Diplomarbeit, 2003
201 Seiten, Note: 1,3
Einleitung
Teil I - Theoretische Betrachtungen
1 Evaluation in der Weiterbildung
1.1 Grundlagen
1.1.1 Begriffsklärung
1.1.2 Einteilungsmöglichkeiten von Evaluation
1.1.3 Der Nutzen von Weiterbildung als zentrales Problem der Evaluation
1.2 Methoden der Evaluation in der Weiterbildung und ihre Gütekriterien
1.2.1 Befragung
1.2.2 Beobachtung
1.2.3 Tests
1.2.4 Inhaltsanalyse
1.2.5 Methoden aus qualitativer Perspektive
1.2.6 Weitere Methoden und Gütekriterien der Instrumente
1.3 Bildungscontrolling
1.3.1 Die etablierten Methoden
1.3.2 Die neueren Methoden
1.3.3 Bildungscontrolling als System
1.4 Evaluationsstrategien
1.4.1 Das Modell Kirkpatricks
1.4.2 Die Kosten-Nutzen-Analyse
1.5 Chancen und Grenzen von Evaluation in der Weiterbildung
2 Der Taxifahrer – ein unbekanntes Wesen
2.1 Ein Historischer Rückblick - Von der Kutsche zum Taxi
2.2 Ein Überblick über gesetzliche Rahmenbedingungen und Taxenordnungen
2.3 Allgemeine Informationen zum Beruf Taxifahrer
2.4 Die Einstellung des Taxifahrers zu seinem Beruf
2.5 Die soziale Umgebung des Taxifahrers
2.5.1 Das Verhältnis Taxifahrer und Taxikunde
2.5.2 Die Einstellung des Taxifahrers zu seinen Kollegen
2.5.3 Der angestellte Fahrer und der Taxiunternehmer
2.5.4 Probleme der Taxifahrer mit der Polizei
2.6 Das Bild vom Taxifahrer in der Öffentlichkeit
2.7 Das Weiterbildungsangebot für Taxifahrer
2.8 Die Zukunft des Taxigewerbes
Teil II – Empirische Arbeit
1 Die Forschungsfrage
2 Exploration
2.1 Der Taxikunde
2.2 Der Taxifahrer
2.3 Die Deutscher Bahn AG und DB Bildung
2.4 Die TAXI 33 Servicegesellschaft mbH
2.5 Das Training
2.6 Zwischenresümee
3 Bildung spezifischer Hypothesen
4 Wahl einer geeigneten Untersuchungsform
5 Die Entwicklung eines Instruments zur Datenerhebung und Messung des Erfolgs der Weiterbildung
5.1 Auswahl einer Datenerhebungstechnik
5.2 Operationalisierung und Indikatorenbildung
5.3 Die Konstruktion des Messinstruments
5.3.1 Verwendung der Rating-Skala
5.3.2 Verwendung eines Semantischen Differentials
5.3.3 Verwendung offener Fragen
5.4 Vorstellung des Fragebogens mit operationalen Hypothesen
5.5 Der Pretest
5.6 Einschätzungen der Gütekriterien
6 Durchführung der Untersuchung
7 Ergebnisdarstellung und Erörterung
7.1 Ergebnisdarstellung und Bewertung
7.1.1 Auswertung der Rating-Skala hinsichtlich des Mittelwertunterschiedes zwischen trainierten und untrainierten Taxifahrern
7.1.2 Auswertung der Rating-Skala hinsichtlich der Unterschiede der Standardabweichungen von trainierten und untrainierten Taxifahrern
7.1.3 Auswertung der Rating-Skala hinsichtlich des Mittelwertunterschiedes zwischen den selbständigen und angestellten Taxifahrern
7.1.4 Auswertung der offenen Fragen
7.1.5 Auswertung der semantischen Differentiale
8 Erörterung der Ergebnisse
Resümee
Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Auswirkungen eines Servicetrainings für Taxifahrer, das in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn AG konzipiert wurde, zu evaluieren. Im Zentrum steht die Untersuchung, ob durch die Maßnahme eine messbare Einstellungsänderung hinsichtlich Kundenorientierung und Servicequalität bei den teilnehmenden Taxifahrern erreicht werden konnte.
