Masterarbeit, 2011
98 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Zielsetzung der Arbeit
1.2 Vorgehensweise
2 Theoretische Grundlagen des Begriffs Sponsoring
2.1 Begriff des Sponsorings
2.2 Sportsponsoring als ein Element des Marketing-Mix
2.3 Der Sponsor und seine Marketingziele
2.4 Das magische Dreieck aus Sport, Wirtschaft und Medien
3 Sponsoring im Behindertensport
3.1 Sponsoren: Markt mit Handicap
3.2 Behindertensportsponsoring = Mäzenatentum, Corporate Social Responsibility oder Sozialsponsoring?
3.3 Chancen und Risiken beim Sponsoring im Behindertensport
3.4 Einzelsportlersponsoring im Behindertensport
3.5 Chancen und Risiken beim Sponsoring eines behinderten Testimonials
4 Behindertensport in den Medien
4.1 Grundsatzprobleme des Behindertensports in der medialen Verarbeitung
4.2 Mediawerte der Paralympischen Spiele in Deutschland seit Sydney 2000
4.3 Mehr Realismus statt Emotionalismus! Peter Kaadtmann (ZDF) im Interview
4.4 Ländervergleich: Die Medienarbeit des Comité Paraolímpico Brasileiro (CPB)
4.5 Mediatrends am Beispiel der IPC Schwimm EM im Juli 2011 in Berlin
5 Das Fördermodell der Otto Bock Healthcare GmbH in Duderstadt
5.1 Nationales und Internationales Engagement im Behindertensport
5.2 Kommunikationsziele des Unternehmens im Sportsponsoring
5.3 Vergleich mit dem Behindertensportsponsoring der Allianz AG
5.4 Social Media Marketing Vergleich Otto Bock Healthcare GmbH vs. Allianz AG
5.5 Unterschiede und Gemeinsamkeiten in den Sponsorings
6 Politische Rahmenbedingungen und Visionen im Behindertensport
6.1 Grundsatzprogramm der Bundesregierung
6.2 Strukturplan 2011 – Spitzensport im DBS
6.3 Deutsche Sportpolitik auf Basis der UN-Behindertenrechtskonvention 2006
6.4 Sportpolitische Umsetzung der Inklusion am Beispiel des BSN
6.5 Politisch-gesellschaftliche Visionen im Behindertensport (Inklusion)
6.6 Fit für die Zukunft! Der DBS unter Friedhelm Julius Beucher
7 Empfehlungen an Wirtschaft, Medien und Sport
7.1 Die Deutsche Sport Marketing als Kommunikationsmotor
7.2 Empfehlungen an die Medien
7.3 Empfehlungen an den organisierten Behindertensport
7.4 Empfehlungen an die Wirtschaft
8 Fazit und Ausblick auf die XIV. Paralympischen Sommerspiele 2012 in London
Die vorliegende Arbeit untersucht die Sponsoringaktivitäten der Otto Bock Healthcare GmbH und der Allianz Deutschland AG im Bereich des Behindertensports in Deutschland. Ziel ist es, die einflussreichen Akteure zu identifizieren, die mediale Situation sowie Sponsoringpotenziale zu analysieren und neue Fördermodelle sowie Empfehlungen für eine effektive Kommunikation und gesellschaftliche Inklusion zu entwickeln.
3.1 Sponsoren: Markt mit Handicap
Das traditionelle Sportsponsoring der Wirtschaft in Deutschland bezieht sich zum überwiegenden Teil auf den Fußballmarkt. Hier gibt es die besten Feedbackwerte in den Medien zu erwarten. Doch seit einigen Jahren kommt in der Berichterstattung über den Behindertenhochleistungssport, insbesondere über die Paralympischen Spiele, etwas in Bewegung. Das gestiegene Medieninteresse ruft Unternehmen auf den Plan, die Sportler mit Handicap als Werbezielgruppe für sich neu entdecken. Neben den beinahe schon traditionellen Förderern des Behindertensports in Deutschland, wie Otto Bock und der Bayer AG, kommen seit einigen Jahren neue Firmen in den Kreis der Unterstützer hinzu.
Einer Initiative der damaligen Bundespräsidenten Horst Köhler im Jahre 2006 ist es beispielsweise zu verdanken, dass sich die Allianz AG und die Deutsche Telekom AG als Förderer des sogenannten „TOP TEAMS“ engagieren. Köhler hatte damals die Vorstandsvorsitzenden zu einer Reise zu den Paralympischen Spielen 2006 in Turin eingeladen und durch seine direkte Ansprache beide Unternehmen für ein zukünftiges Engagement gewinnen können. Begeisternde Leistungen der Athleten (insgesamt 18 Medaillen und Platz 2 in der Nationenwertung) gaben eine weitere Entscheidungshilfe zugunsten des TOP TEAMS, dessen Grundidee ganz einfach beschrieben werden kann.
