Fachbuch, 2011
58 Seiten
Vorwort
Die Alpen werden besiedelt
Die Straubinger Kultur von etwa 2300 bis 1800/1600 v. Chr.
Der Autor Ernst Probst
Bücher von Ernst Probst
Dieses Werk bietet einen fundierten Einblick in die Straubinger Kultur in Österreich, die etwa von 2300 bis 1800/1600 v. Chr. existierte. Ziel ist es, ein umfassendes Bild der damaligen Lebensweise zu zeichnen, indem archäologische Befunde zu Siedlungen, Handwerk, Handel und Bestattungsriten analysiert werden, um die soziokulturelle Entwicklung dieser frühbronzezeitlichen Gesellschaft in den Alpenregionen nachzuvollziehen.
Die Straubinger Kultur
Die Menschen im westlichen Österreich gingen auch in der Frühbronzezeit andere Wege als ihre Zeitgenossen im Ostteil des Landes. Damit wiederholte sich, was schon in der Jungsteinzeit häufig der Fall gewesen war: Der Westen hatte mehr Gemeinsamkeiten mit Süddeutschland als mit dem östlichen Österreich und deswegen breitete sich dort eine andere Kultur aus als im Osten.
Oberösterreich, das Land Salzburg und der Raum von Kufstein in Nordtirol gehörten nach Ansicht mancher Autoren von etwa 2300 bis 1800/1600 v. Chr. zum Einflussbereich der Straubinger Kultur. Diese war damals vor allem in Südbayern heimisch, und ist von dem deutschen Prähistoriker Paul Reinecke (1872–1958) nach dem südbayerischen Fundort Straubing bezeichnet worden.
Nach der 1977 von der Zürcher Prähistorikerin Margerita Primas vorgetragenen Ansicht gehören die archäologischen Funde aus der frühen Bronzezeit in Oberösterreich – wie Linz-Sankt Peter, Haid, Hörsching – zur Gruppe Linz. Dieser Begriff fand jedoch in der Fachwelt nicht allgemein Anklang.
Die frühbronzezeitlichen Funde aus der Gegend von Kufstein in Nordtirol werden von manchen Autoren einer Inneralpinen Bronzezeit-Kultur mit Einflüssen der Straubinger Kultur zugerechnet. Von einer Inneralpinen Bronzezeit-Kultur spricht man auch im schweizerischen Kanton Graubünden.
Vorwort: Einleitende Informationen zum zeitlichen und räumlichen Kontext der Straubinger Kultur sowie eine Würdigung der wissenschaftlichen Unterstützung.
Die Alpen werden besiedelt: Erörterung der kulturellen Ausbreitung, der Bedeutung der Kupfergewinnung und der Lebensweise der Menschen in ihren Siedlungen, inklusive Einblicken in Wirtschaft, Handwerk und Bestattungssitten.
Der Autor Ernst Probst: Ein kurzer biografischer Abriss des Autors mit Fokus auf seine wissenschaftliche Publikationstätigkeit.
Bücher von Ernst Probst: Eine Auflistung der zahlreichen von Ernst Probst verfassten Werke zu Themen der Ur- und Frühgeschichte sowie Biografien.
Straubinger Kultur, Frühbronzezeit, Kupferbergbau, Alpenraum, Siedlungsarchäologie, Bestattungsriten, Metallhandwerk, Österreichische Urgeschichte, Fundstätte Linz-Sankt Peter, Tischoferhöhle, Archäozoologie, Bronzezeitliche Keramik, Kupferhandel, Prähistorische Lebensweise, Siedlungsreste.
Das Buch untersucht die Straubinger Kultur in Teilen Österreichs während der Frühbronzezeit und beschreibt deren Siedlungsweisen, Wirtschaft und Bestattungsbräuche.
Zentrale Themen sind die frühbronzezeitliche Metallurgie, insbesondere der Kupferbergbau im Alpenraum, die Architektur der Siedlungen sowie der Alltag der Menschen jener Epoche.
Das primäre Ziel ist die wissenschaftliche Dokumentation der Straubinger Kultur, um ein besseres Verständnis über die kulturellen Verbindungen und die Lebensumstände in der Region von 2300 bis 1600 v. Chr. zu ermöglichen.
Der Autor stützt sich auf archäologische Fundberichte, metallurgische Analysen und archäozoologische Untersuchungen, um die historische Einordnung der Straubinger Kultur zu belegen.
Im Hauptteil werden Siedlungsformen, die Anatomie der Bevölkerung, ihre Ernährung, der Bergbau, das Töpferhandwerk und die Bestattungssitten detailliert analysiert.
Begriffe wie Straubinger Kultur, Kupferbergbau, Frühbronzezeit, Siedlungswesen und archäologische Funde beschreiben den Inhalt am treffendsten.
Die Tischoferhöhle lieferte neben Siedlungsresten und Handwerkszeug auch Hinweise auf eine Gießereiwerkstatt und diente zudem als Bestattungsplatz, was einen Einblick in verschiedene Aspekte des Lebens ermöglicht.
Der Kupferbergbau, etwa im Raum Mühlbach-Bischofshofen, war eine wirtschaftliche Basis, die den Metallhandwerkern Rohstoffe für Werkzeuge, Waffen und Schmuck lieferte und den Handel förderte.
Es gab klare Regeln für die Ausrichtung der Leichen, wobei Hockerbestattungen dominierten, oft mit Beigaben wie Tongefäßen und Schmuck, was auf einen Glauben an ein Jenseits hindeutet.
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