Diplomarbeit, 2011
183 Seiten, Note: 1,0
I. Kapitel
EINLEITUNG
Einstimmung
Zu Mies van der Rohe
Eine neue Raumkonzeption
Kubismus
Die Zeit nach dem Kubismus
II. Kapitel
AUSARBEITUNG/ ANALYSE
Textmaterial, Gegenüberstellungen
Einleitend
„Landhaus in Backstein“, 1924
Perspektive
Grundriss
Maße des Backsteins
Blaser Grundriss
Grundriss- Analyseskizzen
Fließender Grundriss
Bewohner/ Nutzer
Innen- und Außenraum
Gartenbereich
Wechselwirkungen/ Gegensätze
„Rhythmus eines russischen Tanzes“, 1918
THEO VAN DOESBURG
Bildanalyse und Interpretation
Von der konkreten Malerei zum De Stijl
Vergleichendes: Mies – Doesburg
„Privathaus“, 1922. Doesburg/ van Eestern
Was ist Neoplastizismus?
„Landhaus in Eisenbeton“, 1922
„Prounds“ - El Lissitzky – Mies
László Moholy- Nagy, „Komposition ZVIII“ 1924
„Barcelona Pavillon“, 1929
Städtebauliche Lage
Grundrisspläne
Grundrissanalyse:
Fakten und Daten
Farben
Wand
Stützen
Skulptur
Fotografie
Türen
Raster
Außen – Innen
Kurzer geschichtlicher Exkurs: Außen – Innen
Außenraum
Innenraum
Vergleich: Barcelona Pavillon – Glasraum, 1927
Vergleich zu Schinkel/ Klassizismus
Vergleich zu Frank Lloyd Wright
Ursprünge des freien Grundriss – Le Corbusier
Erdgeschosswohnhaus – Weiterführen des Gedankens
des freien Grundrisses
Collagen/ Fotomontagen von Mies van der Rohe
Was ist eine Collage?
Collage Haus Resor
Collage Museum für eine kleine Stadt
Collage Concert Hall
Collage Convention Hall
Private Kunstsammlung von Mies
Paul Klee
Exkurs: Definition eines architektonischen Raumes
Bildanalysen
Nichtcomponiertes im Raum, 1929
Italienische Stadt, 1928
Zimmerperspektive mit Einwohner, 1921
Gedenkblatt an Gesthofen, 1918
ERGEBNIS/ FAZIT
III. Kapitel
QUELLEN
IV. Kapitel
ANHANG
Bildteil: Fotos, Collagen, Skizzen
Diese Arbeit untersucht die wechselseitigen Einflüsse zwischen der Malerei des frühen 20. Jahrhunderts (insbesondere Kubismus, De Stijl und Konstruktivismus) und der Architektur von Ludwig Mies van der Rohe. Der Fokus liegt dabei auf der Entstehung und Entwicklung des „freien Grundrisses“ in den frühen Villen- und Landhausprojekten sowie in späteren Collagen, um zu klären, inwiefern Mies van der Rohe künstlerische Ansätze in seine räumliche Bauauffassung integrierte.
LANDHAUS IN BACKSTEIN, 1924
Das „Landhaus in Backstein“ ist der vermutlich letzte Entwurf des Fünf-Projekte-Plans von Ludwig Mies van der Rohe, welche allesamt nicht verwirklicht wurden. Es waren „Fingerübungen“ zu Beginn seiner Schaffensphase; das Landhaus in Backstein ein Abschluss seiner Experimentierzeit. Die fünf Projekte stellen „Idealentwürfe“ dar, die Mies in seine späteren Werke hat einfließen lassen können. „Sie waren so verschiedenartig, dass es den Anschein hatte, als ob er jedes Jahr eine neue Architekturrichtung erfinden wolle.“
Präsentiert wurden diese Entwürfe 1924 auf der Großen Berliner Kunstausstellung. Auf diesen Weg sollten sich die neuartigen Ideen verbreiten. Eine Architektur, die sich offenbar an keine historischen Vorbilder hielt.
Das Landhaus in Backstein ist berühmt geworden wegen seiner fehlenden Raumabschlüsse und des daraus resultierenden frei fließenden Raumes, der mehrfach aufgrund der Wandstellung die Richtung wechselt. Wright hat sich zuvor mit dieser Methode beschäftigt, Mies übertrifft aber seine Offenheit.
EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der Verbindung von moderner Kunst und Architektur sowie die Fragestellung nach der Herkunft des freien Grundrisses bei Mies van der Rohe.
AUSARBEITUNG/ ANALYSE: Detaillierte Untersuchung spezifischer Projekte wie dem Landhaus in Backstein und dem Barcelona Pavillon, ergänzt durch Vergleiche mit zeitgenössischen Strömungen und Künstlern wie Theo van Doesburg, Paul Klee und El Lissitzky.
ERGEBNIS/ FAZIT: Synthese der Erkenntnisse, die bestätigt, dass Mies van der Rohe zwar zeitgenössische Konzepte der Kunst rezipierte, diese jedoch in ein eigenständiges, räumlich-konstruktives Konzept überführte.
Mies van der Rohe, freier Grundriss, moderne Architektur, Kubismus, De Stijl, Barcelona Pavillon, Raumkonzeption, Collage, Landhaus in Backstein, Konstruktivismus, Raum-Zeit, Transparenz, architektonischer Raum, moderne Kunst, Entwurfsmethode
Die Arbeit analysiert die theoretischen und gestalterischen Zusammenhänge zwischen den Entwürfen von Ludwig Mies van der Rohe und den künstlerischen Strömungen der Moderne wie Kubismus und De Stijl.
Zentrale Themen sind die Entwicklung des freien Grundrisses, die Auflösung der klassischen Raumgrenzen (Innen/Außen) und die Rolle der Collage als Werkzeug zur Raumvisualisierung.
Das Ziel ist zu untersuchen, ob und wie Mies van der Rohe Konzepte aus der Malerei und Bildenden Kunst in seine architektonischen Entwürfe integriert und weiterentwickelt hat.
Es erfolgt eine deskriptive und vergleichende Analyse von architektonischen Grundrissen, Perspektiven, Collagen und Skizzen, kombiniert mit einer Literaturrecherche zu historischen Kontexten.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse spezifischer Projekte (Landhaus in Backstein, Barcelona Pavillon, Erdgeschosswohnhaus, Collagen-Entwürfe) und den Vergleich mit anderen Architekten wie Wright, Le Corbusier und Schinkel.
Begriffe wie "freier Grundriss", "Raumkontinuum", "Transparenz", "Moderne" und "Collage" sind zentral für das Verständnis der Arbeit.
Obwohl Mies van der Rohe die universelle Stiltheorie der Gruppe fernstand, zeigten seine frühen Entwürfe formale Parallelen in der Anordnung linearer Elemente, die jedoch bei Mies immer räumlich und nicht rein flächig gedacht waren.
Die Collagen fungierten als "Idealentwürfe" und Instrumente der Auseinandersetzung, die es Mies erlaubten, seine Raumkonzeptionen von traditioneller technischer Darstellung zu lösen und als dreidimensionale Visionen zu erproben.
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