Bachelorarbeit, 2011
34 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Kompetenzförderung in deuten Schulen
3. Kompetenzentwicklung im Unterrichtsfach Lebensgestaltung-Ethik-Religionskunde
a) Moral und moralische Kompetenz
b) Nutzung kooperativer Lernformen zur Ausbildung moralischer Kompetenz
c) Fazit
4. Zusammenfassung und Ausblick
5. Bibliografie
Die vorliegende Arbeit untersucht die Frage, wie kooperatives Lernen im Fach Lebensgestaltung-Ethik-Religionskunde (LER) gestaltet werden muss, um die Ausbildung moralischer Kompetenz bei Schülern wirksam zu ermöglichen und zu fördern.
b) Die Nutzung kooperativer Lernformen zur Ausbildung moralischer Kompetenz
Laut dem Rahmenlehrplan LER der Sekundarstufe I für das Land Brandenburg, wird vorrangig in der E-Dimension die Ausbildung, der für die Entwicklung einer moralischen Kompetenz relevanten Fähigkeiten, angestrebt. Dabei steht vor allem die ethische Urteilskompetenz mit ihren Teilkompetenzen Wahrnehmen – Bewerten – Schlussfolgern im Mittelpunkt. Ebenso beschreibt E.-M. Kenngott in ihrem Aufsatz, diese als eines der zentralen Elemente zur Ausbildung moralischer Kompetenz im LER-Unterricht. Zusätzlich zählen die Formulierungen zur allgemeinen Lebensgestaltungskompetenz die Elemente wahrnehmen, beurteilen und schlussfolgern, unter Einbeziehung der Fähigkeiten zur Perspektivenübernahme und Reflexion der eignen Werte, auf. Eine direkte Inszenierung moralischer Handlungen wird nicht angesprochen. Im folgenden Abschnitt soll deshalb untersucht werden, wie kooperative Lernformen zur Förderung einer Moralitäts- und Moralkompetenz sowie ethischer Urteilskompetenz, unter Berücksichtigung der relevanten Fähigkeiten, beitragen können.
Ebenso wie die Kompetenzförderung durch Schule und Unterricht, scheinen kooperative Lernformen umgangssprachlich „ein alter Hut“ zu sein. Partner- und Gruppenarbeit hielten bereits vor einigen Jahren Einzug in die Klassenzimmer. Kooperative Lernformen unterscheiden sich jedoch in essentiellen Punkten vom traditionellen Verständnis der Arbeit zu zweit oder in Gruppen. Sie versuchen die Nachteile, welche oft zu Ablehnung dieser Sozialform führen, aufzuheben. Dass kooperative Lernformen vor allem soziale Kompetenzen fördern, scheinen viele nicht mehr in Frage zu stellen. Forschungsergebnisse von Slavin haben außerdem gezeigt, dass kooperatives Lernen positive Auswirkungen auf eine Vielzahl menschlicher Eigenschaften, sozialer Beziehungen sowie Einstellungen gegenüber der Schule haben.
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Notwendigkeit einer Reform des Unterrichts hin zur Kompetenzorientierung und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der Gestaltung kooperativer Lernformen für die moralische Kompetenzentwicklung.
2. Kompetenzförderung in deuten Schulen: Dieses Kapitel definiert den Kompetenzbegriff im schulischen Kontext und erläutert die Einführung nationaler Bildungsstandards sowie die damit verbundenen Anforderungen an den Lehrkörper.
3. Kompetenzentwicklung im Unterrichtsfach Lebensgestaltung-Ethik-Religionskunde: Hier werden die spezifischen Ziele des Faches LER, insbesondere die E-Dimension (ethisch-moralisches Denken), sowie verschiedene Konzepte der Moralpädagogik und deren Umsetzung durch kooperative Lernformen beleuchtet.
4. Zusammenfassung und Ausblick: Der Abschnitt rekapituliert die zentralen Erkenntnisse und formuliert Forderungen an die zukünftige Gestaltung von Bildungsstandards und die Lehramtsausbildung.
5. Bibliografie: Dieses Verzeichnis listet sämtliche herangezogene Monographien, Aufsätze und Quellen auf, die der Arbeit als wissenschaftliche Grundlage dienten.
Kompetenzentwicklung, moralische Kompetenz, kooperatives Lernen, LER-Unterricht, ethische Urteilskompetenz, Lebensgestaltungskompetenz, Bildungsstandards, Moralentwicklung, Diskurs, soziale Fähigkeiten, Methodenkompetenz, Wertebildung, Kompetenzorientierung, Schule, Unterrichtsentwicklung.
Die Arbeit befasst sich mit der Modernisierung des Unterrichts, speziell im Fach Lebensgestaltung-Ethik-Religionskunde, und der Frage, wie durch kooperative Lernformen die moralische Kompetenz von Schülern gezielt gefördert werden kann.
Zu den zentralen Themen gehören die Theorie der Kompetenzförderung, die inhaltliche Ausrichtung des Faches LER, Konzepte der moralischen Entwicklung sowie die methodische Umsetzung kooperativer Lernformen im Unterricht.
Das Ziel ist es, Kriterien und Methoden zu identifizieren, durch die kooperative Lernformen im LER-Unterricht so gestaltet werden können, dass sie nachweislich zur Ausbildung moralischer Urteilskompetenz beitragen.
Die Autorin stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse sowie die Auswertung von Rahmenlehrplänen und pädagogischen Fachbeiträgen zur Theorie der Schule und Moralpädagogik.
Der Hauptteil analysiert den Kompetenzbegriff, die Einordnung moralischer Kompetenz in das Fach LER und die Prinzipien kooperativen Lernens, illustriert durch konkrete Unterrichtsmethoden wie Fish-Bowl oder das Kleingruppen-Projekt.
Wesentliche Begriffe sind Kompetenzentwicklung, kooperatives Lernen, moralische Urteilskompetenz, Lebensgestaltungskompetenz und ethische Reflexion.
Kooperatives Lernen zeichnet sich durch sechs spezifische Prinzipien aus, darunter positive Interdependenz, individuelle Verantwortung, Face-to-Face-Interaktion und die Reflexion von Gruppenprozessen, die über bloße Partnerarbeit hinausgehen.
Die E-Dimension (ethisch-moralische Dimension) ist laut Rahmenlehrplan der zentrale Bereich, der explizit das Denken, Argumentieren und Urteilen fördert und somit den primären Ansatzpunkt für die moralische Kompetenzbildung darstellt.
Methoden, die nur auf Wissensabfrage basieren, greifen zu kurz, da die moralische Kompetenzentwicklung einen aktiven Diskurs, die Auseinandersetzung mit Werten und das Einnehmen verschiedener Perspektiven erfordert.
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