Diplomarbeit, 2011
73 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Motivation und Zielsetzung
1.3 Methodisches Vorgehen bei der Erstellung des Modells
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Traditionelle Vorgehensmodelle zur Software-Entwicklung
2.2 Agile Vorgehensmodelle zur Software-Entwicklung
2.3 Agiles Management-Framework Scrum
2.3.1 Sprint Planning
2.3.2 Sprint Run
2.3.3 Sprint Review
2.3.4 Sprint Retrospektive
2.4 Organisationsstrukturen in Unternehmen
2.5 Change Management
3 Das Enterprise Transition Model von Schwaber
4 Selektion eines Change Management Modells als Basis zur Integration des Enterprise Transition Model von Schwaber
4.1 Der Drei-Phasen-Ansatz von Lewin
4.2 Das 3W-Modell nach Krüger
4.3 Eight-Stage Process von Kotter
4.4 Die Modelle im Vergleich
5 Das integrative Vorgehensmodell
5.1 Phase 1: Wandlungsbedarf analysieren und Wandlungsbereitschaft initialisieren
5.2 Phase 2: Transitionsteam gründen
5.3 Phase 3: Umsetzungsweg entwickeln und Umsetzungsteams besetzen
5.4 Phase 4: Wandlungsfähigkeit herstellen und Transparenz erhöhen
5.5 Phase 5: Wandlungsbedarf umsetzen
5.6 Phase 6: Wandlungsqualität sichern und Wandlungsgeschwindigkeit erhöhen
5.7 Phase 7: Organisationsstruktur anpassen und Kultur verankern
6 Schlussbetrachtung
6.1 Ergebnisbetrachtung
6.2 Kritische Würdigung
6.3 Ausblick
Die Arbeit verfolgt das Ziel, ein integratives Vorgehensmodell für die Einführung von Scrum in Großunternehmen zu entwickeln, um das hohe Risiko des Scheiterns bei solchen Transformationsprozessen signifikant zu minimieren, indem sowohl agile Softwareentwicklungsmethoden als auch notwendige organisatorische Change-Management-Prozesse systematisch miteinander verknüpft werden.
4.4 Die Modelle im Vergleich
Alle drei vorgestellten Modelle gehen von der Annahme aus, dass ein organisatorischer Wandel planbar und beeinflussbar ist. Eines der wohl ersten und bekanntesten Change Management Modelle ist der 3-Phasen-Ansatz von Lewin, dessen Phasen auch in ähnlicher Weise in den beiden anderen Modellen wiederzuerkennen sind. In seinem Modell beschreibt er grundsätzliche Phasen, die ein Unternehmen durchlaufen sollte, um einen Wandel erfolgreich zu gestalten, bietet jedoch keine konkrete Hilfestellung zum Umgang mit den Handlungsfeldern Strategie, Kultur, Technologie und Organisation.
Einen Gegensatz dazu bietet das 3W-Modell nach Krüger, welches das Maximalprinzip verfolgt und auf mehreren hundert Seiten verschiedenste Werkzeuge und Methoden bereitstellt, aus denen für jede der fünf Prozessphasen das zur jeweiligen Zielsetzung passendste ausgewählt werden kann. Die Handlungsfelder Strategie, Kultur, Technologie, Organisation und auch der konstruktive Umgang mit Widerständen werden ausführlich behandelt und abgedeckt. Der Kern des Modells basiert jedoch auf einem fünfstufigen Prozess, bei dem die Konzeptionsphase von der Umsetzungsphase strikt getrennt wird.97 Dadurch entstehen identische Schwachstellen, wie die beim Wasserfall-Modell:
Ziel einer Konzipierungsphase ist es, alle Wandlungsziele/Anforderungen an die Organisation/System in genau dieser Phase zu identifizieren. Wandlungsziele/Anforderungen die nachträglich in der Umsetzungsphase identifiziert werden, können nicht oder nur unter sehr hohem Aufwand berücksichtig werden.
In einer Umsetzungsphase werden exakt die Wandlungsziele/Anforderungen an die Organisation/das System umgesetzt, die in der Konzipierungsphase beschrieben wurden, auch wenn zwischenzeitlich festgestellt wird, dass alternative Maßnahmen effektiver wären.
