Diplomarbeit, 2003
82 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Gegenstand und Bedeutung des Geschäfts- oder Firmenwertes
2.1 Begriff
2.2 Komponenten
2.3 Bedeutung
3. Bilanzierung des Geschäfts- oder Firmenwertes nach HGB
3.1 Bilanzieller Charakter
3.2 Entstehung und Ansatz
3.3 Folgebilanzierung
3.3.1 Pauschale Abschreibung
3.3.2 Planmäßige Abschreibung
3.3.3 Außerplanmäßige Abschreibung
3.4 Verrechnung mit den Rücklagen
3.5 Bedeutung des Stetigkeitsgebotes
3.6 Ausweis und Anhangpflichten
4. Bilanzierung nach DRS 4
4.1 Erstansatz
4.2 Folgebewertung
4.3 Anhangangaben
5. Bilanzierung des Goodwills nach US-GAAP
5.1 Bilanzieller Charakter
5.2 Entstehung und Abgrenzung
5.3 Folgebewertung
5.3.1 Zuordnung des Goodwills auf Reporting Units
5.3.2 Impairment -Test
5.4 Ausweis und Offenlegung
6. Bilanzierung des Goodwills nach IAS
6.1 Bilanzieller Charakter
6.2 Enstehung und Abgrenzung
6.3 Folgebewertung nach IAS 22
6.3.1 Planmäßige Abschreibung
6.3.2 Außerplanmäßige Abschreibung
6.4 Folgebewertung nach IAS ED 3
6.5 Ausweis und Anhangangaben
7. Gesamtrechtsvergleich
7.1 Zusammenfassung der Unterschiede
7.2 Minderheitenproblematik
8. Kritische Würdigung
9. Auswirkungen der Neuregelungen
9.1 Finanz- und Ertragslage
9.2 Controlling
9.3 Wirtschaftsprüfer
9.4 Einklang mit den EU-Richtlinien
10. Resümee
Die vorliegende Arbeit untersucht den Ansatz, die Behandlung und den Ausweis des aus der Kapitalkonsolidierung resultierenden Geschäfts- oder Firmenwertes im Vergleich zwischen dem deutschen Handelsgesetzbuch (HGB), den United States Generally Accepted Accounting Principles (US-GAAP) und den International Accounting Standards (IAS).
2.2 Komponenten
Auch wenn es sich beim Geschäfts- oder Firmenwert in erster Linie um einen verfahrenstechnischen Differenzbetrag handelt, reicht es vor dem Hintergrund der z.T. sehr großen Bedeutung des Goodwill nicht mehr aus, ihn als „völlig heterogenes Bewertungskonglomerat“11 zu betrachten. Der Geschäfts- oder Firmenwert beinhaltet verschiedene Komponenten, die für sich genommen wirtschaftliche Vor- und Nachteile verkörpern. Zur Aufspaltung des Goodwills wurden in der betriebswirtschaftlichen Literatur verschiedene Vorschläge unterbreitet.12
Wöhe teilt den Geschäfts- oder Firmenwert in drei Komponenten auf: in „den Wert nicht bilanzierungsfähiger Wirtschaftsgüter wie Kundenstamm, Organisation usw., den Kapitalisierungsmehrwert, der in den bilanzierten Wirtschaftsgütern steckt, und den Betrag, der ggf. à fonds perdu [d.h. ohne Gegenleistung, M.S.] gezahlt wird, weil der Käufer den Betrieb unbedingt erwerben will und sonst nicht bekäme“.13 Er kommt aber auch zu dem Ergebnis, dass eine Zerlegung des Geschäfts- oder Firmenwertes in seine Bestandteile in der Praxis nur in den seltensten Fällen möglich sein wird.
1. Einleitung: Einführung in die wachsende Bedeutung des Goodwills und Definition des Ziels der Arbeit.
2. Gegenstand und Bedeutung des Geschäfts- oder Firmenwertes: Untersuchung der Begriffsdefinitionen, Komponenten und der ökonomischen Bedeutung von Firmenwerten.
