die Drogenindustrie in der Andenregion bedeutet dies, dass sowohl Anbau als auch Schmuggel von Drogen durch die angebotsorientierte Drogenpolitik zwar punktuell reduziert werden können, diese jedoch in anderen Gebieten zeitnah wieder aufkeimen. Dem Leser näher zu bringen, wie der Balloneffekt die Situation in der Andenregion maßgeblich beeinflusst und welche Bereiche er umfasst, ist Ziel dieses Abschnittes. Cornelius Friesendorf fasst die Faktoren zusammen, die den Balloneffekt hervorrufen, und bringt sie mit der US-amerikanischen Drogenpolitik in Zusammenhang.
1. Einleitung: Vorstellung der Problemstellung, wonach die jahrzehntelange, angebotsorientierte Drogenpolitik der USA in der Andenregion trotz massiver finanzieller Mittel gescheitert ist.
2. Theoretischer Rahmen: Kategorisierung der Drogenpolitik in drei Denkschulen (liberal, konservativ, kritisch) sowie Einteilung der Maßnahmen in vier staatliche Aktionsbereiche.
3. Entwicklung des Drogenkrieges: Überblick über die statistische Zunahme von Kokainkonsum und -produktion seit den 80er Jahren und die Einführung der "Andenstrategie" durch die USA.
4. Ursachen für das Scheitern der Drogenpolitik der USA: Detaillierte Analyse der Gründe, unterteilt in die starre Ausrichtung auf das Angebot, die Unilateralität der US-Interventionen und die Vernachlässigung externer Faktoren wie staatlicher Schwäche und ökonomischer Rentabilität.
5. Schluss: Zusammenführung der Ergebnisse, die eine Abkehr von der repressiven Interventionspolitik hin zu einem ganzheitlichen, nachfrageorientierten Ansatz fordert.
War on Drugs, Andenregion, Drogenpolitik, Angebotsbekämpfung, Plan Colombia, Andean Regional Initiative, Balloneffekt, Kokainproduktion, Unilateralismus, Zertifizierungspolitik, Schwache Staaten, Drogenindustrie, Legalisierungsdebatte, US-Intervention, Drogenkonsum
Die Arbeit analysiert kritisch das Scheitern der US-amerikanischen Drogenbekämpfung (War on Drugs) in der Andenregion und beleuchtet die strukturellen Mängel dieser Strategie.
Die Untersuchung umfasst die angebotsorientierte Drogenpolitik, die Rolle der USA als hegemonialer Akteur, die Dynamik der Drogenindustrie sowie die sozioökonomischen Bedingungen in den Andenstaaten.
Das Ziel ist es, nachzuweisen, dass der einseitige, militärisch-repressive Fokus der USA die Drogenproblematik nicht lösen konnte, sondern teilweise sogar verschärft hat.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Auswertung statistischer Daten sowie offizieller Berichte zur Entwicklung des Drogenhandels und der US-Interventionspolitik.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der starren politischen Ausrichtung, die spezifischen Methoden der Angebotsbekämpfung, den Unilateralismus der USA und die externen Faktoren, die den Erfolg der Maßnahmen untergraben.
Zu den prägenden Begriffen gehören insbesondere der "Balloneffekt", die "Angebotsbekämpfung" und die "Zertifizierungspolitik" der USA.
Weil Maßnahmen in einem Gebiet lediglich zu einer Verlagerung der Drogenproduktion in andere, ungeschützte Regionen führen, anstatt den Anbau insgesamt dauerhaft zu reduzieren.
Sie dient als politisches Druckmittel, um Andenstaaten zur Kooperation mit US-Vorgaben zu zwingen, untergräbt jedoch durch ihren zwanghaften Charakter die diplomatischen Beziehungen und eine echte regionale Zusammenarbeit.
Die hohen Gewinnmargen machen den Drogenhandel extrem attraktiv, sodass kleinbäuerliche Produzenten und bewaffnete Gruppen kaum Anreize haben, auf legale, weniger profitable Alternativen umzusteigen.
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