Bachelorarbeit, 2008
34 Seiten, Note: Sehr Gut
1. Problem- und Aufgabenstellung
2. Einleitung
3. Grundlagen
3.1. Einflussgrößen der Gleitreibung
3.1.1. Verdichtung und frontaler Auftreffwiderstand
3.1.2. Trockenreibung
3.1.3. Schmelzwasserschmierung
3.1.4. Kapillareffekt
3.1.5. Verschmutzung und elektrostatische Aufladung
3.1.6. Kombination der Mechanismen
4. Methoden
4.1. Erfassen des Reibungskoeffizienten
4.2. Strukturschliff
4.2.1. Unterscheidung der Schneebedingungen
4.2.2. Bandschliff
4.2.3. Steinschliff
5. Diskussion
Die Arbeit untersucht die physikalischen Grundlagen des Gleitvorgangs von Wintersportgeräten auf Schnee, mit besonderem Fokus auf die Optimierung der Laufflächenstruktur durch den sogenannten Strukturschliff.
3.1.3. Schmelzwasserschmierung
Die heute vorrangige Begründung für den geringen Reibungskoeffizienten von Schnee ist die Schmierung des Gleitkörpers durch einen Wasserfilm. Bowden setzt 1953 den besonders großen Reibungswiderstand auf Schnee bei tiefen Temperaturen mit dem Gleitvorgang auf Sand gleich. Dieser Widerstand resultiert aus der zu geringen Wärmeproduktion, wodurch kein Schmelzwasserfilm zur Schmierung entsteht.
Glenne (1987, S.616) berücksichtigt 4 verschiedene Quellen, woraus das Wasser beim Gleitvorgang generiert werden kann:
o Freier Wassergehalt im Schnee
o Erhöhte Schneefeuchte hervorgerufen durch Schneekomprimierung
o Schmelzwassergenerierung bedingt durch Reibungswärme
o Schmelzwassergenerierung aus lokal höheren Drücken
Mit einem dünnen Schmelzwasserfilm zwischen 2 Oberflächen beschreibt Glenne (1987, S.616) den laminaren Widerstand mit:
Flub = (eta * v * Acw) / d (13)
Dabei ist eta die Viskosität in Pa*s bzw. N*s/m^2 und d die Dicke des Wasserfilms. Acw ist die nasse Kontaktfläche in m^2. Glenne fügt hinzu, das die Formel eher bei trockeneren Schneebedingungen relevant ist.
Der gesamte Widerstand des Gleitvorganges setzt sich damit aus einer Kombination der Gleichungen (4), (5), (8), und (13) zusammen (Glenne, 1987, S.617):
Ft = (tau/sigma + delta_y/l) * FN + ps * b * delta_y * v^2 + (eta * v * Acw) / d (14)
1. Problem- und Aufgabenstellung: Hinführung zum Thema und Begründung der Untersuchung der komplexen Wechselwirkungen zwischen Gleitfläche und Schnee.
2. Einleitung: Historischer Überblick über die wissenschaftliche Forschung zur Reibung auf Schnee und Eis sowie Darstellung zentraler theoretischer Ansätze.
3. Grundlagen: Detaillierte physikalische Betrachtung der Einflussgrößen auf die Gleitreibung, inklusive Schmelzwasser, Trockenreibung und thermodynamischer Prozesse.
4. Methoden: Erläuterung der experimentellen Messverfahren zur Bestimmung des Reibungskoeffizienten und der technologischen Prozesse bei der Strukturaufbringung auf Beläge.
5. Diskussion: Kritische Würdigung der Labormessungen und der Anwendbarkeit theoretischer Modelle auf reale Bedingungen.
Gleitreibung, Schnee, Schmelzwasserfilm, Tribometer, Reibungskoeffizient, Strukturschliff, Steinschliff, Bandschliff, Laufflächenstruktur, Thermodynamik, Grenzschmierung, Wintersportgerät, Schneebedingungen, Reibungswärme, Kontaktfläche.
Die Arbeit befasst sich mit der physikalischen Optimierung des Gleitvorgangs von Schiern auf Schnee durch eine definierte Strukturierung der Lauffläche.
Die zentralen Felder umfassen die Tribologie auf Schnee, die Thermodynamik des Reibungsvorgangs sowie die maschinelle Fertigungstechnik zur Belagsstrukturierung.
Ziel ist es, den noch nicht vollständig erforschten Gleitvorgang durch die Analyse der Strukturbeschaffenheit der Lauffläche besser verständlich und optimierbar zu machen.
Es werden mathematische Modelle zur Beschreibung der Reibung genutzt sowie experimentelle Messdaten aus Tribometer-Versuchen zur Validierung und Analyse herangezogen.
Der Hauptteil analysiert die Mechanismen der Gleitreibung (Trocken- und Schmelzwasserschmierung), die Einflussparameter des Schnees und Schis sowie die praktischen Methoden der Strukturaufbringung.
Die wichtigsten Begriffe sind Gleitreibung, Schmelzwasserfilm, Strukturschliff, Tribometer und Reibungskoeffizient.
Der Wasserfilm ist die primäre Ursache für den niedrigen Reibungswiderstand beim Schifahren; seine Dicke und Bildung entscheiden maßgeblich über die Gleiteigenschaften bei unterschiedlichen Temperaturen.
Der Steinschliff ermöglicht die reproduzierbare Aufbringung definierter Oberflächenstrukturen auf den Schibelag, um das Gleitverhalten spezifisch an unterschiedliche Schneebedingungen anzupassen.
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