Methoden aus qualitativer Perspektive
„Sehr oft gewinnt man in der aktuellen methodologischen Diskussion den Eindruck, als fungiere der Begriff „qualitative Sozialforschung“ als eine Art Omnibusbegriff, unter denen sich differenzierbare wissenschaftstheoretische Positionen unterschiedlicher Theorie-Schulen und vor allem eine Unzahl konkreter empirischer Forschungsverfahren problemlos subsumieren ließen. Die Bedeutung des Begriffs ist jedenfalls kaum präzisiert, weshalb es ungemein schwer fällt, die Prinzipien qualitativer Sozialforschung und vor allem die Forschungspraktiken der sich als qualitativ verstehenden Projekte auch nur einigermaßen eindeutig zu bestimmen.“ (Lamnek Band 1. 1995. S. 41 f) Um eine Annäherung an solch ein schwer einzugrenzendes Thema zu erreichen, werden zunächst Ansprüche an empirischer Sozialforschung aus der Sicht eines qualitativen Methodikers erläutert.
1 Evaluation in der Weiterbildung: Dieses Kapitel legt den theoretischen Grundstein, definiert zentrale Begriffe und diskutiert die Herausforderungen der Nutzenmessung von Bildungsmaßnahmen.
2 Der Taxifahrer – ein unbekanntes Wesen: Hier erfolgt eine detaillierte Analyse des Berufsbildes, der Arbeitsbedingungen und der sozialen Umgebung von Taxifahrern.
1 Die Forschungsfrage: Dieses Kapitel erläutert die Herleitung der Forschungsfrage und die Auswahl des Servicetrainings für Taxifahrer als Untersuchungsobjekt.
2 Exploration: Die Exploration dient der Vorbereitung der empirischen Untersuchung durch Interviews, um das komplexe Beziehungsgeflecht der Akteure zu verstehen.
3 Bildung spezifischer Hypothesen: Basierend auf der Exploration werden spezifische Hypothesen formuliert, die eine operationalisierte Überprüfung der Zielsetzung erlauben.
4 Wahl einer geeigneten Untersuchungsform: Dieses Kapitel begründet das gewählte Untersuchungsdesign, das auf einen Vergleich zwischen trainierten und untrainierten Fahrern setzt.
5 Die Entwicklung eines Instruments zur Datenerhebung und Messung des Erfolgs der Weiterbildung: Beschreibung der Konstruktion des Fragebogens, einschließlich der verwendeten Rating-Skalen und semantischen Differentiale.
6 Durchführung der Untersuchung: Dokumentation der praktischen Umsetzung der Befragung und der Herausforderungen bei der Stichprobengewinnung.
7 Ergebnisdarstellung und Erörterung: Präsentation und statistische Analyse der erhobenen Daten mit Fokus auf die Überprüfung der Hypothesen.
8 Erörterung der Ergebnisse: Kritische Reflexion der Untersuchungsergebnisse und Diskussion der Stärken sowie Schwächen des Trainings.
Evaluation, Weiterbildung, Bildungscontrolling, Taxifahrer, Serviceorientierung, Nutzenanalyse, Kundenbefragung, Qualitätsmanagement, Sozialforschung, Fragebogen, Servicetraining, Premium-Taxi, Einstellungsänderung.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der systematischen Evaluation von Bildungsmaßnahmen, konkret am Beispiel eines Servicetrainings für die Berufsgruppe der Taxifahrer.
Die Arbeit verbindet theoretische Ansätze zur Evaluation und zum Bildungscontrolling mit einer empirischen Untersuchung des Arbeitsalltags und der Einstellungen von Taxifahrern.
Das Hauptziel ist es zu ermitteln, ob das durchgeführte Training zu einer messbaren Verbesserung der kundenorientierten Einstellung der Taxifahrer geführt hat.
Es wird ein quantitativer Ansatz verfolgt, der mittels Fragebögen trainierte und untrainierte Taxifahrer vergleicht, ergänzt durch eine qualitative Exploration zur Vorbereitung.
Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen der Evaluation, eine Exploration des Taxigewerbes sowie die detaillierte empirische Durchführung, Datenauswertung und Erörterung.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Evaluation, Bildungscontrolling, Serviceorientierung, Taxifahrer und Kundenzufriedenheit.
Die Aussicht auf den Status als "Premium-Fahrer" und die damit verbundene bevorzugte Auftragsvermittlung stellt für die Teilnehmer einen zentralen Anreiz dar, das Training zu absolvieren.
Die größte Hürde war der Widerstand von Fahrern, die den Fragebogen als kritisch gegenüber ihrer bisherigen Arbeitsweise empfanden und eine negative Konnotation zum "Premium-Taxi"-Konzept wahrnahmen.
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