Bachelorarbeit, 2011
75 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 (Medien-)Pädagogische Perspektive auf das Konstrukt Partizipation
2.1 Definition und Strukturierung des Partizipationsbegriffs
2.2 Historische Zusammenhänge
2.3 Empirische Befunde
2.4 (Lern-)Theoretische Perspektiven zur Verwirklichung von Partizipation
2.4.1 Vom radikalen Konstruktivismus zum neuen Konstruktivismus
2.4.2 Der Denkansatz des neuen Konstruktivismus – Situated Cognition
2.4.3 Lernen aus Sicht des neuen Konstruktivismus – Situiertes Lernen
2.4.4 Die pragmatistische Perspektive
3 Kompetenzen – Bausteine für Partizipation
3.1 Bestimmung des Kompetenzbegriffs
3.2 Kompetenztypen – Medienkompetenz – Kompetenzen in der Pflegeausbildung
3.3 Kompetenzmessung
4 Partizipation durch Kompetenzentwicklung – ein fiktives mediendidaktisches Szenario für die Pflegeausbildung
4.1 Förderliche und hemmende Faktoren für die Partizipation
4.2 Web 2.0-Charakteristika
4.3 Mobile-learning (M-learning) – Definition und Charakteristika
4.4 Web 2.0-Applikationen und M-learning: Nutzen, Kompetenzpotentiale – partizipative Effekte für die Pflegeausbildung
4.5 Gefahren des Web 2.0 und von M-learning in Bezug auf Partizipation
5 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Partizipationschancen durch die Nutzung und Gestaltung von Web 2.0-Angeboten innerhalb der Gesundheits- und Krankenpflegeausbildung. Dabei wird analysiert, wie diese modernen Technologien im Kontext einer bildungswissenschaftlichen Bestandsaufnahme zur Förderung von Lernprozessen und Kompetenzentwicklung beitragen können.
2.4.1 Vom radikalen Konstruktivismus zum neuen Konstruktivismus
Der Einzug verschiedener Varianten konstruktivistischer Ansätze in unterschiedliche wissenschaftliche Disziplinen kann hier aufgrund seiner Vielfalt nicht näher ausgeführt werden. Wichtig ist jedoch hervorzuheben, dass der Konstruktivismus in seiner anfänglichen, radikalen Form den Erkenntnistheorien zuzuordnen und mit Namen wie Humberto Maturana, Francisco Varela, Heins von Foerster, Erich von Glaserfeld, Siegfried J. Schmidt, Paul Watzlawick und Niklas Luhmann verbunden ist. Allen Strömungen gemein ist die Grundposition des radikalen Konstruktivismus von der Nicht-Erkennbarkeit einer objektiven Realität (vgl. Arnold/Siebert 2006, S. 15). Diese Annahme, dass nichts „objektiv“ existiert, sondern als Ergebnis subjektiver Konstruktions- und Interpretationsprozesse, ist grundlegend für die Auffassung vom Wissenserwerb durch Lernen. Im Sinne einer „didaktischen Ethik“ ist festzustellen, dass Lernprozesse und Problemlösungen nicht mehr unter dem Mantel der Gewissheit initiiert werden können, da auch Gewissheiten aus individuellen Konstruktionsprozessen stammen und deshalb die Gewissheiten der anderen genauso wahr sein können wie die eigenen. Die Möglichkeit der externen Steuerung des Lernprozesses durch vorgegebene Lerninhalte, z.B. Lehren im Unterricht in Institutionen usw., wird hierdurch wesentlich pessimistischer eingeschätzt als im Behaviorismus und im Kognitivismus (vgl. Arnold/Siebert 2006, S. 19-21; S. 35-40). Für das Thema der vorliegenden Arbeit ist innerhalb dieser These von Interesse, dass sowohl die Auffassung von dem Lernenden als auch von dem Lehrenden und den Lerninhalten Konstrukte sind, die u.a. aus geschichtlich bedingten, gesellschaftlich relevanten, individuell erfahrungsbezogenen, milieutheoretischen, biographietheoretischen, sprachimmanent induzierten und erwachsenendidaktischen Konstruktionssegmenten konstituiert sind (vgl. ebd., S. 30).
1 Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die Diskrepanz zwischen traditionellen Lehrformen und modernen Partizipationschancen durch Web 2.0 in der Pflegeausbildung und stellt die zentrale Forschungsfrage.
2 (Medien-)Pädagogische Perspektive auf das Konstrukt Partizipation: Dieses Kapitel definiert Partizipation theoretisch und historisch und beleuchtet lerntheoretische Rahmenbedingungen wie Konstruktivismus und Pragmatismus für das Lernen.
3 Kompetenzen – Bausteine für Partizipation: Hier wird der Kompetenzbegriff bestimmt, in Typen unterteilt (insb. Medienkompetenz) und auf die aktuelle Pflegeausbildung in Deutschland bezogen.
4 Partizipation durch Kompetenzentwicklung – ein fiktives mediendidaktisches Szenario für die Pflegeausbildung: Dieses Kapitel verknüpft Theorie mit Praxis, analysiert Web 2.0- und M-Learning-Potenziale anhand eines Fallbeispiels und identifiziert förderliche wie hemmende Faktoren.
5 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Potenziale sowie Hürden beim Einsatz digitaler Medien in der Pflegepädagogik.
Partizipation, Web 2.0, Gesundheits- und Krankenpflegeausbildung, Kompetenzentwicklung, Medienkompetenz, E-Learning, M-Learning, Konstruktivismus, Pragmatismus, Situated Cognition, Pflegepädagogik, Didaktik, Digital Divide, Blended Learning, Handlungskompetenz.
Die Arbeit untersucht, wie digitale Medien und Web 2.0-Anwendungen Partizipationschancen von Auszubildenden im Bereich der Gesundheits- und Krankenpflege erweitern können.
Die zentralen Felder sind Medienpädagogik, Lerntheorien, Kompetenzentwicklung in der Pflege sowie die praktische Implementierung von Web 2.0- und Mobile-Learning-Szenarien.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch Nutzung und Gestaltung von Web 2.0-Angeboten die Teilhabe und Selbstbestimmung von Pflegeschülern in ihrer Ausbildung gestärkt werden kann.
Es handelt sich primär um eine bildungswissenschaftliche Bestandsaufnahme, die theoretische Analysen mit empirischen Befunden aus anderen Studien verknüpft sowie eine qualitative Befragung von Fachbuchverlagen einbezieht.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung des Partizipations- und Kompetenzbegriffs und die Entwicklung eines fiktiven mediendidaktischen Szenarios für die Pflegeausbildung.
Die Arbeit lässt sich am besten durch die Begriffe Partizipation, Kompetenzentwicklung, Medienkompetenz und Pflegeausbildung beschreiben.
Der Autor betont, dass Pflegepädagogen eine zentrale Rolle als Mentoren einnehmen, die ihre eigene Medienkompetenz erweitern müssen, um neue didaktische Szenarien erfolgreich zu gestalten.
Die Befragungen zeigten eine Zurückhaltung der Fachbuchverlage gegenüber Web 2.0, da bisherige Geschäftsmodelle stark auf buchorientierten Inhalten basieren und kommerzielle Faktoren die Innovationsgeschwindigkeit beeinflussen.
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