Diplomarbeit, 2011
165 Seiten
1. Teil: Allgemeine Grundlagen der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS)
1. Definition der Diagnose PTBS
2. Ursachen und Verlauf der Erkrankung
3. Risikofaktoren
3.1. Geschlechtsspezifisches Risiko
4. Prädiktoren
5. Komorbidität
2. Teil: Die Posttraumatische Belastungsstörung und ihre Komorbidität bei Opfern des Balkan – Bosnienkonflikts, bei Flüchtlingen und Betroffenen anderer politischer Auseinandersetzungen
1. Zeitgeschichtlicher Hintergrund
2. Studien zur PTBS und ihrer Komorbidität bei Kriegsopfern / Flüchtlingen des Bosnienkonfliktes
3. Das Diagnostikinstrument Harvard Trauma Questionnaire (HTQ)
3.1 Zur Struktur und Entwicklung des Instrumentes
3.2 Der Harvard Trauma Questionnaire in deutscher Fassung:
3.3 Zur Anwendung und Relevanz
In die Auswertung einbezogene Studien, die unter Verwendung des Harvard Trauma Questionnaires durchgeführt wurden
Zusammenfassung der Ergebnisse
Schlussfolgerungen und Empfehlungen auf der Basis der angeführten Analyse
Die vorliegende Diplomarbeit analysiert kritisch die Anwendung von standardisierten Diagnostikinstrumenten, insbesondere des "Harvard Trauma Questionnaire" (HTQ), bei der Erfassung von Posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) bei traumatisierten Flüchtlingspopulationen und Kriegsopfern. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie mangelnde kulturspezifische Anpassung und methodische Unschärfen die Validität der Diagnose beeinflussen und wie eine Verbesserung der diagnostischen Praxis erreicht werden kann.
1. Definition der Diagnose PTBS
Verbrechen, Überfälle und Gewalthandlungen an Menschen, leichter bis schwerer Ausprägung, mit oder ohne schwerwiegenden körperlichen Verletzungen und / oder sexueller Gewalt, stellen in der überwiegenden Mehrheit der Fälle, ein gravierendes Trauma der eigenen Lebensgeschichte dar, resultierend in transienten Belastungsreaktionen bis hin zu schwerwiegenden, unter Umständen anhaltenden psychiatrischen Störungsbildern, wie z.B. der PTBS; Schwerpunkt der vorliegenden Diplomarbeit.
Etwa 80 % aller Menschen erleben im Laufe ihres Lebens ein relevantes Trauma (Lifetime - Prävalenz der Exposition). Exponierte Personen erkranken aber nur zu etwa 25 % tatsächlich an einer PTBS. Die PTBS ist also nicht die „normale“ Folge der Begegnung mit einem Trauma, sondern es benötigt offenbar zur Auslösung einer PTBS noch andere Faktoren. Die Punktprävalenz liegt bei 5 - 10 %. Die Lifetime - Prävalenz der Erkrankung, liegt bei Männern zwischen 5 – 9 % und bei Frauen doppelt so hoch, bei 10 – 18 %. In Risikopopulationen (Vertriebene, Emigranten etc.) liegen die Prävalenzzahlen deutlich höher.
1. Teil: Allgemeine Grundlagen der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS): Dieses Kapitel definiert die PTBS nach klinischen Standards (ICD-10/DSM-IV) und erläutert die klinische Symptomatik sowie den typischen Verlauf und mögliche Risikofaktoren.
2. Teil: Die Posttraumatische Belastungsstörung und ihre Komorbidität bei Opfern des Balkan – Bosnienkonflikts, bei Flüchtlingen und Betroffenen anderer politischer Auseinandersetzungen: Hier wird der historische Kontext beleuchtet und eine detaillierte Analyse der PTBS-Prävalenz und Komorbidität bei verschiedenen Flüchtlingspopulationen vorgenommen.
Das Diagnostikinstrument Harvard Trauma Questionnaire (HTQ): Dieser Abschnitt widmet sich der Entstehungsgeschichte, der Anwendungspraxis und der kritischen Bewertung des HTQ als diagnostisches Werkzeug.
In die Auswertung einbezogene Studien, die unter Verwendung des Harvard Trauma Questionnaires durchgeführt wurden: In diesem Teil werden zahlreiche Studien, die den HTQ nutzen, tabellarisch und deskriptiv im Hinblick auf ihre Methodik und Ergebnisse analysiert.
Zusammenfassung der Ergebnisse: Hier werden die Erkenntnisse der Meta-Analyse über die Anwendungspraxis des HTQ und die diagnostischen Herausforderungen zusammenfassend dargestellt.
Schlussfolgerungen und Empfehlungen auf der Basis der angeführten Analyse: Das letzte Kapitel formuliert basierend auf der vorangegangenen Analyse konkrete Verbesserungsvorschläge für die diagnostische Praxis und zukünftige Forschungsarbeiten.
Posttraumatische Belastungsstörung, PTBS, Harvard Trauma Questionnaire, HTQ, Trauma, Kriegsopfer, Flüchtlinge, Diagnose, Validität, Komorbidität, Kulturspezifische Anpassung, Psychopathologie, psychische Gesundheit, Epidemiologie, Psychiatrie
Die Diplomarbeit befasst sich mit der diagnostischen Erfassung der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) bei traumatisierten Menschen, insbesondere Flüchtlingen und Kriegsopfern.
Die Arbeit behandelt die klinischen Grundlagen der PTBS, deren Komorbidität, die historische Situation des Balkan-Konflikts sowie die methodische Qualität und Anwendung des Harvard Trauma Questionnaire.
Die Arbeit untersucht, inwiefern standardisierte Diagnoseinstrumente wie der HTQ ohne ausreichende kulturspezifische Adaptation zu validen Ergebnissen führen können, wenn sie auf heterogene Flüchtlingspopulationen angewendet werden.
Es handelt sich um eine systematische Literaturanalyse und eine kritische Auseinandersetzung mit publizierten Studien, die mittels einer Kriterienmatrix strukturiert ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in das Störungsbild der PTBS und eine umfangreiche Analyse von Studien, die den HTQ zur Erhebung von Traumafolgen bei verschiedenen betroffenen Gruppen verwendet haben.
PTBS, Harvard Trauma Questionnaire, Trauma-Diagnostik, kulturspezifische Adaptation, Komorbidität, Flüchtlingsforschung.
Die Arbeit zeigt auf, dass Symptome je nach Kultur unterschiedlich ausgedrückt werden können und ein nicht-angepasster Fragebogen zu Fehlinterpretationen oder unzureichenden Ergebnissen führt.
Ja, der Autor fordert eine transparentere Dokumentation der verwendeten Instrumenten-Versionen, eine stärkere Einbeziehung qualitativer Forschung und die Entwicklung kultursensitiver Module für bestehende Fragebögen.
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