3. Bilanzierung des Geschäfts- oder Firmenwertes nach HGB: Analyse der Behandlung nach dem deutschen Handelsgesetzbuch, einschließlich Abschreibungsmethoden und Rücklagenverrechnung.
4. Bilanzierung nach DRS 4: Erläuterung der spezifischen deutschen Standards für Unternehmenserwerbe im Konzernabschluss.
5. Bilanzierung des Goodwills nach US-GAAP: Untersuchung der US-amerikanischen Anforderungen, insbesondere zum Impairment-Only-Approach.
6. Bilanzierung des Goodwills nach IAS: Analyse der Regelungen nach internationalen Standards, einschließlich IAS 22 und IAS ED 3.
7. Gesamtrechtsvergleich: Gegenüberstellung der Unterschiede zwischen HGB, US-GAAP und IAS sowie Analyse der Minderheitenproblematik.
8. Kritische Würdigung: Kritische Reflexion der Konzepte und ihrer Auswirkungen auf die Bilanzierungspraxis.
9. Auswirkungen der Neuregelungen: Diskussion über die Folgen für Finanzlage, Controlling und Wirtschaftsprüfung sowie den Einklang mit EU-Richtlinien.
10. Resümee: Zusammenfassendes Fazit zur Entwicklung und Harmonisierung der internationalen Rechnungslegung.
Goodwill, Geschäfts- oder Firmenwert, HGB, US-GAAP, IAS, Kapitalkonsolidierung, Impairment-Test, planmäßige Abschreibung, Rücklagenverrechnung, Bewertung, Konzernabschluss, Unternehmenszusammenschluss, Bilanzierungshilfe, immaterielle Vermögenswerte, Reporting Units.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Bilanzierung und bilanziellen Behandlung von Geschäfts- oder Firmenwerten (Goodwill) nach drei verschiedenen Rechnungslegungssystemen: HGB, US-GAAP und IAS.
Die Arbeit behandelt schwerpunktmäßig die Entstehung, den Erstansatz, die Folgebewertung und die verschiedenen Abschreibungs- bzw. Wertminderungsmethoden für den Goodwill in unterschiedlichen Rechtskreisen.
Das primäre Ziel ist es, die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Goodwill-Behandlung in den drei genannten Rechtskreisen zu analysieren und kritisch zu hinterfragen, wie sich diese Regelungen auf die Darstellung der Vermögens- und Ertragslage auswirken.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und dem Vergleich der aktuellen Bilanzierungsstandards (HGB, DRS 4, SFAS 141/142, IAS 22, IAS 36/38) sowie der Untersuchung von Bilanzierungspraktiken anhand von Fallbeispielen aus Geschäftsberichten.
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Analyse der drei Rechtskreise, gefolgt von einem Gesamtrechtsvergleich, einer kritischen Würdigung der Ansätze und einer Diskussion der Auswirkungen auf das Controlling und die Arbeit der Wirtschaftsprüfer.
Zentrale Begriffe sind Goodwill, Kapitalkonsolidierung, Impairment-Test, Abschreibung, HGB, US-GAAP, IAS und Konzernabschluss.
Während nach HGB (in der untersuchten Fassung) eine planmäßige Abschreibung die Regel ist und ein vorsichtsorientierter Ansatz im Vordergrund steht, forcieren die US-GAAP einen Impairment-Only-Ansatz, der auf dem Fair Value und der Wertentwicklung von Reporting Units basiert.
Die Verrechnung mit den Rücklagen ist kritisch, da sie gegen die Einheitstheorie verstößt und die Vergleichbarkeit von Konzernabschlüssen erschwert, da der Goodwill faktisch "erfolgsneutral" verschwindet, anstatt periodengerecht abgeschrieben zu werden.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

