Bachelorarbeit, 2011
37 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1. Motivation
1.2. Zielsetzung
1.3. Vorgehensweise
2. Begriffsbestimmung
3. Besonderheiten der Rechnungslegungsnormen hinsichtlich immaterieller Vermögensgegenstände
3.1. Nach Handelsgesetzbuch
3.2. Nach US – GAAP
3.3. Nach IFRS
4. Bilanzierung des derivativen Goodwills
4.1. Nach Handelsgesetzbuch
4.2. Nach US – GAAP
4.3. Nach IFRS
5. Kritische Reflexion der aktuellen Kritik
6. Fazit
Die Arbeit untersucht und vergleicht die bilanziellen Behandlungsmethoden selbst erstellter immaterieller Vermögensgegenstände sowie des derivativen Goodwills unter Berücksichtigung der deutschen Handelsrechtsvorschriften (HGB), der US-GAAP und der International Financial Reporting Standards (IFRS). Ziel ist es, die Auswirkungen der zunehmenden Internationalisierung auf die deutsche Rechnungslegung zu analysieren.
1.1. Motivation
Innerhalb der letzten 60 Jahre lassen sich signifikante Verschiebungen innerhalb der verschiedenen Wirtschaftssektoren feststellen. Dies liegt nicht zuletzt darin, dass immaterielle Vermögenswerte eine konstant steigende Relevanz für Unternehmen weltweit erfahren haben und sich dadurch eine Verschiebung zu Gunsten des Dienstleistungssektors feststellen lassen kann. Waren im Jahr 1950 noch 24,6% aller Erwerbstätigen in Deutschland im primären Sektor tätig, 42,9% im sekundären Sektor und gerade mal 32,5% waren im tertiären Sektor, dem Dienstleistungssektor, angestellt so konnte 2007 bereits eine deutliche Verschiebung zu Gunsten des tertiären Sektors erkannt werden. Denn nun repräsentiert dieser Sektor mit einem Anteil von rund 70% der Erwerbstätigen die quantitative Mehrheit aller Anstellungsverhältnisse in Deutschland.
Dass diese Produkte nicht umsonst, als Werttreiber innerhalb der Unternehmen gelten zeigt sich vor allem bei Unternehmenserwerben: Waren in den 1980er Jahren noch stille Reserven der Hauptgrund für die Differenz zwischen bilanziertem Eigenkapital und dem Kaufpreis und nahmen immaterielle Vermögensgegenstände mit durchschnittlich 40% eine eher untergeordnete Rolle ein, so wandelte sich dieses Bild stetig. Bereits Ende der 1990er Jahre machten immaterielle Vermögensgegenstände bereits durchschnittlich 80% des Marktwerts eines Unternehmens aus.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel zur Dienstleistungsgesellschaft und begründet die wachsende Bedeutung immaterieller Vermögenswerte für die Unternehmensbilanzierung.
2. Begriffsbestimmung: Dieses Kapitel definiert die grundlegenden Kriterien eines Vermögensgegenstandes und erläutert die abstrakte Bilanzierungsfähigkeit anhand eines dreistufigen Modells.
3. Besonderheiten der Rechnungslegungsnormen hinsichtlich immaterieller Vermögensgegenstände: Es werden die unterschiedlichen bilanzrechtlichen Philosophien von HGB, US-GAAP und IFRS in Bezug auf die Aktivierung immaterieller Güter gegenübergestellt.
4. Bilanzierung des derivativen Goodwills: Das Kapitel vergleicht die Ansätze und Bewertungsverfahren für den derivativen Goodwill nach den drei Rechnungslegungsnormen.
5. Kritische Reflexion der aktuellen Kritik: Es werden unterschiedliche Expertenmeinungen zur Bilanzreform durch das BilMoG und die Annäherung an internationale Standards zusammengetragen.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Entwicklung zur Angleichung des HGB an internationale Standards zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Bedeutung der internationalen Rechnungslegung.
Immaterielle Vermögensgegenstände, HGB, IFRS, US-GAAP, BilMoG, Goodwill, Aktivierung, Bilanzierung, Anlagevermögen, Nutzungsdauer, Wertminderung, Impairment Test, Fair Value, Rechnungslegung, Unternehmensbewertung.
Die Arbeit analysiert die bilanzielle Behandlung von selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenständen und derivativem Goodwill im Vergleich zwischen HGB, IFRS und US-GAAP.
Schwerpunkte sind die Definition von immateriellen Gütern, die Aktivierungsvoraussetzungen sowie die Folgebewertung und Wertminderungsprüfungen nach verschiedenen Rechnungslegungsnormen.
Das Ziel ist der Vergleich der normativen Ansätze zur Bilanzierung immaterieller Werte, um zu evaluieren, wie adäquat diese die heutige Vermögenssituation von Unternehmen abbilden.
Die Arbeit nutzt eine rechtsvergleichende Methode zur Gegenüberstellung internationaler und nationaler Rechnungslegungsstandards sowie eine Analyse der Fachliteratur und aktuellen Gesetzgebung.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den spezifischen Vorschriften für immaterielle Vermögenswerte und den Besonderheiten der Goodwill-Bilanzierung in den drei betrachteten Normensystemen.
Die zentralen Konzepte sind Aktivierung, Bilanzpolitik, Fair Value, Impairment Test, Gläubigerschutz und Informationsfunktion.
Das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz führt zu einer Annäherung des deutschen HGB an internationale Standards, etwa durch die Aufhebung des Aktivierungsverbots für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände.
Während das HGB eine planmäßige Abschreibung vorsieht, setzen die IFRS und US-GAAP primär auf einen jährlichen Impairment-Test, um den Wert des Goodwills zu überprüfen.
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