Magisterarbeit, 2007
130 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Definition, Messung von Korruption und der Stand der Forschung
2.1 Definition und Unterscheidung von Formen der Korruption
2.1.1 Definition
2.1.2 Systematik von Korruption und ihre Erscheinungsformen
2.2 Die ‚Messung’ von Korruption und ein Überblick zum Stand der Forschung
3 Ursachen, Folgen und die Bekämpfung von Korruption
3.1 Politiktheoretisches und ökonomisches Verständnis von Korruption
3.2 Korruption und ihre Folgen
3.2.1 Korruption und die politische Ethik
3.2.2 Korruption und die Institutionen eines Staates
3.2.3 Korruption und Wachstum
3.2.4 Korruption und Ressourcenallokation
3.3 Prävention von und der Kampf gegen Korruption
4 Korruptionsbekämpfung auf globaler Ebene
4.1 Regimeanalyse: Entstehung, Legitimität und Effektivität von Regimes
4.1.1 Entstehung und Bedeutung von Regimen
4.1.2 Legitimität
4.1.3 Effektivität von Regimen
4.2 Die ‘OECD Convention on Combating Bribery of Foreign Public Officials in International Business Transactions’
4.2.1 Entstehung und Funktionsweise
4.2.2 Die Legitimität der OECD Convention
4.2.3 Die Effektivität der OECD Convention
4.3 Analyse der OECD Convention im Kontext
5 Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit untersucht, ob die Konvention der OECD zur Bekämpfung der Bestechung von ausländischen Beamten ausreichend und effektiv ist, um den negativen Folgen von Korruption für staatliche Institutionen und die Ökonomie entgegenzuwirken. Die Forschungsfrage analysiert dabei die theoretischen Voraussetzungen internationaler Korruptionsbekämpfung im Kontext der Regimeanalyse.
3.2.1 Korruption und die politische Ethik
Korrupte Handlungen, in deren Mittelpunkt die Verwirklichung der eigenen Interessen und Nutzen steht, gehen in den meisten Fällen zu Lasten des Gemeinwohls. Das Gemeinwohl, das die gemeinsamen Wertvorstellungen einer Gemeinschaft umfasst und die Grundlage des kollektiven Handelns bildet, wird durch Korruption und den mit ihr nach republikanischem Verständnis einhergehendem Tugendverlust nachhaltig gestört und geschwächt.
Eine Republik oder ein Staat basiert, wie bereits mehrfach angesprochen, auf der moralischen Basis und Integrität eines politischen und gesellschaftlichen Systems. Innerhalb dieses politischen bzw. gesellschaftlichen Systems herrscht Konsens in den grundlegenden Werten. Für eine Demokratie, im Gegensatz zu einer Diktatur, ist eine gemeinsame Wertebasis eine notwendige Bedingung.
1 Einleitung: Einführung in das Thema Korruption, Darstellung der negativen gesellschaftlichen Auswirkungen sowie Präsentation der Forschungsfrage bezüglich der Effektivität der OECD Convention.
2 Definition, Messung von Korruption und der Stand der Forschung: Erörterung der verschiedenen Korruptionsformen und der Schwierigkeiten, Korruption wissenschaftlich objektiv zu messen.
3 Ursachen, Folgen und die Bekämpfung von Korruption: Analyse der Korruptionsfolgen für Demokratie, Institutionen, Wachstum und Ressourcenallokation im republikanischen und ökonomischen Kontext.
4 Korruptionsbekämpfung auf globaler Ebene: Anwendung des theoretischen Regimeansatzes auf das Beispiel der OECD Convention, um deren Entstehung, Legitimität und Effektivität zu evaluieren.
5 Zusammenfassung und Ausblick: Fazit der Arbeit mit dem Ergebnis, dass die OECD-Konvention effektiv, aber aufgrund ihres begrenzten Anwendungsbereichs nicht ausreichend zur umfassenden Korruptionsbekämpfung ist.
Korruption, OECD Convention, Regimeanalyse, Politische Ethik, Ressourcenallokation, Wirtschaftswachstum, Bestechung, Transparenz, Legitimität, Effektivität, Good Governance, Staatlichkeit, Institutionen, Republikanismus, Prävention.
Die Arbeit analysiert das Phänomen der Korruption aus politikwissenschaftlicher und ökonomischer Sicht und untersucht insbesondere, wie internationale Abkommen wie die OECD-Konvention zur Bekämpfung von Bestechung im internationalen Geschäftsverkehr wirksam eingesetzt werden können.
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Korruption, ihren Folgen für politische Systeme und Ökonomien, den Problemen bei der empirischen Messung von Korruption und der Analyse internationaler Antikorruptions-Regime.
Die Arbeit fragt, ob die OECD-Konvention ausreichend und effektiv ist, um den negativen Folgen von Korruption für die verschiedenen Elemente eines Staates entgegenzuwirken.
Da objektive Daten zur Messung von Korruption fehlen, nutzt die Autorin eine theoretische Analyse auf Basis des Regimeansatzes der Internationalen Beziehungen, um die OECD-Konvention zu bewerten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Definitionen, Messung, Folgen) und einen empirisch-analytischen Teil, der mittels Regimeanalyse die Entstehung, Legitimität und Effektivität der OECD-Konvention untersucht.
Neben dem Kernbegriff Korruption sind Konzepte wie der Republikanismus, das Principal-Agent-Client-Modell, Input- und Output-Legitimität sowie die internationale Regime-Theorie zentral.
Die Konvention bietet ein begrenztes, aber scharf definiertes Problemfeld (aktive Bestechung durch internationale Unternehmen) und dient als konkretes Fallbeispiel für die Einbindung der Zivilgesellschaft.
Die Autorin kommt zu dem Fazit, dass die OECD-Konvention zwar effektiv in ihrem begrenzten Rahmen ist, jedoch als „Ja, aber...“-Lösung gilt, da sie viele andere Formen der Korruption (wie Nepotismus) ausklammert und als reiner Kompromiss zu werten ist.
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