Um den Spitzenathleten mehr Zeit für das Training zu geben, können sich die Sportler, die in den allermeisten Fällen berufstätige Sportler sind, für die Hälfte ihrer Arbeitszeit vom Arbeitgeber freistellen lassen. Dieser erhält im Gegenzug eine Kompensationszahlung von maximal 1500€ monatlich. Darüber hinaus erhalten die Athleten (im September 2011 laut DBS offiziell 52 Mitglieder) eine Grundförderung von 200€ monatlich und haben zudem die Möglichkeit, sich bis zu 6000€ pro Jahr für die Anschaffung neuer Sportgeräte zurückerstatten zu lassen. Die Auszahlungen erfolgen über die Stiftung Deutsche Sporthilfe (Institutioneller Förderer DBS).
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die Zielsetzung der Arbeit und die methodische Vorgehensweise bei der Untersuchung des Sponsoringmarktes im Behindertensport.
2 Theoretische Grundlagen des Begriffs Sponsoring: Dieses Kapitel definiert Sponsoring, beleuchtet seine Funktion im Marketing-Mix und erläutert das Zusammenspiel von Sport, Wirtschaft und Medien.
3 Sponsoring im Behindertensport: Hier wird der spezielle Markt des Behindertensports analysiert, inklusive der Chancen, Risiken und der Bedeutung von Testimonials.
4 Behindertensport in den Medien: Kapitel 4 untersucht die mediale Verarbeitung, präsentiert Mediawerte vergangener Spiele und diskutiert aktuelle Trends sowie internationale Vergleiche.
5 Das Fördermodell der Otto Bock Healthcare GmbH in Duderstadt: Eine detaillierte Fallstudie zur Sponsoringstrategie und den Kommunikationszielen von Otto Bock im Vergleich zur Allianz.
6 Politische Rahmenbedingungen und Visionen im Behindertensport: Dieses Kapitel beleuchtet staatliche Programme, den Strukturplan des DBS und die sportpolitische Relevanz der Inklusion.
7 Empfehlungen an Wirtschaft, Medien und Sport: Kapitel 7 liefert konkrete Handlungsempfehlungen für die beteiligten Akteure zur Stärkung des Behindertensports.
8 Fazit und Ausblick auf die XIV. Paralympischen Sommerspiele 2012 in London: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die kommenden sportlichen Großereignisse.
Behindertensport, Sportsponsoring, Paralympische Spiele, Medienberichterstattung, Otto Bock, Allianz, Inklusion, CSR, Marketing-Mix, TOP TEAM, Behindertenhochleistungssport, Markenbekanntheit, Social Media Marketing, Sportförderung, DBS
Die Arbeit analysiert die Sponsoringaktivitäten im deutschen Behindertensport, insbesondere am Beispiel der Unternehmen Otto Bock und Allianz, und beleuchtet deren strategische Einbettung in die Unternehmenskommunikation.
Die zentralen Felder sind die Sponsoringtheorie, die mediale Präsenz des Behindertensports, der politische Rahmen der Inklusion sowie konkrete Empfehlungen für eine nachhaltige Sponsoring-Strategie.
Das primäre Ziel ist es, den Sponsoringmarkt im Behindertensport zu bewerten, Erfolgsfaktoren für eine verbesserte mediale Wahrnehmung zu identifizieren und die Rolle der Privatwirtschaft im Inklusionsprozess zu definieren.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, Auswertungen von Mediadaten, Experteninterviews sowie dem Vergleich von Fallbeispielen und spezifischen Studien zur Markenbekanntheit.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine Marktanalyse des Behindertensports, eine Untersuchung der Medienarbeit, eine detaillierte Fallstudie zu den Sponsoren sowie eine Analyse der politischen Rahmenbedingungen.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Behindertensport, Sponsoring, Paralympics, Inklusion, Corporate Social Responsibility (CSR) und Markenkommunikation.
Während Otto Bock als Ausrüster/Technikspezialist eine langfristige, auf Fachkompetenz und Nahbarkeit basierende Strategie verfolgt, nutzt die Allianz den Behindertensport stärker im Rahmen ihrer breiten CSR-Kommunikation und über größere Mediapräsenz.
Die mediale Präsenz ist der wichtigste Transferfaktor für Sponsoring-Investitionen; nur durch steigende Reichweiten und kontinuierliche Berichterstattung können Unternehmen ihre Marketingziele (Image, Bekanntheit) effektiv erreichen.
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