Diplomarbeit, 2009
67 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1. Die Probabilistische Testtheorie
2.1.1. Grundlegende Unterschiede der PTT gegenüber der KTT
2.1.2. Wesentliche Vorteile der Rasch-Modelle gegenüber der Klassischen Testtheorie
2.1.3. Relevanz für die Praxis
2.1.4. Kritik an der PTT
2.2. Wettkampfangst
2.3. Messen von Wettkampfangst
2.3.1. Das CSAI-2
2.3.2. Das WAI-S
3. Methode
3.1. Beschreibung der Stichprobe
3.2. Durchführung der Datenerhebung
3.3. Rückmeldung der Werte an die Teilnehmer
3.4. Deskriptive Statistische Auswertung
3.5. Auswertung nach der Probabilistischen Testtheorie
4. Ergebnisse
5. Diskussion
5.1. Konformität des WAI-S mit den verschiedenen Rasch-Modellen
5.2. Empfehlungen für die Eliminierung von vier Items
5.3. Implikationen für die Praxis
5.4. Limitationen der vorliegenden Arbeit
5.4.1. Datenerhebung
5.4.2. Stichprobe
5.4.3. Psychometrische Eigenschaften des CSAI-2
5.4.4. Methodisches Vorgehen
5.4.5. Schwächen der PTT
Die vorliegende Diplomarbeit evaluiert die revidierte, 16 Items umfassende Version des Wettkampf Angst Inventar – State (WAI-S) anhand der Probabilistischen Testtheorie, um deren psychometrische Qualität zu prüfen und eine optimierte 12-Item-Version abzuleiten.
2.1.2. Wesentliche Vorteile der Rasch-Modelle gegenüber der Klassischen Testtheorie
Spezifische Objektivität. Auch in der PTT lassen sich die klassischen Gütekriterien wie Reliabilität, Objektivität, und Validität anlegen. In der Bewertung der Objektivität kommt der spezifischen Objektivität eine zentrale Bedeutung zu. Spezifische Objektivität bezeichnet die Unabhängigkeit der Testergebnisse von der Auswahl der Items (Bühner, 2006; Rost, 2004, 2006). So kann ein Test immer nur eine begrenzte Anzahl an Items umfassen, das Ergebnis soll aber Aussagen über die Fähigkeit der getesteten Person machen, diesen Typ von Item zu lösen, also eine hypothetisch unbegrenzte Anzahl von ähnlichen Items. Der Aspekt spezifisch objektiver Vergleiche bedeutet, „das der Schwierigkeitsunterschied zweier Items unabhängig davon festgestellt werden kann, ob Personen mit niedrigen oder hohen Merkmalsausprägungen untersucht wurden“ (Moosbrugger, 2007, S.78). Auch das Ergebnis eines Eigenschaftsvergleiches zweier Personen sollte unabhängig sowohl von anderen Personen als auch von der Verteilung der dazu herangezogen Items sein (Kubinger, 2003). Die spezifische Objektivität bezieht sich also sowohl auf die Unabhängigkeit der Personenparameter von den Items als auch auf die Unabhängigkeit der Itemparameter von den Personen.
Lokale Unabhängigkeit und lokale stochastische Unabhängigkeit. Man spricht von lokaler Unabhängigkeit, wenn innerhalb eines Tests bei Konstanthaltung der Personenparameter (z. B. wiederholte Messung einer Person oder Messung mehrerer Personen mit gleichen Merkmalsausprägungen) keine Korrelationen zwischen den Items bestehen, d. h. die Lösung eines Items nicht von der Bearbeitung eines anderen Items beeinflusst wird (Rost, 2004). Sind außerdem Multiplikationen der einzelnen Lösungswahrscheinlichkeiten zweier oder mehrerer Items für eine Person zulässig, bedeutet dies, dass die Beantwortung der Items unabhängig voneinander erfolgt und nur von der latenten Variablen beeinflusst wird. In diesem Fall spricht man von lokaler stochastischer Unabhängigkeit. Es dürfen sich dann (auf dieser lokalen Stufe des latenten Merkmals) keine Korrelationen zwischen den Items mehr zeigen (Moosbrugger, 2007). Ein Test, bei dem lokale Unabhängigkeit oder lokale stochastische Unabhängigkeit vorliegt, gilt als eindimensional. Somit können dessen Items als Indikatoren des latenten Merkmals (Personeneigenschaft) angesehen werden (Bühner, 2006; Moosbrugger, 2007). Sie sind bezüglich des latenten, zu messenden Merkmals homogen. Gilt das Rasch-Modell, liegt lokale (stochastische) Unabhängigkeit vor, genauso wie andere positive Testeigenschaften, die im Folgenden beschrieben werden.
