Diplomarbeit, 2008
134 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Quellenlage
3. Zur theoretischen Einordnung der saudischen Politik
4. Saudische politische Interessen: Determinanten und Instrumente
4.1 Geographische Handlungsräume
4.1.1 Lokal
4.1.2 Regional
4.1.3 Global
4.2 Instrumente der Politikimplementation
4.2.1 Militär
4.2.2 Der Ölreichtum
4.2.3 Die ethnische Komponente
4.2.4 Der Islam als Instrument
5. Die Praxis: Saudische Politik im Spiegel der Ereignisse
5.1 Der jemenitische Bürgerkrieg
5.1.1 Die erste Republik
5.1.2 Politik der harten Hand
5.1.3 Ergebnis
5.2 Einsatz der `Ölwaffe´
5.2.1 Die globale Dimension
5.2.2 Das Spiel mit dem Öl
5.2.3 Ergebnis
5.3 Der Iran-Irak-Krieg
5.3.1 Machtwechsel im Iran als Bedrohung des Status quo
5.3.2 `Araber versus Perser´
5.3.3 Ergebnis
5.4 Saudi-Arabiens Engagement in Afghanistan
5.4.1 Ein neuer kommunistischer Staat?
5.4.2 `Islam versus Atheismus´
5.4.3 Ergebnis
6. Fazit und Schlussfolgerungen
Die Arbeit analysiert die Außenpolitik Saudi-Arabiens im Nahen Osten zwischen 1962 und 1989. Ziel ist es, die Entwicklung der saudischen Politik durch eine theoretische Bestimmung politischer Instrumente und geographischer Handlungsräume nachzuvollziehen sowie diese anhand praktischer Fallbeispiele zu untersuchen, um ein tieferes Verständnis für das saudische Handeln in dieser Ära zu gewinnen.
1. Einleitung
Eine Analyse der Außenpolitik Saudi-Arabiens im Nahen Osten in der Zeit von 1962-1989- Eine Themenstellung, die, so mag man meinen, ihren Fokus auf eine längst vergangene Epoche richtet. Welchen Wert sollte denn eine politikwissenschaftliche Analyse des Verhaltens dieses Staates haben? Die außenpolitischen Determinanten und Verhaltensweisen der Vergangenheit sind doch wohl kaum mit denen in der Gegenwart zu vergleichen.
In der Vergangenheit liegt die Zukunft begraben; dieser Weisheit fühlt sich auch die vorliegende Arbeit in gewisser Weise verpflichtet. Sie ist als Versuch zu verstehen, die Entwicklung der Außenpolitik Saudi-Arabiens seit 1962 durch eine zunächst abstrakte Bestimmung politischer Instrumentarien und geographischer Handlungsebenen sowie eine dann folgende praktische Studie die Außenpolitik Saudi-Arabiens im bezeichneten Zeitraum nachzuvollziehen. Ein Blick in die Geschichte vermag, so die These, auch einen Beitrag zur Erkenntnis der gegenwärtigen und zukünftigen Perspektive zu erfassen.
Welche politischen Ziele sind es, dieser Staat verfolgt, der mit einem schier unermesslichen Ölreichtum und daraus resultierend auch finanzieller Schlagkraft ausgestattet war und ist und infolge dessen auch politisch ein Schwergewicht in der Region darstellen müsste? Und wie, ist zweitens zu fragen, setzte diese absolute Monarchie ihre Ziele konkret um, mit welchen Mitteln wurde (und wird) Außenpolitik von Riyadh gestaltet?
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der saudischen Außenpolitik zwischen 1962 und 1989 sowie Darlegung der Zielsetzung und methodischen Herangehensweise der Arbeit.
2. Quellenlage: Kritische Auseinandersetzung mit der verwendeten Literatur und den theoretischen Grundlagen, insbesondere unter Berücksichtigung der eingeschränkten Verfügbarkeit arabischer Quellen.
3. Zur theoretischen Einordnung der saudischen Politik: Darlegung der neorealistischen Ansätze, die zur Analyse der saudischen Außenpolitik und des Strebens nach Sicherheit und Status quo herangezogen werden.
4. Saudische politische Interessen: Determinanten und Instrumente: Definition der geographischen Handlungsebenen sowie der Instrumente saudischer Politik, unterteilt in Hard- und Soft-Power-Ansätze.
5. Die Praxis: Saudische Politik im Spiegel der Ereignisse: Detaillierte Untersuchung von vier Fallbeispielen: jemenitischer Bürgerkrieg, Ölkrise 1973/74, Iran-Irak-Krieg und das saudische Engagement in Afghanistan.
6. Fazit und Schlussfolgerungen: Zusammenfassende Analyse der gewonnenen Erkenntnisse und Reflexion der saudischen Außenpolitik im zeitlichen Verlauf.
Saudi-Arabien, Außenpolitik, Naher Osten, Neorealismus, Ölpolitik, Ölwaffe, Iran-Irak-Krieg, Afghanistan, Jemenitischer Bürgerkrieg, Sicherheitspolitik, Golfkooperationsrat, Rentierstaat, Islam als Instrument, Regionale Hegemonie.
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der saudischen Außenpolitik zwischen den Jahren 1962 und 1989 und untersucht, wie die Monarchie ihre politischen Ziele und Interessen in diesem Zeitraum verfolgte.
Im Mittelpunkt stehen die Determinanten saudischer Außenpolitik, die eingesetzten Instrumente (wie Militär, Öl oder Religion) sowie deren Anwendung in spezifischen regionalen und globalen Konfliktsituationen.
Das Hauptziel ist es, die Entwicklung der saudischen Außenpolitik durch eine theoretische Strukturierung und die praktische Analyse von vier Fallbeispielen nachzuvollziehen und deren Logik und Wirksamkeit aufzuzeigen.
Die Autorin/der Autor nutzt primär den neorealistischen Ansatz der Internationalen Beziehungen, ergänzt durch Theorien wie den Rentierstaat, um das Verhalten der saudischen Regierung strukturiert zu analysieren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einordnung, eine Definition der Handlungsebenen und Instrumente sowie eine tiefgehende praktische Analyse von vier Fallstudien (Jemen, Ölkrise, Iran-Irak-Krieg, Afghanistan).
Begriffe wie regionale Hegemonie, Instrumentalisierung des Islam, Öl-Diplomatie, Sicherheitsbedürfnis und Neorealismus bilden das begriffliche Fundament der Untersuchung.
Die Arbeit stuft den Einsatz des Ölembargos 1973 als ein Instrument ein, das Saudi-Arabien zwar politisches Gewicht verlieh, dessen Wirkung jedoch durch die ökonomische Abhängigkeit der Industrieländer relativiert wurde.
Der Islam wird als ein wichtiges Instrument der Legitimierung und zur Beeinflussung regionaler Akteure dargestellt, insbesondere zur Eindämmung konkurrierender Ideologien in Konflikten wie dem in Afghanistan.
Der Autor weist auf eine deutliche Dominanz englischsprachiger Literatur hin und thematisiert die Schwierigkeit, aufgrund mangelnder Transparenz in saudischen Archiven eine kritische Analyse direkt aus internen Quellen zu stützen.
Das Fazit deutet darauf hin, dass die saudische Führung trotz sich wandelnder Rahmenbedingungen weiterhin an den bewährten Mustern der Außenpolitik festhält, um die Stabilität des Regimes und die regionale Vormachtstellung zu sichern.
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