Fachbuch, 2011
43 Seiten
1. Vorwort
2. Stabdolche als Zeichen der Götter
2.1 Die nordische frühe Bronzezeit von etwa 1800 bis 1500 v. Chr.
3. Anmerkungen
4. Literatur
5. Bildquellen
6. Der Autor Ernst Probst
7. Bücher von Ernst Probst
Die vorliegende Arbeit gibt einen fundierten Einblick in die nordische frühe Bronzezeit in Mecklenburg-Vorpommern (ca. 1800–1500 v. Chr.), indem sie die materielle Kultur, Handelsbeziehungen und religiösen Praktiken der dort ansässigen Ackerbauern, Viehzüchter und Bronzegießer untersucht.
Stabdolche als Zeichen der Götter
Als in Mittel- und Süddeutschland bereits frühbronzezeitliche Kulturen heimisch waren, verharrten in Mecklenburg-Vorpommern noch Bevölkerungsgruppen auf dem technischen Niveau der Jungsteinzeit. Der Fortschritt setzte sich dort erst später durch als in südlicheren Gebieten. So war es im Norden auch schon mit Ackerbau und Viehzucht geschehen, die als Kennzeichen der Jungsteinzeit gelten und dort mit großer Verzögerung eingeführt wurden.
Ähnlich erging es in Mecklenburg-Vorpommern dem neuen Metall Bronze, weshalb dort die frühe Bronzezeit einige Jahrhunderte später als in Mittel- und Süddeutschland einsetzte. Da im Norden auch das Eisen zunächst kaum Beachtung fand, währte dort die Bronzezeit länger als im Süden und die Eisenzeit begann dementsprechend merklich später.
In Mecklenburg-Vorpommern gilt die Gliederung der Bronzezeit in sechs Perioden. Diesem Schema zufolge entspricht dort die frühe Bronzezeit der Periode I, die nach heutiger Kenntnis etwa von 1800 bis 1500 v. Chr. dauerte. Jener Abschnitt wird auch als nordische frühe Bronzezeit oder als frühe Bronzezeit des Nordischen Kreises bezeichnet. Der von dem schwedischen Prähistoriker Oscar Montelius (1843–1921) stammende Begriff »Nordischer Kreis« beruht auf der eigenständigen Entwicklung nördlicher Regionen Europas.
Vorwort: Einleitende Worte zum Fokus der Arbeit auf die nordische frühe Bronzezeit in Mecklenburg-Vorpommern sowie Danksagung an unterstützende Wissenschaftler.
Stabdolche als Zeichen der Götter: Untersuchung der chronologischen Einordnung, der materiellen Funde wie Waffen und Schmuck sowie der kulturellen und religiösen Bedeutung dieser Epoche.
Anmerkungen: Ergänzende historische Daten zu den Fundorten und der Entdeckung der verschiedenen Depots.
Literatur: Zusammenstellung der wissenschaftlichen Quellen zur mecklenburgischen Bronzezeit.
Bildquellen: Nachweis der verwendeten Fotografien, Zeichnungen und Karten.
Der Autor Ernst Probst: Kurzbiografie des Autors und Einblick in seinen Werdegang als Journalist und Wissenschaftsautor.
Bücher von Ernst Probst: Bibliografisches Verzeichnis der Werke des Autors zu ur- und frühgeschichtlichen Themen.
Nordische Bronzezeit, Mecklenburg-Vorpommern, Stabdolche, Oscar Montelius, Bronzezeit, Archäologie, Tauschhandel, Aunjetitzer Kultur, Depots, Weihegaben, Frühbronzezeit, Siedlungsgeschichte, Metallurgie.
Das Buch behandelt die kulturelle Entwicklung in Mecklenburg-Vorpommern während der nordischen frühen Bronzezeit zwischen 1800 und 1500 v. Chr.
Im Zentrum stehen die archäologische Einordnung der Zeit, materielle Hinterlassenschaften wie Schmuck und Waffen sowie soziale und wirtschaftliche Aspekte wie Handel und Religion.
Ziel ist es, die spezifischen Lebensbedingungen und den technologischen Stand der Bevölkerung in der nordischen Region zu dokumentieren und in den größeren europäischen Kontext der Bronzezeit einzuordnen.
Der Autor stützt sich auf die typologische Analyse von Fundstücken sowie auf historische Chronologieschemata, insbesondere die von Oscar Montelius entwickelte Periodisierung.
Der Hauptteil analysiert die materielle Kultur, darunter Werkzeuge, Keramik, Waffen und Schmuckstücke, sowie deren Bedeutung als Handelsgut und kultische Weihegaben.
Wichtige Begriffe sind Nordische Bronzezeit, Stabdolche, Aunjetitzer Kultur, Depotfunde und Metallurgie.
Der Begriff wurde von Oscar Montelius geprägt und beschreibt die eigenständige kulturelle Entwicklung der nördlichen Regionen Europas während der Bronzezeit.
Stabdolche werden als Prunkwaffen oder Zeremonialgeräte interpretiert, die vermutlich im Rahmen kultischer Prozessionen als Machtsymbole dienten.
Bestattungen, wie sie in Blengow oder Twietfort belegt sind, zeigen den Schutz der Leichen durch Feldsteinpackungen und die Beigabe von Feuersteindolchen als Grabbeigaben.
Durch Tauschhandel mit benachbarten Kulturen, wie der Aunjetitzer Kultur, konnten die Menschen im Norden Metallerzeugnisse wie Beile, Dolche und Schmuck beziehen.
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