Forschungsarbeit, 2010
49 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Frontal- und Werkstattunterricht
2.1.1 Frontalunterricht
2.1.2 Werkstattunterricht
2.2 Definition der Überschreitung
2.3 Fragestellung und Erwartung
3 Empirische Untersuchung
3.1 Methodische Vorüberlegung
3.1.1 Forschungsstrategie und Wahl der Methode
3.1.2 Das Kategoriensystem der Überschreitungen
3.2 Konstruktion des Beobachtungsverfahrens
3.2.1 Wie wird beobachtet?
3.2.2 Was wird beobachtet und wie wird protokolliert?
4 Durchführung
4.1 Die Stichprobe
4.1.1 Das Beobachtungsfeld
4.1.2 Stichprobenbeschreibung
4.2 Der Erstkontakt
4.3 Eine Beobachtungsstunde
4.4 Die Erhebungsstrategie
4.5 Die Auswertung
5 Ergebnisse und Diskussion
5.1 Häufigkeitsverteilung von Überschreitungen in den Wochen
5.1.1 Die erste Woche
5.1.2 Die zweite Woche
5.2 Häufigkeitsverteilung im Überblick
5.3 Implikationen
5.4 Ausblick
Diese Forschungsarbeit untersucht das Auftreten und die Häufigkeit von Unterrichtsüberschreitungen in einer ersten Grundschulklasse, wobei ein direkter Vergleich zwischen Frontalunterricht und Werkstattunterricht gezogen wird. Ziel ist es, auf Basis des KADÜSA-Systems zu analysieren, welche spezifischen Regelverletzungen in den jeweiligen Unterrichtsformen häufiger auftreten, um daraus pädagogische Implikationen für eine wirksame Störungsprävention und Interventionsstrategien abzuleiten.
2.1.2 Werkstattunterricht
Der Werkstattunterricht ist eine Grundform des offenen Unterrichts, in dem die Selbsttätigkeit, Selbststeuerung und Selbstkontrolle der Schüler im Vordergrund stehen. Sie werden gefordert, aktiv, entdeckend, ganzheitlich und fachübergreifend zahlreiche Themen zu bearbeiten, weshalb der Lehrer eine hohe Differenzierungsfunktion ausführen muss. Zusätzlich dürfen die Schüler den Unterrichtsverlauf mitbestimmen und bei der Vorbereitung mitwirken. Sie übernehmen dadurch eine kooperative Verantwortung.
Aus diesen Eigenschaften entwickelte Jürgen Reichen eine Definition des Werkstattunterrichts. Dieser ist ein
vom Lehrer organisiertes offenes Arrangement von Lernsituationen und Materialien, bei dem die Schüler Mitbestimmungsmöglichkeiten hinsichtlich der Arbeitsformen und Inhalte haben, so dass z.T. auch Schülerinteressen, -bedürfnisse, -initiativen zum bestimmenden Moment schulischen Lernens werden.
Die Werkstatt im Schulunterricht ist sowohl themen- als auch zielorientiert. Sie enthält ein breites Lernangebot, abhängig von den Lerntypen und Interessen der Schüler. Aufgabenstellungen sind klar, unkompliziert und selbsterklärend zu formulieren, damit eine selbständige Erarbeitung durch die Lernenden ermöglicht wird. Unterschiedliche Sinne werden aktiviert, Arbeitstechniken eingesetzt und Kompetenzen aufgebaut, wodurch die Schüler eigene Fähigkeiten und Fertigkeiten entdecken. Wichtig ist auch, dass die Schüler ihre Lernergebnisse überprüfen und die Erfolgskriterien selbst kontrollieren können.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik veränderter Lebensbedingungen von Grundschülern ein und stellt das Ziel vor, Unterrichtsüberschreitungen im Frontal- und Werkstattunterricht zu vergleichen.
2 Theoretische Grundlagen: In diesem Kapitel werden die Konzepte von Frontal- und Werkstattunterricht definiert, der Begriff der Überschreitung wissenschaftlich fundiert und die Forschungsfrage abgeleitet.
3 Empirische Untersuchung: Dieses Kapitel erläutert die methodische Vorgehensweise, stellt das KADÜSA-System zur Kategorisierung von Überschreitungen vor und beschreibt die Konstruktion des Beobachtungsverfahrens.
4 Durchführung: Hier werden das Beobachtungsfeld, die Stichprobe sowie die konkrete Erhebungsstrategie im schulischen Alltag der ersten Klasse detailliert beschrieben.
5 Ergebnisse und Diskussion: Dieses Kapitel präsentiert die erhobenen Daten, analysiert die Häufigkeitsverteilung von Regelüberschreitungen in verschiedenen Unterrichtsphasen und leitet pädagogische Implikationen ab.
Unterrichtsüberschreitung, Frontalunterricht, Werkstattunterricht, KADÜSA-System, Anfangsunterricht, Störungsprävention, Lehrerintervention, Lernvoraussetzungen, Regelkonformität, Verhaltensauffälligkeit, Unterrichtsstruktur, Grundschule, Beobachtungsverfahren, Schülertypen, Unterrichtsinteraktion.
Die Arbeit analysiert und vergleicht das Auftreten von Unterrichtsüberschreitungen (Störungen) im Frontalunterricht und im Werkstattunterricht in einer ersten Grundschulklasse.
Die zentralen Themen sind die Definition und Systematisierung von Unterrichtsstörungen, der Vergleich zweier unterschiedlicher Unterrichtsformen und die Erfassung von Schülerverhalten im Anfangsunterricht.
Das primäre Ziel ist es, die relative Häufigkeit und Art von Regelüberschreitungen in verschiedenen Unterrichtssettings zu vergleichen, um zu verstehen, wie Unterrichtsform und Lehrerintervention das Störungsgeschehen beeinflussen.
Es wird eine systematische, teilnehmende Beobachtung durchgeführt, bei der die Überschreitungen mithilfe des KADÜSA-Kategoriensystems erfasst und in Matrizen ausgewertet werden.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Fundierung, die detaillierte Beschreibung des methodischen Vorgehens, die Einbettung in das konkrete Beobachtungsfeld und die Auswertung der empirischen Daten.
Wichtige Schlagworte sind Unterrichtsüberschreitung, KADÜSA-System, Frontalunterricht, Werkstattunterricht, Störungsprävention und Anfangsunterricht.
Diese Differenzierung hilft zu verstehen, wie methodische Vielfalt den Unterrichtsverlauf und die Regelakzeptanz beeinflusst, was für die Einordnung der beobachteten Störungen essenziell ist.
Es ermöglicht eine standardisierte, objektive Erfassung unterschiedlicher Störungsarten wie Unaufmerksamkeit, verbale oder physische Aktivitäten, was einen direkten Vergleich zwischen den Unterrichtsformen zulässt.
Die Autorin betont, dass Störungsprävention nicht durch Disziplinierung, sondern durch eine altersgerechte, strukturierte Lernumgebung und transparente, von Schülern mitgestaltete Klassenregeln erfolgen sollte.
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