Masterarbeit, 2010
96 Seiten
1. Einleitende Bemerkungen
1.1. Rahmenbedingungen und geographischer Überblick
1.2. Rohstoffe im historischen Rückblick
2. Deutschlands Rohstoffsituation
2.1. Einleitende Bemerkungen und Abgrenzung
2.2. Abhängigkeit und Bedeutung von Rohstoffen für Deutschland
2.2.1. Energie als Grundlage von Wirtschaft und Gesellschaft
2.2.2. Metallische Rohstoffe und wirtschaftliche Entwicklung
2.3. Die deutsche Rohstoffsituation bei ausgewählten Rohstoffen
2.3.1. Situation im Bereich der Energierohstoffe
2.3.1.1. Erdöl: Eigenförderung, Herkunftsländer, Nutzung und Perspektiven
2.3.1.2. Erdgas: Transport, Lieferländer und Nutzung
2.3.1.3. Kohle: Förderung, deutsche Kohleproduktion und Herkunftsländer
2.3.1.4. Uran: Verbrauch, Herkunft und weltweite Produktion
2.3.2. Situation bei ausgewählten metallischen Rohstoffen
2.3.2.1. Eisen: Herkunftsländer, Markt, Anwendungsgebiete und Reserven
2.3.2.2. Aluminium: Produktion, Importländer, Nutzung und vorhandene Reserven
2.3.2.3. Kupfer: Deutscher Import, Produktionsländer, industrieller Einsatz und Reserven
2.3.2.4. Blei: Globale Förderung, Herkunft, Anwendung in der Industrie und Reserven
2.3.2.5. Zink: Produktion, Lieferländer, Nutzungsmöglichkeiten in der Industrie und Reserven
2.3.2.6. REE: Globale Produktion, Herkunft und Nutzungsmöglichkeiten
2.4. Energierohstoffe – ein Fazit
2.5. Mineralische Rohstoffe – ein Fazit
3. Rohstoffpolitik in der Bundesrepublik Deutschland
3.1. Rohstoffsituation und Schlussfolgerung der Politik
3.2. Die Rohstoffpolitik deutscher Unternehmen im In- und Ausland
3.2.1. Rohstoffpolitische Ziele deutscher Unternehmen
3.2.2. Deutsche Unternehmen in der internationalen Rohstoffwirtschaft
3.2.3. Mittel und Wege unternehmensinterner Rohstoffpolitik
3.2.4. Die Interessensartikulation in der deutschen Rohstoffpolitik
3.3. Die rohstoffpolitischen Ziele der Bundesrepublik Deutschland
3.4. Die Entwicklung und Konzeption der deutschen Rohstoffstrategie
3.5. Das Energiekonzept der Bundesregierung
3.6. Die Neuausrichtung der deutschen Rohstoffpolitik im Kontext der einzelnen Politikfelder
3.6.1. Deutsche Sicherheitspolitik und Rohstoffversorgung
3.6.1.1. Rohstoffpolitik und deutsche Sicherheitspolitik
3.6.1.2. Die Bedeutung von Rohstoffen in der künftigen Sicherheitspolitik
3.6.2. Wirtschaftspolitik und Außenwirtschaftspolitik
3.6.2.1. Einfluss der Rohstoffpolitik auf die bisherige Wirtschaftspolitik
3.6.2.2. Wirtschaftspolitische Implikationen durch die Weiterentwicklung der deutschen Rohstoffpolitik
3.6.3. Umweltpolitik
3.6.3.1. Rohstoffe und Umweltpolitik
3.6.3.2. Die Umweltpolitik vor dem Hintergrund der aktuellen und künftigen deutschen Rohstoffpolitik
3.6.4. Bildungs- und Forschungspolitik
3.6.4.1. Bildungs- und Forschungspolitik und Rohstoffe
3.6.4.2. Die neue bildungs- und forschungspolitische Ausrichtung durch die Rohstoffstrategie und das Energiekonzept
3.6.5. Entwicklungspolitik
3.6.5.1. Rohstoffpolitische Aspekte der bisherigen Entwicklungspolitik
3.6.5.2. Künftige Vernetzung zwischen Rohstoff- und Entwicklungspolitik
3.6.6. Außenpolitik
3.6.6.1. Rohstoffe in der deutschen Außenpolitik
3.6.6.2. Die Beziehung zu einzelnen Regionen vor dem Hintergrund einer künftigen deutschen Rohstoffaußenpolitik
4. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die deutsche Rohstoffpolitik vor dem Hintergrund der veränderten globalen Rahmenbedingungen und der Abhängigkeit der deutschen Wirtschaft von Importen. Ziel ist es, zu analysieren, inwieweit sich die deutsche Rohstoffpolitik im Zuge der Rohstoffhausse verändert hat und welche Maßnahmen die Politik ergreifen muss, um die künftige Versorgungssicherheit der Bundesrepublik Deutschland zu gewährleisten.
