Masterarbeit, 2011
153 Seiten, Note: 1,0
Einleitung
Teil 1 – Entwicklungstheoretische Grundlagen
1. Begriffsdefinition
1.1 Entwicklung
1.2 Wachstum
2. Entwicklungstheorien
2.1 Neoklassische Entwicklungstheorie
2.2 Strukturalistische Entwicklungstheorie
2.3 Neomarxistische Entwicklungstheorie
2.4 Aktueller Forschungsstand
3. Wachstumstheorien
3.1 Historische Entwicklung
3.2 Postkeynesianische Wachstumstheorie
3.3 Neoklassische Wachstumstheorie
3.4 Endogene Wachstumstheorie
3.5 Aktueller Forschungsstand
4. Wachstumshemmnisse – Armut und Unterentwicklung
4.1 Armut als entwicklungspolitisches Schlüsselproblem
4.2 Symptome der Unterentwicklung
4.3 Ursachen von Unterentwicklung
4.3.1 Endogenen Faktoren
4.3.2 Exogene Faktoren
4.3.3 Strukturelle Ursachen
5. Ausgewählte Entwicklungsstrategien
5.1 Entwicklungspolitische Zielsetzungen
5.2 Ausgewählte Strategieansätze
5.2.1 Wachstumsorientierte Entwicklungsstrategien
5.2.2 Abkopplungsstrategien
5.2.3 Grundbedürfnisstrategie
5.2.4 Nachhaltige Entwicklung
5.2.5 Aktuelle Ansätze
6. Subsahara-Afrika – Regionale Besonderheiten und Ressourcen
6.1 Regionale Besonderheiten
6.1.1 Geografie und Klima
6.1.2 Konflikte
6.2 Analyse ausgewählter Wachstumspotenziale
6.2.1 Ressourcen
6.2.2 Infrastruktur
6.2.3 Institutionelle Rahmenbedingungen
Teil 2 – Länderanalyse
7. Wirtschaftstruktur und wirtschaftliche Situation
7.1 Burkina Faso
7.1.1 Wirtschaftliche Entwicklung
7.1.2 Entwicklungsstrategien
7.1.3 Zwischenergebnis und Ausblick
7.2 Benin
7.2.1 Wirtschaftliche Entwicklung
7.2.2 Entwicklungsstrategien
7.2.3 Zwischenergebnis und Ausblick
7.3 Nigeria
7.3.1 Wirtschaftliche Entwicklung
7.3.2 Entwicklungsstrategien
7.3.3 Zwischenergebnis und Ausblick
8. Fazit
Diese Arbeit untersucht die Ursachen der wirtschaftlichen Rückständigkeit in Subsahara-Afrika und analysiert den Einfluss ausgewählter Wachstums- und Entwicklungsstrategien auf die wirtschaftliche Entwicklung einzelner Staaten, um die Relevanz spezifischer Wachstumspotenziale zu bewerten.
1.1 Entwicklung
Der Entwicklungsbegriff ist nicht einheitlich definiert. Trotzdem wird er heute in vielfacher Hinsicht verwendet, obwohl es weder unter Experten noch in der interessierten Öffentlichkeit Konsens über dessen eigentliche Bedeutung gibt. Unstrittig ist, dass es sich dabei um einen Querschnittsbegriff handelt, der für gewöhnlich im Sinne von Wohlstandssteigerung und industriellem Wachstum verstanden werden kann. (Brunner et al. 2004: 201).
Im entwicklungstheoretischen Kontext bezieht sich der Entwicklungsbegriff nicht nur auf ökonomische Aspekte, sondern gilt gleichermaßen für gesellschaftliche und staatliche Strukturen bis hin zum einzelnen Individuum (Menzel 2010: 11). Bereits hier wird die Schwierigkeit einer eindeutigen Definition deutlich, die sich angesichts unterschiedlicher Betrachtungsebenen und Akteure zwangsläufig ergeben muss.
Einen umfassenden Erklärungsansatz liefern NOHLEN und NUSCHELER. Sie definieren Entwicklung als Cluster-Begriff, dessen konstitutive Eigenschaften nicht verbindlich festgelegt werden können. Stattdessen sehen sie die Definition eines von raumzeitlichen Bedingungen und Erfahrungen abhängigen Kernbestandes von Eigenschaften, deren zusammenhängende Betrachtung die Bedeutung des Entwicklungsbegriffs ergibt (Nohlen; Nuscheler 1992: 56). Das von ihnen ursprünglich zu diesem Zweck entwickelte „Magische Fünfeck der Entwicklung“ betrachtet die Zusammenhänge zwischen den Elementen: Wachstum, Arbeit, Gerechtigkeit, Partizipation und Unabhängigkeit. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Bedeutung des Klimaschutzes wurde das Modell später um die Zieldimension „ökologische Nachhaltigkeit“ ergänzt (Klingebiel; Messner 2004).
