Examensarbeit, 2010
77 Seiten, Note: 1,3
Vorwort
1. Einleitung
1.1 Vorgehensweise der Arbeit
2. Definition
2.1 Mobbing und Gewalt – ein Differenzierungsversuch
2.2 Mobbing als spezielle Form von Gewalt
2.2.1 Etymologische Herkunft
2.2.2 Definitionsentwicklung
2.2.3 Verwandte Begriffstermini
3. Erscheinungsformen
4. Neue Dimensionen des Mobbings – Handy und Internet
5. Mobbing in Zahlen – die empirischen Daten
6. Akteure
6.1 Stabilität der Rollen
6.2 Mobber
6.4 Mitläufer
6.5 Zuschauer
6.6 Täter-Opfer
6.7 Lehrer
7. Ursachen
7.1 Schulinterne Ursachen
7.2 Schulexterne Ursachen
8. Der Teufelskreis – Mobbing als Prozess
9. Folgen
10. Vorbemerkungen zu interventiven und präventiven Maßnahmen
10.1 Juristische Betrachtung des Phänomens
10.2 Leitfaden zur Identifizierung der Hauptakteure
10.2.1 Anzeichen der Opfer
10.2.2 Anzeichen der Täter
10.2.3 Voraussetzungen zur Gewaltprävention und -intervention
10.2.4 Der Fragebogen – ein Analyseinstrument der Intervention
11. Maßnahmen gegen Mobbing
11.1.1 Maßnahmen auf Schulebene (Makroebene)
11.1.2 Maßnahmen auf Klassenebene (Mesoebene)
11.1.3 Maßnahmen auf individueller Ebene (Mikroebene)
12. Fazit
12.1 Wissenschaftliches Fazit
12.2 Persönliches Fazit
Die Arbeit untersucht das Phänomen „Mobbing in der Schule“ auf wissenschaftlicher Ebene, um die Dynamiken dieses Prozesses zu verstehen und Handlungsperspektiven für Lehrkräfte zur Prävention und Intervention aufzuzeigen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Abgrenzung von Gewaltbegriffen, der Analyse der Rollenverteilungen zwischen Täter und Opfer sowie der Einbeziehung neuer medialer Dimensionen wie Cyber-Mobbing.
4. Neue Dimensionen des Mobbings – Handy und Internet
Die neuen Medien haben auch das Mobbing erreicht. Das so genannte „Cyber-Mobbing“, „Cyber-Bullying“ oder „Monitor-Mobbing“ „erfreute“ sich in den letzten Jahren unter den Jugendlichen immer größerer Popularität. Diese Variante des Mobbings teilt zwar mit der in dieser Arbeit beschriebenen „klassischen Form“ zahlreiche Gemeinsamkeiten, jedoch lassen sich auch eklatante Unterschiede erkennen, die an dieser Stelle eine separate Betrachtung verlangen.
Rack et al. definieren das Cyber-Mobbing wie folgt: „Unter Cyber-Mobbing versteht man das absichtliche Beleidigen, Bedrohen, Bloßstellen oder Belästigen anderer mithilfe moderner Kommunikationsmittel.“
Damit sind vor allem das Internet und das Handy gemeint. Da heute nahezu jeder Schüler ein Mobiltelefon und einen Internetzugang besitzt, ergeben sich völlig neue Möglichkeiten der Drangsalierung. In Instant-Massengern, wie ICQ (gilt als Hauptmedium des Cyber-Mobbings), sozialen Netzwerken, wie Schüler-VZ, Facebook und Myspace, aber auch in Videoportalen, werden schikanierende Texte, Videos und Bilder hochgeladen, Fotos bösartig kommentiert oder Drohnachrichten verschickt. Weiterhin wird das Handy genutzt, um arglistige Textnachrichten zu verschicken oder lästige Anrufe zu tätigen.
Diese Erweiterung des Mobbing-Phänomens ist die logische Konsequenz unserer technologisierten Gesellschaft. Da das Leben junger Menschen heute vermehrt interaktiv stattfindet, sie ihre Beziehungen und Freundschaften online pflegen, neue Kontakte aufnehmen und sich selbst inszenieren, wird sich auch Mobbing vermehrt dort abspielen, wo die anderen Ereignisse des Lebens stattfinden.
