Examensarbeit, 2008
48 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Thema der Arbeit
1.1.1 Lehrplan und Grundlagenplan
1.1.2 Eingrenzung des Themas
1.2 Fragestellung und erkenntnisleitendes Interesse
1.3 Lehrerfunktionen
2. Theoretische Grundlagen
2.1 RPP nach Franz Kett und Schwester Esther Kaufmann
2.2 Bodenbilder in der RPP
2.3 Vor- und Nachteile der Bodenbildgestaltung nach Kett
3. Konzept
3.1 Lerngruppe
3.2 Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Vergleich zu Kett
3.3 Das Material
3.4 Die schrittweise Einführung
4. Durchführung
4.1 Kurze Sachanalyse
4.2 Begründung des Themas der Reihe
4.3 Bausteine der Unterrichtsreihe
5. Reflexion
6. Evaluation und Ausblick
6.1 Schüleräußerungen und Arbeitsergebnisse
6.2 Erkenntnisgewinn
6.3 Kritische Aspekte und Grenzen
6.4 Zusammenfassende Wertung
6.5 Ausblick und Weiterarbeit
Die Arbeit untersucht die Wirksamkeit der "Kett-Methode" und der Arbeit mit Bodenbildern bei der Einführung biblischer Texte in einer ersten Grundschulklasse. Ziel ist es, Methodenvielfalt im Religionsunterricht zu schaffen, um auch lese- und schreibungeübten Kindern einen vertieften Zugang zu religiösen Themen zu ermöglichen, ihre Motivation zu steigern und eine Identifikation mit biblischen Personen zu fördern.
2.3 Vor- und Nachteile der Bodenbildgestaltung nach Kett
Für den biblischen Religionsunterricht gibt es vielfältige Methoden, die von der mündlichen Erzählung und dem Einsatz von Bildern bei der Präsentation der Texte sowie von der schriftlichen Verarbeitung bis zu künstlerischen Darstellungen wie Malen, Zeichnen, Modellieren und szenischem Spiel bei der individuellen Verarbeitung reichen. In der RPP werden die Präsentation von biblischen Erzählungen und das individuelle Umgehen mit dem Erlebten, die Verarbeitung zumeist in der Gestaltung von Bodenbildern umgesetzt. Doch welche Vorteile – möglicherweise aber auch Nachteile – hat dieser didaktische Weg?
Kinder begreifen durch Ergreifen. Ihr Ergriffensein drücken sie durch Gesten, Bewegung, Spiel usw. aus. Im Elementarbereich haben Kinder hierzu zumeist genügend Möglichkeiten, die mit Eintritt in die Schule drastisch abnehmen. Im Gestalten von Bodenbildern ist die Einheit von Eindruck und Ausdruck gegeben. Positiv ist auch, dass Kindern nach Phasen der Konzentration im individuellen Gestalten eine Phase der Aktivität und Bewegung geboten wird. Dem entspricht auch das Material der RPP. Es ist anschaulich, handlungsorientiert und bietet einen hohen Aufforderungscharakter. Auch wird auf die Ästhetik des Materials großen Wert gelegt. So sollen die Materialien von guter Qualität sein und möglichst in kostbar aussehenden Gefäßen verwahrt werden. Durch die Ästhetik des Materials sind zumeist das Interesse und die Motivation der Kinder sehr hoch, was in der Folge Disziplinprobleme verringert. Katja Baur sieht auch darin einen Vorteil, dass insbesondere Kinder, die wenig Möglichkeiten haben sich auszudrücken, im individuellen Gestalten ihre Eindrücke verarbeiten und sich selber zum Ausdruck bringen können.
Ein großer Vorteil in der Arbeit mit Bodenbildern liegt insbesondere darin, dass ein Lernen mit mehreren Sinnen ermöglicht wird. So wird eine Erzählung nicht nur akustisch, sondern auch visuell dargeboten, die Verarbeitung erfolgt handelnd (taktil). Das verarbeitende Gestalten spricht die Fantasie und Kreativität der Kinder an. Insbesondere die Arbeit mit verschiedenen Farben weckt Assoziationen und ermöglicht den Ausdruck von Emotionen. Die RPP bietet neben der Visualisierung durch Bodenbilder wie oben erwähnt auch Gesten, Mimik, Gesang und Tanz als weitere Zugänge an. So wird die rechte Gehirnhälfte aktiviert.
1. Einleitung: Vorstellung der Zielsetzung, der Themenwahl zur Josefserzählung und der Einbettung in den Lehrplan sowie die Definition der Lehrerfunktionen.
2. Theoretische Grundlagen: Erläuterung des Konzepts der Religionspädagogischen Praxis (RPP) nach Kett und Kaufmann sowie eine Analyse der Vor- und Nachteile der Bodenbildgestaltung.
3. Konzept: Beschreibung der Lerngruppe, des eingesetzten Materials und der schrittweisen Einführung der Methode in den Unterrichtsalltag.
4. Durchführung: Detaillierte Darstellung der Unterrichtsreihe zur Josefserzählung inklusive Sachanalyse und Beschreibung der acht Unterrichtssequenzen.
5. Reflexion: Auswertung der methodischen Umsetzung, der Motivation der Kinder und der Herausforderungen in der Sitzsituation.
6. Evaluation und Ausblick: Kritische Auseinandersetzung mit der Wirksamkeit der Methode, Analyse von Arbeitsergebnissen sowie Ausblick auf die weitere methodische Entwicklung.
Religionsunterricht, Bodenbilder, Kett-Methode, Grundschule, Josefserzählung, Ganzheitliche Pädagogik, Farbsymbolik, Handlungsorientierung, Anfangsunterricht, Identifikation, Empathie, Religionspädagogische Praxis, Legematerial, Sinneswahrnehmung, Schüleraktivierung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der schrittweisen Einführung von Bodenbildern nach der Kett-Methode im Religionsunterricht einer ersten Grundschulklasse, angewendet an einer Unterrichtsreihe zur Geschichte von Josef.
Die zentralen Felder sind die religionspädagogische Praxis, ganzheitliches Lernen mit allen Sinnen, die Förderung von Ausdrucksmöglichkeiten durch Symbole und die Identifikation mit biblischen Charakteren.
Das Ziel ist es, herauszufinden, ob die Arbeit mit Bodenbildern Kindern im ersten Schuljahr einen vertieften Zugang zu biblischen Texten ermöglichen kann und wie diese Methode den Unterricht bereichert.
Es handelt sich um eine praxisorientierte Hausarbeit, bei der ein pädagogisches Konzept in einer Unterrichtsreihe erprobt, reflektiert und anhand von Schüleräußerungen, Arbeitsergebnissen und Legebildern evaluiert wurde.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, ein Konzept zur Durchführung, die konkrete Beschreibung der acht Unterrichtssequenzen zur Josefserzählung sowie eine Reflexion und Evaluation der Ergebnisse.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen: Bodenbilder, RPP (Religionspädagogische Praxis), Josefserzählung, Farbsymbolik, Ganzheitlichkeit, Grundschule, Motivation und Identifikation.
Da objektive Lernerfolge schwer messbar sind, fokussierte die Autorin auf eine qualitative Analyse von Äußerungen, individuellen Legeergebnissen und der gezeigten Motivation der Schüler.
Farbsymbolik dient als wichtiges Ausdrucksmittel für Gefühle, die von den Kindern nicht immer verbalisiert werden können, und ermöglicht so eine tiefere emotionale Auseinandersetzung mit den Inhalten der biblischen Geschichte.
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