1.1. Rahmenbedingungen und geographischer Überblick
Die Bundesrepublik Deutschland ist die viertgrößte Volkswirtschaft und die zweitgrößte Exportnation der Erde (vgl. Statisches Bundesamt, 2010: S. 725 und 712). Die erhebliche Prosperität und der bisherigen wirtschaftlichen Erfolg hat die BRD nicht zuletzt auch günstigen und gut verfügbaren Grund- und Rohstoffen zu verdanken. Alle volkswirtschaftlichen Bereiche basieren auf der Verfügbarkeit von energetischen und mineralischen Rohstoffen. Allerdings wird ein großer Teil der Rohstoffe nicht mehr in der Bundesrepublik selbst produziert. War Deutschland und Europa bis weit ins 20. Jahrhundert weitgehend autark bezüglich der Rohstoffversorgung, so mussten in den vergangenen Jahren die deutschen und auch eine große Zahl von europäischen Förderstätten aufgrund Erschöpfung oder Unwirtschaftlichkeit schließen (vgl. Walther/ Dill, 1995: S. 410ff.). Auch der wirtschaftliche Aufschwung, der zunehmende Freihandel, die sinkenden Transportkosten und die Fortschritte bei der technischen Entwicklung seit den 1950er Jahren haben zu einer zunehmenden Verlagerung der Grundstoffproduktion beigetragen (vgl. Kulke, 2008: S. 83ff. und 93ff.).
Die BRD verfügt auf ihrem Staatsgebiet nur über eine geringe Menge an qualitativ hochwertigen mineralischen und energetischen Rohstoffen. Dies ist zum einen der geologischen Struktur der BRD geschuldet, zum anderen aber auch die Folge von intensiver Nutzung seit Beginn der Metallbearbeitung. Die Vorkommen an mineralischen und energetischen Ressourcen in Deutschland sind daher im Vergleich zu anderen Regionen der Erde weitgehend aufgebraucht bzw. nicht mehr wirtschaftlich zu fördern (vgl. Walther/ Dill, 1995: S. 410f).
1. Einleitende Bemerkungen: Einführung in die Relevanz der Rohstoffversorgung und den historischen Kontext.
2. Deutschlands Rohstoffsituation: Detaillierte Bestandsaufnahme der Abhängigkeit Deutschlands von energetischen und mineralischen Rohstoffimporten.
3. Rohstoffpolitik in der Bundesrepublik Deutschland: Analyse der politischen Strategien, Zielsetzungen und der Vernetzung der Rohstoffpolitik mit verschiedenen Politikbereichen wie Außen- und Sicherheitspolitik.
4. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der deutschen Rohstoffpolitik und zukünftige Herausforderungen zur Sicherung der Versorgung.
Rohstoffpolitik, Bundesrepublik Deutschland, Versorgungssicherheit, Importabhängigkeit, Energierohstoffe, Metallische Rohstoffe, Rohstoffstrategie, Geopolitik, Rohstoffmärkte, Rohstoffversorgung, Seltene Erden, Nachhaltigkeit, Wirtschaftswachstum, industrielle Produktion, Globalisierung.
Die Arbeit analysiert die aktuelle Situation der Rohstoffversorgung in Deutschland und untersucht die Neuausrichtung der deutschen Rohstoffpolitik angesichts global veränderter Rahmenbedingungen.
Zu den Schwerpunkten zählen die Abhängigkeit von Importen bei Energie- und Metallrohstoffen, die Strategien der Bundesregierung zur Sicherung der Versorgung sowie die Auswirkungen dieser Strategien auf Wirtschafts-, Umwelt-, Bildungs- und Außenpolitik.
Ziel ist es herauszuarbeiten, inwieweit sich die deutsche Rohstoffpolitik im Zuge der Rohstoffhausse verändert hat und welche Maßnahmen ergriffen werden, um die künftige Versorgungssicherheit der BRD zu gewährleisten.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse, der Auswertung von Studien (unter anderem der BGR) und der Untersuchung offizieller Konzepte und Strategiepapiere der Bundesregierung und relevanter Institutionen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme der Rohstoffsituation, eine Analyse des unternehmerischen Handelns zur Rohstoffsicherung und eine detaillierte Untersuchung der verschiedenen Politikfelder, in denen die deutsche Rohstoffstrategie verankert ist.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Rohstoffpolitik, Versorgungssicherheit, Importabhängigkeit, Rohstoffstrategie und globale Rohstoffmärkte charakterisiert.
Diese Materialien sind essenziell für Hochtechnologien und die Elektronikindustrie. Da die Förderung global fast ausschließlich in China konzentriert ist, führt die künstliche Verknappung durch die chinesische Regierung zu Versorgungssorgen in westlichen Staaten.
Unternehmen sind die primären Akteure. Sie streben durch langfristige Verträge, Investitionen in ausländische Projekte oder vertikale Integration danach, ihre Einkaufskosten zu minimieren und eine störungsfreie Versorgung zu sichern, wobei sie zunehmend von der Politik unterstützt werden.
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