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Bedeutung von Emotionen im Sport ein, definiert Wettkampfangst und begründet das Ziel, das WAI-S nach der Probabilistischen Testtheorie zu evaluieren.
2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die Probabilistische Testtheorie im Vergleich zur Klassischen Testtheorie, definiert Wettkampfangst und beschreibt die Konstruktion des WAI-S sowie des CSAI-2.
3. Methode: Der Abschnitt beschreibt das Vorgehen bei der Datenerhebung an 353 Sportlern sowie die statistische Auswertung, inklusive der Anwendung verschiedener Rasch-Modelle.
4. Ergebnisse: Die Ergebnisse zeigen die Modelltestungen für die drei Skalen auf und präsentieren die Kennwerte der Items sowie die Begründung für den Ausschluss bestimmter Datensätze.
5. Diskussion: Das Fazit bewertet die Konformität des WAI-S mit dem Rasch-Modell, diskutiert die Empfehlungen zur Item-Eliminierung und reflektiert die Limitationen der Studie.
Wettkampfangst, WAI-S, Probabilistische Testtheorie, Rasch-Modell, Sportpsychologie, Item-Response-Theorie, Angstzustand, Testkonstruktion, Modellgeltung, psychometrische Evaluation, Fragebogen, Leistungssport, kognitive Angst, somatische Angst, Zuversicht
Die Arbeit befasst sich mit der psychometrischen Evaluation des Wettkampfangst-Inventars – State (WAI-S) auf Basis der Probabilistischen Testtheorie.
Die zentralen Themenfelder umfassen die sportpsychologische Angstdiagnostik, die Anwendung von Rasch-Modellen in der Testkonstruktion und die Validierung von Fragebogenskalen.
Das Hauptziel ist die Überprüfung der Konformität des WAI-S mit dem ordinalen Rasch-Modell sowie die Ableitung einer praxisfreundlichen Version mit 12 statt 16 Items.
Es werden probabilistische Testmodelle angewendet, ergänzt durch explorative und konfirmatorische Faktorenanalysen sowie qualitative kognitive Interviews.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Fundierung, die detaillierte Beschreibung der Stichprobe und Datenerhebung sowie die komplexe statistische Auswertung der Modellpassung.
Die Studie ist durch Begriffe wie Wettkampfangst, Rasch-Modell, PTT, WAI-S und sportpsychologische Diagnostik charakterisiert.
Die Modifikationen erfolgten, um durch kognitive Interviews identifizierte Probleme bei der Item-Interpretation zu lösen und die psychometrische Qualität der Skalen zu verbessern.
Personen mit statistisch auffälligen Fit-Indizes wurden qualitativ geprüft; bei inhaltlich unplausiblen Antwortmustern wurden diese von der weiteren Analyse ausgeschlossen.
Es wird empfohlen, vier spezifische Items aus den Skalen Besorgnis und Zuversicht zu eliminieren, um die diagnostische Präzision bei reduziertem Umfang zu erhalten.
Ja, durch den Nachweis der Rasch-Konformität bietet das Instrument eine fundierte Grundlage für eine objektive und präzise Diagnostik des Angstzustandes bei Athleten.
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