Bachelorarbeit, 2009
85 Seiten
Geowissenschaften / Geographie - Meteorologie, Aeronomie, Klimatologie
1 Einleitung
2 Stand der Forschung
3 Untersuchungsgebiet
3.1 Räumliche Abgrenzung
3.2 Klima
3.2.1 Globale atmosphärische Zirkulation
3.2.2 Winde
3.2.3 Breitenlage
3.2.4 Kontinentalität
3.2.5 Relief und Höhenlage
3.2.6 Oberfläche und Bedeckung
3.2.7 Luftdruck
3.2.8 ITCZ
3.2.9 Ozeanische Einflüsse
3.2.10 Weitere Einflüsse
3.3 Eigenschaften der Temperatur
3.4 Eigenschaften des Niederschlages
3.5 Kurze Charakterisierung der Wüstenstaaten
3.5.1 Arabische Republik (Ägypten):
3.5.2 Libyen
3.5.3 Maghreb
3.6 Messnetz
4 Methoden
4.1 Verwendete Datensätze
4.1.1 GPCC
4.1.2 NASA
4.1.3 NOA
4.1.4 GTZ
4.2 Statistische Auswertung
5 Ergebnisse/Interpretation
5.1 Temperatur
5.1.1 NASA
5.1.2 Monthly Climatic Data for the World
5.1.3 GTZ-Station Béni-Abbès
5.1.4 Extreme Temperaturwerte
5.1.5 Variabilität
5.2 Niederschlag
5.2.1 NOAA
5.2.3 GPCC
5.2.4 GTZ
5.2.5 Variabilität
5.2.6 Extremereignisse
6 Interpretation
6.1 Fehler
6.2 Auswertung der Temperaturergebnisse
6.3 Auswertung der Niederschlagsergebnisse
6.3.1 ENSO
6.3.2 Trends und Extremwerte
6.3.3 SST
6.3.4 NAO
6.3.5 Änderung der atmosphärischen Zirkulation
6.3.6 Vergleich mit anderen Forschungsergebnissen
7 Diskussion
8 Fazit
Die Arbeit analysiert Schwankungen und Trends der thermischen und hygrischen Klimaparameter im hyperariden Nordafrika im Zeitraum von 1950 bis 2009. Das primäre Ziel ist es, Temperatur- und Niederschlagstrends zu identifizieren und deren Variabilität sowie den Einfluss extremer Wetterereignisse unter Berücksichtigung großräumiger Ursache-Wirkungs-Mechanismen aufzuklären.
3.4 Eigenschaften des Niederschlages
„Of all the elements of the physical environment of the Middle East and North Africa, none is more important than the annual rainfall” (DEWDNEY 1994).
Es gibt drei Arten von Niederschlag. Zum einen gibt es den zyklonischen, welcher an Fronten ausgelöst wird. Zum anderen gibt es den orographischen, der an Gebirgsbarrieren fällt, und den konvektiven Niederschlag. Letzterer wird durch die aufsteigenden Luftmassen über einer erwärmten Landoberfläche hervorgerufen. Alle drei tragen in Nordafrika zum Gesamtniederschlag bei, wobei der zyklonische und orographische Niederschlag den größten Teil ausmachen.
Niederschlag hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab: dem Breitengrad, der Höhe, der Exposition zu den vorherrschenden Winden, der Distanz zur Hauptfeuchtequelle und der Lage zur Laufbahn der Depressionen. Daher ist dies ein komplexes System (DEWDNEY 1994).
In der Sahara liegt der jährliche Niederschlag unterhalb von 25 mm, in weiten Gebieten sogar unter 5 mm. Dieser Wert liegt noch deutlich unter dem aus Kapitel 3.1. Ursache dafür ist u.a. die sehr trockene Luft, welche ein hohes Sättigungsdefizit, sowie eine geringe relative Feuchte aufweist. Das bedeutet jedoch nicht, dass der Wasserdampfgehalt zwingend niedrig sein muss, denn durch die hohen Temperaturen kann viel Wasserdampf gehalten werden. Dieser reicht allerdings nicht aus, um eine Sättigung zu erreichen. Wäre die Temperatur niedriger, würde eine Sättigung bei gleichem Wasserdampfgehalt bereits eintreten, sodass es zum Niederschlag käme.