1. Einleitung: Beleuchtet die öffentliche Wahrnehmung von Gewalt an Schulen und stellt die zentralen Leitfragen zur Bedeutung neuer Medien und Präventionsmöglichkeiten vor.
2. Definition: Differenziert Mobbing vom allgemeinen Gewaltbegriff und beschreibt die etymologische sowie historische Entwicklung des Begriffs.
3. Erscheinungsformen: Unterteilt Mobbing-Formen in verbale, physische und psychische/soziale Kategorien.
4. Neue Dimensionen des Mobbings – Handy und Internet: Analysiert Cyber-Mobbing als logische Konsequenz der modernen, vernetzten Lebenswelt junger Menschen.
5. Mobbing in Zahlen – die empirischen Daten: Bietet einen Überblick über die historische Forschung, verwendete Instrumente und den aktuellen Forschungsstand.
6. Akteure: Untersucht die psychologischen Merkmale und Rollen von Tätern, Opfern, Mitläufern und Lehrkräften.
7. Ursachen: Identifiziert schulinterne und schulexterne Faktoren, wie das Schulklima und familiäre Erziehungsmuster, als Entstehungsbedingungen.
8. Der Teufelskreis – Mobbing als Prozess: Erläutert die zyklische Dynamik von Mobbing-Prozessen anhand theoretischer Modelle.
9. Folgen: Beschreibt die psychischen und psychosomatischen Auswirkungen für Opfer sowie kriminelle Langzeitfolgen für Täter.
10. Vorbemerkungen zu interventiven und präventiven Maßnahmen: Bietet eine juristische Einordnung und Leitfäden zur Erkennung von Mobbing.
11. Maßnahmen gegen Mobbing: Stellt konkrete Interventions- und Präventionskonzepte auf Schul-, Klassen- und individueller Ebene vor.
12. Fazit: Reflektiert wissenschaftliche Erkenntnisse und zieht eine persönliche Bilanz zur Notwendigkeit des Umdenkens an Schulen.
Mobbing, Cyber-Mobbing, Schulalltag, Gewaltprävention, Interventionsprogramme, Schüler, Lehrer, Opfer-Rolle, Täter-Profil, Klassenklima, Psychische Gewalt, soziale Dynamik, Erziehung, Jugendliche, Medienkonsum.
Die Arbeit befasst sich mit dem Phänomen Mobbing in der Schule, analysiert dessen Hintergründe, Erscheinungsformen und Ursachen und leitet daraus konkrete Ansätze für Prävention und Intervention ab.
Die zentralen Felder umfassen die Definition von Mobbing, die Bedeutung der Akteursrollen, den Einfluss der neuen Medien (Cyber-Mobbing) sowie wirksame Maßnahmen im schulischen Kontext.
Ziel ist es, Mobbing wissenschaftlich zu durchdringen und den Blick für adäquate Umgangsformen in der Lehrerpraxis zu schärfen, um die schulische Lebenswelt für Kinder sicherer zu gestalten.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer fundierten Auswertung aktueller Forschungsergebnisse, Literaturstudien und juristischen Rahmenbedingungen basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsdefinition, die Analyse von Täter- und Opferprofilen, die Ursachenforschung und die ausführliche Darstellung von Interventions- und Präventionsmaßnahmen auf unterschiedlichen Schulebenen.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Mobbing, Cyber-Mobbing, Gewaltprävention, Interventionsprogramme, Täter-Opfer-Dynamik und Schulklima charakterisiert.
Cyber-Mobbing kennt keine räumlichen Grenzen, ist durch die Anonymität der Täter gekennzeichnet und kann eine hohe Reichweite durch die Verbreitung in sozialen Netzwerken oder per Handy erlangen.
Lehrkräfte sind Dreh- und Angelpunkt der Prävention, da sie durch ihr Eingreifen und ihre Funktion als Vorbilder entscheidend zur Auflösung oder Verfestigung von Mobbing-Situationen beitragen können.
Eltern sollten eng in die Maßnahmen eingebunden werden, um einen ganzheitlichen Schutz für die betroffenen Kinder zu gewährleisten und in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit der Schule zu agieren.
Passive Opfer sind häufig ängstlicher, unsicherer und körperlich schwächer als der Durchschnitt, weisen kein aggressives Verhalten auf und sind oft sozial in ihrer Klassengemeinschaft isoliert.
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