1. Begriffsdefinition: Erläutert und grenzt die zentralen Begriffe Entwicklung und Wachstum im Kontext der entwicklungstheoretischen Debatte ab.
2. Entwicklungstheorien: Dient der exemplarischen Darstellung neoklassischer, strukturalistischer und neomarxistischer entwicklungstheoretischer Ansätze.
3. Wachstumstheorien: Untersucht verschiedene Ansätze der Wachstumstheorie, um Erklärungen für langfristige Entwicklungstrends zu finden.
4. Wachstumshemmnisse – Armut und Unterentwicklung: Behandelt den Armutsbegriff sowie Kennzeichen und Ursachen von Unterentwicklung aus endogener, exogener und struktureller Sicht.
5. Ausgewählte Entwicklungsstrategien: Betrachtet entwicklungspolitische Zielsetzungen sowie verschiedene Strategieansätze und deren zeitliche Entwicklung.
6. Subsahara-Afrika – Regionale Besonderheiten und Ressourcen: Analysiert geografische, klimatische und sicherheitspolitische Besonderheiten sowie ausgewählte Wachstumspotenziale der Region.
7. Wirtschaftstruktur und wirtschaftliche Situation: Untersucht die aktuelle Wirtschaftslage und die Auswirkungen spezifischer Entwicklungsstrategien am Beispiel von Burkina Faso, Benin und Nigeria.
8. Fazit: Fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und bewertet die Thematik aus Sicht des Autors.
Entwicklung, Wachstum, Subsahara-Afrika, Armut, Unterentwicklung, Entwicklungstheorien, Wachstumstheorien, Wirtschaftsstrategien, Burkina Faso, Benin, Nigeria, Institutionen, Infrastruktur, Rohstoffe, Weltbank
Die Arbeit analysiert die Herausforderungen und Entwicklungsstrategien afrikanischer Staaten, insbesondere in der Region Subsahara-Afrika, um die Diskrepanz zwischen wirtschaftlichem Potenzial und realer wirtschaftlicher Entwicklung zu erklären.
Zentral sind die theoretischen Grundlagen der Entwicklungs- und Wachstumstheorie, die Identifizierung von Wachstumshemmnissen, die Rolle nationaler Rahmenbedingungen sowie die Wirksamkeit internationaler Strategien.
Das Ziel ist es, den Einfluss spezifischer Wachstums- und Entwicklungsstrategien anhand konkreter Beispiele nachzuweisen und die Bedeutung von Wachstumspotenzialen sowie staatlicher Rahmenbedingungen zu verdeutlichen.
Die Arbeit nutzt einen Grundlagenteil zur theoretischen Einordnung und eine vergleichende Länderanalyse (Burkina Faso, Benin, Nigeria), gestützt auf aktuelle Berichte internationaler Institutionen wie der Weltbank und den Vereinten Nationen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen (Theorien, Armutsbegriff, Ursachen von Unterentwicklung), eine Analyse der Region Subsahara-Afrika und eine detaillierte länderübergreifende Analyse der wirtschaftlichen Situation und Strategien.
Die Analyse wird wesentlich durch Begriffe wie Armutsfallen, strukturelle Heterogenität, Good Governance, Diversifizierung und Rentenökonomie geprägt.
Die Arbeit betrachtet die koloniale Vergangenheit als eine exogene Einflussgröße, die zwar infrastrukturelle Grundlagen schuf, aber auch einseitige Wirtschaftsstrukturen hinterließ, die heutige Entwicklungsfortschritte erschweren.
Nigeria weist Merkmale einer Rentenökonomie auf, da ein Großteil des Staatseinkommens aus der Abhängigkeit von Rohöl-Exporten resultiert, was häufig zu einer Vernachlässigung anderer Wirtschaftssektoren führt.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass für rohstoffarme Binnenländer oder Staaten mit begrenzter geostrategischer Lage ein nachhaltiger Erfolg ohne externe Unterstützung und eine langfristige Anpassung an regionale Rahmenbedingungen schwierig zu erreichen ist.
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