1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz der Klimaforschung in Wüstengebieten ein und definiert das Untersuchungsziel, Klimatrends im hyperariden Nordafrika zu untersuchen.
2 Stand der Forschung: Es wird ein Überblick über bisherige Klimaanalysen in Nordafrika gegeben, wobei die Herausforderungen der Datenlage und der Klimavariabilität diskutiert werden.
3 Untersuchungsgebiet: Dieses Kapitel charakterisiert die physisch-geographischen und klimatischen Rahmenbedingungen, insbesondere die Faktoren, die das hyperaride Klima der Sahara bestimmen.
4 Methoden: Es erfolgt die Vorstellung der verwendeten Datensätze (GPCC, NASA, NOA, GTZ) und der angewandten statistischen Analyseverfahren.
5 Ergebnisse/Interpretation: Die gewonnenen Daten zu Temperatur und Niederschlag werden tabellarisch und grafisch aufbereitet und erste Trends sowie Variabilitäten abgeleitet.
6 Interpretation: Die Ergebnisse werden in einen größeren Kontext gesetzt und mit Zirkulationsmechanismen wie ENSO, NAO und der atmosphärischen Zirkulation in Verbindung gebracht.
7 Diskussion: Eine kritische Auseinandersetzung mit der Datenqualität, den gewählten statistischen Verfahren und den Unsicherheiten bei der Trendanalyse.
8 Fazit: Die Arbeit fasst zusammen, dass ein Temperaturanstieg feststellbar ist, während beim Niederschlag eher eine hohe Variabilität und das Auftreten von Extremereignissen charakteristisch sind.
Sahara, Nordafrika, Klimawandel, Temperaturtrend, Niederschlagsvariabilität, Aridität, ENSO, NAO, ITCZ, Extremereignisse, Klimatologie, Wüstenklima, statistische Datenauswertung, Béni-Abbès, Desertifikation.
Die Arbeit untersucht die klimatischen Veränderungen in Nordafrika, speziell die Trends und Schwankungen von Temperatur und Niederschlag in den letzten Jahrzehnten.
Im Mittelpunkt stehen die Klimavariabilität in der hyperariden Sahara, der Einfluss atmosphärischer Zirkulationsmuster und die Auswirkungen auf ökologische sowie agrarische Systeme.
Das Ziel ist die Identifizierung von Temperatur- und Niederschlagstrends sowie die Analyse der Schwankungsintensität in den letzten 60 Jahren unter Einbeziehung verschiedener meteorologischer Datenquellen.
Es wurde eine quantitative statistische Auswertung verschiedener Klimadatensätze (NASA, GPCC, NOAA, GTZ) durchgeführt, inklusive der Berechnung von Mittelwerten, Standardabweichungen und Regressionsanalysen.
Der Hauptteil umfasst die detaillierte Darstellung der klimatischen Gegebenheiten, die methodische Vorgehensweise, die deskriptive Ergebnisanalyse und die interpretative Einordnung der Daten in großräumige Zirkulationssysteme.
Die wichtigsten Begriffe sind Sahara, Klimavariabilität, Temperaturanstieg, Extremereignisse und hyperarides Klima.
Das Messnetz ist räumlich lückenhaft und die Datenaufzeichnung begann relativ spät, was eine präzise Trendanalyse in bestimmten Regionen der zentralen Sahara erschwert.
Béni-Abbès dient als lokaler Schwerpunkt der Fallstudie, um die klimatischen Entwicklungen an einer konkreten Messstation im hyperariden Bereich detailliert zu untersuchen.
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