Zudem kann durch die starke Anlehnung an das Wasserfall-Modell das Problem entstehen, dass das Top-Management als inkongruent und nicht authentisch von den Mitarbeitern wahrgenommen wird, da es auf der einen Seite von allen Mitarbeitern im IT-Bereich fordert, agile Vorgehensweisen zur Software-Entwicklung zu nutzen (kontinuierliche Konzeption und Realisierung), auf der anderen Seite jedoch selbst nach klassischen Vorgehensweisen (einmalige Konzeption und anschließende einmalige Realisierung) vorgeht.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Schwierigkeiten bei IT-Projekten und die Notwendigkeit agiler Ansätze, um das Scheitern von Scrum-Einführungen in Großunternehmen durch ein strukturiertes Modell zu verhindern.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die Unterschiede zwischen traditionellen und agilen Vorgehensmodellen, definiert die Scrum-Prozesse und analysiert verschiedene Organisationsstrukturen sowie die Management-Disziplin Change Management.
3 Das Enterprise Transition Model von Schwaber: Es wird das von Ken Schwaber entwickelte rudimentäre Prozessmodell zur Einführung von Scrum vorgestellt, das den Transformationsprozess in zwei Phasen unterteilt und den Einsatz von "Enterprise Transition Teams" vorsieht.
4 Selektion eines Change Management Modells als Basis zur Integration des Enterprise Transition Model von Schwaber: Hier werden bekannte Modelle (Lewin, Krüger, Kotter) auf ihre Eignung als Fundament für ein integratives Modell untersucht, wobei Kotters Eight-Stage Process als am geeignetsten identifiziert wird.
5 Das integrative Vorgehensmodell: Das Kernstück der Arbeit, in dem ein eigenes, in sieben Phasen unterteiltes Modell zur Scrum-Einführung entwickelt wird, das methodische Aspekte des Change Managements mit operativen Scrum-Vorgaben kombiniert.
6 Schlussbetrachtung: Das Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen, kritisiert die noch fehlende empirische Validierung des Modells und gibt einen Ausblick auf die Weiterentwicklung agiler Change-Ansätze.
Scrum, Enterprise Transition Model, Change Management, Agile Softwareentwicklung, Großunternehmen, Organisationsstruktur, Prozessmanagement, Transformation, Servant Leadership, Wandlungsfähigkeit, Pilotprojekte, Prozessmodellierung, BPMN, Innovationsmanagement, Unternehmenskultur
Die Arbeit befasst sich mit der Herausforderung, Scrum in Großunternehmen einzuführen, und entwickelt dazu ein integratives Vorgehensmodell, das den organisatorischen Wandel und die agile Transformation verbindet.
Die zentralen Felder sind die Software-Entwicklung nach Scrum, klassische und agile Organisationsstrukturen, Change Management Disziplinen sowie die prozessorientierte Transformation in Großunternehmen.
Das primäre Ziel ist es, durch ein spezifisch entwickeltes Vorgehensmodell das Risiko eines Scheiterns bei der unternehmensweiten Einführung von Scrum signifikant zu minimieren.
Die Arbeit analysiert und vergleicht bestehende Veränderungsmanagement-Modelle, extrahiert die relevanten Bestandteile und integriert den Scrum-Prozess von Ken Schwaber mittels BPMN-Modellierung in ein neues, integratives Vorgehensmodell.
Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen von Scrum und Change Management, die Evaluierung von Transformationsmodellen, die detaillierte Darstellung des neuen, siebenstufigen Vorgehensmodells sowie dessen Anwendung in verschiedenen Organisationsformen.
Wichtige Begriffe sind Scrum, Transformation, Change Management, Wandlungsfähigkeit, Servant Leadership und das Enterprise Transition Model.
Kotters Modell bietet das beste Fundament für die Integration, da es Handlungsfelder wie Strategie, Kultur und Organisation abdeckt und den notwendigen Raum lässt, um Scrum-spezifische Prozesse sinnvoll einzugliedern, im Gegensatz zu strikteren Modellen.
In einer funktionalen Organisation wird primär mit virtuellen, cross-funktionalen Teams gearbeitet, während in einer divisionalen Struktur auf Basis von Produktgruppen reale Scrum-Teams in der Linienfunktion abgebildet werden können.
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