Masterarbeit, 2011
96 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Zielsetzung und Hypothese
2. Literatur und Forschungsstand
2.1. Der Begriff „Entwicklung“
2.2. Entwicklungspolitik
2.3. Entwicklungstheorien
2.4. Entwicklungsstrategien
3. Methodische Vorgehensweise
3.1. Verwendete Konzepte
3.2. Verwendete Datensätze und betrachtete Zeiträume
4. Brasilien - Ein Überblick
4.1. Geschichte
4.2. Politisches System
4.3. Regionale Differenzierung
4.3.1. Der Norden
4.3.2. Der Nordosten
4.3.3. Der Mittelwesten
4.3.4. Der Südosten
4.3.5. Der Süden
5. Ergebnisse
5.1. Regionale Disparitäten
5.1.1. Alphabetisierungsgrad
5.1.2. Private Haushalte mit Anschluss an die Kanalisation
5.1.3. Armutsanteil
5.2. Regionaler Wohlstand
5.3. Nationaler Wohlstand
6. Schlussfolgerungen
6.1. Politikempfehlungen
6.2. Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen regionalen sozioökonomischen Disparitäten in Brasilien und der Entwicklung von Wohlstand, Humankapital sowie staatlichen Investitionen im Zeitraum von 1999 bis 2008. Ziel ist es zu analysieren, inwieweit Humankapital und Investitionen den Wohlstand auf regionaler und nationaler Ebene beeinflussen und welche Rolle dabei Faktoren der Good Governance spielen.
2.1. Der Begriff „Entwicklung“
Der Begriff der Entwicklung birgt einen großen Teil der Entwicklungsproblematik selbst, da er weder vorgegeben noch allgemeingültig definierbar noch wertneutral ist. Stattdessen ist er abhängig von Zeit und Raum und insbesondere von individuellen und kollektiven Wertvorstellungen. Die gewünschte Richtung eines gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Wandels auf Basis von theoretischen Annahmen zur Unterentwicklung eines Landes, einer sozialen Gruppe oder einer Region stellt ein normatives Konzept dar. Die Fülle der unterschiedlichen Deutungsmuster macht es kaum möglich, die verschiedenen Konnotationen auf einen Nenner zu bringen.
Wurde der Entwicklungsbegriff in den 1950er Jahren noch sehr eindimensional mit wirtschaftlichem Wachstum gleichgesetzt, hat er mittlerweile einen Bedeutungswandel erfahren und offiziell in der „UN Declaration on the Right to Development“ 1986 folgendermaßen beschrieben wurde:
„A comprehensive economic, social, cultural and political process, which aims at the constant improvement of the well-being of the entire population and of all individuals on the basis of their active, free and meaningful participation in developmemt and in the fair distribution of benefits resulting therefrom.“
Im ersten Human Development Report von 1990 wurde der Entwicklungsbegriff dann weiter spezifiziert:
„Human Development is the process of enlarging people‘s choices. [...] The most critical ones are to lead a long and healthy life, to be educated and to enjoy a decent standard of living. Additional choices include political freedom, guaranteed human rights and self-respect.“
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die aktuelle wirtschaftliche Situation Brasiliens ein und umreißt die Problemstellung sowie die Forschungsfragen hinsichtlich regionaler Disparitäten und Wohlstandsentwicklung.
2. Literatur und Forschungsstand: Das Kapitel bietet einen theoretischen Überblick über verschiedene Entwicklungsbegriffe, Theorien und Strategien, von Modernisierungstheorien bis hin zu Good Governance.
3. Methodische Vorgehensweise: Hier werden die Konzepte für die Analyse definiert, die verwendeten Indikatoren operationalisiert und die Datengrundlage für die Untersuchung erläutert.
4. Brasilien - Ein Überblick: Das Kapitel gibt einen historischen Abriss des Landes sowie eine Analyse des politischen Systems und der geographischen Differenzierung in fünf Hauptregionen.
5. Ergebnisse: Dieser Abschnitt präsentiert die empirische Analyse der Daten zu regionalen Disparitäten, regionalem und nationalem Wohlstand im Beobachtungszeitraum.
6. Schlussfolgerungen: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse, politikwissenschaftlichen Empfehlungen und einem Ausblick auf den zukünftigen Forschungsbedarf.
Brasilien, Entwicklungstheorie, Wohlstand, Humankapital, Investitionen, Good Governance, regionale Disparitäten, Armutsbekämpfung, Bolsa Familia, BIP, Wirtschaftsstruktur, politische Stabilität, Sozioökonomie, Strukturanpassung, Modernisierung.
Die Master-Arbeit analysiert die sozioökonomische Entwicklung Brasiliens zwischen 1999 und 2008 und untersucht, ob ein Zusammenhang zwischen Humankapital, staatlichen Investitionen und der Wohlstandsentwicklung besteht.
Die zentralen Themen sind regionale Disparitäten, ökonomische Entwicklungstheorien, die Wirksamkeit staatlicher Investitionen sowie die Rolle von Good Governance im brasilianischen Kontext.
Ziel ist es zu klären, wie stark die sozialen und wirtschaftlichen Unterschiede zwischen den brasilianischen Regionen sind und inwieweit Faktoren wie Bildung und Investitionen den Wohlstand beeinflussen.
Die Arbeit nutzt einen quantitativen Ansatz unter Verwendung von Sekundärdaten brasilianischer Erhebungsinstitute (wie IBGE und IPEA), um Variablen des Humankapitals, der Investitionen und des Wohlstands zu operationalisieren und zu vergleichen.
Der Hauptteil umfasst eine theoretische Literaturaufarbeitung, eine detaillierte Analyse der regionalen Gegebenheiten Brasiliens und eine datengestützte Untersuchung der Ergebnisse bezüglich Wohlstandsentwicklung.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Brasilien, regionale Disparitäten, Wohlstand, Humankapital, Good Governance und Bolsa Familia charakterisieren.
Die Untersuchung zeigt, dass der Nordosten trotz eines positiven Trends in vielen Entwicklungsindikatoren hinter dem wirtschaftlich hoch entwickelten Südosten zurückbleibt, welcher als Motor der brasilianischen Industrie fungiert.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die Indikatoren für Good Governance in Brasilien trotz steigenden Wohlstands im Betrachtungszeitraum gesunken sind, was auf eine mangelnde direkte Korrelation mit der wirtschaftlichen Entwicklung hindeutet.
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