Diplomarbeit, 2010
63 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Familie
2.1 Begriffsbestimmung
2.2 Familie im Wandel
2.3 Familie heute
2.3.1 Familienformen
2.3.2 Eltern-Kind Beziehungen
2.3.3 Gewachsene Anforderungen an Eltern
2.4 Eltern- und Familienbildung
2.4.1 Gesetzliche Grundlagen
2.4.2 Institutionelle Anbieter von Eltern- und Familienbildung
2.4.3 Kindertagesstätten als eine Möglichkeit für Eltern- und Familienbildung
2.5 Zusammenfassung
3. Eltern und Familienbildung in der Kindertagesstätte
3.1 Kindertagesstätten heute
3.1.1 Neues Bild vom Kind
3.1.2 Rahmenbedingungen
3.2 Möglichkeiten von Kindertagesstätten zur Unterstützung von Familien
3.2.1 Gesetzliche Grundlagen
3.2.2 Aufgaben der Erzieherin
3.2.2.1 Ressourcen und Grenzen der Arbeit der Erzieherinnen
3.2.2.2 Notwendigkeit von Weiterbildungsangeboten
3.2.4 Die Kindertagesstätte aus elterlicher Sicht
3.3 Zusammenfassung
4. Erziehungspartnerschaft
4.1 Begriffsbestimmung
4.2 Erziehungspartnerschaft zur Unterstützung elterlicher Erziehungskompetenz
4.3 Voraussetzungen von Erziehungspartnerschaften
4.4 Ausgewählte Formen der Zusammenarbeit mit Eltern
4.4.1 Zusammenarbeit mit einzelnen Eltern
4.4.2 Zusammenarbeit mit Eltern in Gruppen
4.4.3 Sonstige Formen der Zusammenarbeit
4.4.4 Ressourcen und Grenzen der Erziehungspartnerschaft
4.5 Zusammenfassung
5. Fazit
Die Arbeit analysiert die veränderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für Familien und den daraus resultierenden erhöhten Unterstützungsbedarf. Das Ziel ist es, das Konzept der Erziehungspartnerschaft zwischen Kindertagesstätten und Eltern als wirksame Form der Eltern- und Familienbildung zu untersuchen und Möglichkeiten sowie Voraussetzungen für deren erfolgreiche Umsetzung aufzuzeigen.
3.1.1 Neues Bild vom Kind
Der gesellschaftliche Wandel der Lebenswelten der Kinder und die Veränderungen in den Sozialbeziehungen infolge Individualisierung und der Pluralisierung der Lebensformen verändern das Denken und Handeln gegenüber Kindern (vgl. Sächsisches Staatsministerium für Soziales, 2007, S. 5).
Aber auch die aktuelle Bildungsdebatte betrachtet die frühkindlichen Bildungsprozesse unter neuen wissenschaftlichen Gesichtspunkten. Die gegenwärtigen Erkenntnisse im Bereich der frühkindlichen Bildung passen nach Romberg nicht zum gängigen Bild, das man sich von Kindheit macht. Diese Bild ist gekennzeichnet von Kindheit als Synonym für Schonzeit und Spielzeit sowie von der allgemeinen Überzeugung, dass Kinder Wesen sind, die Zuwendung, Betreuung und vor allem Schutz brauchen vor den Herausforderungen der sich wandelnden Lebensverhältnisse. Das Umdenken dahin, dass Kinder außer schutzbedürftigen Wesen „eben auch Forscher, Welterkunder, hochtourige Lerner sind“ (Romberg, 2002, S.21), sollte dahin führen, dass ihre Umwelt – Eltern und Erzieherinnen – dem stärker gerecht werden.
Im Sächsischen Bildungsplan werden die Bedeutung der Analyse der aktuellen Lebensbedingungen von Kindern und die Beachtung der verschiedenen Sozialisations- und biographischen Erfahrungen sowie der psychischen und physischen Besonderheiten für die frühkindliche Pädagogik hervorgehoben. Das jeweils vorherrschende Bild vom Kind in der Vergangenheit hatte immer Auswirkungen auf pädagogische Konzepte. Die gegenwärtigen Veränderungen des Bildes vom Kind rücken den Alltag und die Kultur von Kindern und die Kindheit als gesellschaftliche Lebensform in den Mittelpunkt des Interesses (vgl. Sächsisches Staatsministerium für Soziales, 2007, Kap. 1, S. 5). „Jedes Kind ist ein Individuum, das eine ganz eigene Weltsicht hat und seine individuelle Identität ausprägt, die mehr ist als die Zugehörigkeit zu einem Altersjahrgang, einer Gruppe von Menschen mit besonderen Merkmalen wie Behinderung, Geschlecht, Ethnizität usw. Jedes Kind ist einmalig und aus diesem Grund besonders. Deshalb benötigt jedes Kind bestimmte, individuelle Unterstützungsleistungen zur Entfaltung seiner Potenziale im Miteinander. Das setzt jedoch voraus, dass diese Potenziale erkannt, wertgeschätzt und nutzbar gemacht werden.“ (Sächsisches Staatsministerium für Soziales, 2007, Kap. 1, S. 6).
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet gesellschaftliche Wandlungsprozesse, die Familien vor Herausforderungen stellen, und führt die Kindertagesstätte als präventiven Bildungs- und Unterstützungsort ein.
2. Familie: Dieses Kapitel definiert den Familienbegriff, erläutert den Wandel der Familienstrukturen sowie die daraus resultierenden Anforderungen an Eltern und stellt institutionelle Möglichkeiten der Familienbildung dar.
3. Eltern und Familienbildung in der Kindertagesstätte: Der Hauptteil analysiert die Rolle von Kindertagesstätten bei der Unterstützung von Familien, betrachtet das moderne Bild vom Kind und thematisiert die Aufgaben der Erzieherinnen sowie deren Qualifizierungsbedarf.
4. Erziehungspartnerschaft: Das Kapitel definiert Erziehungspartnerschaft, benennt deren Funktionen sowie Voraussetzungen und stellt ausgewählte Formen der praktischen Zusammenarbeit zwischen Erzieherinnen und Eltern vor.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Notwendigkeit der Erziehungspartnerschaft zusammen und betont, dass die Kindertagesstätte bei korrekter Umsetzung ein wichtiger Ort für die Stärkung elterlicher Kompetenzen ist.
Erziehungspartnerschaft, Kindertagesstätte, Elternbildung, Familienbildung, Erzieherin, Familienerziehung, Elternarbeit, Bildungsauftrag, Erziehungskompetenz, Sozialisation, Lebenswelten, Pädagogik, Vereinbarkeit, Familienstrukturen, Kooperation
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Bedeutung der Erziehungspartnerschaft zwischen Kindertagesstätten und Eltern als moderne Form der Unterstützung für Familien in Zeiten gesellschaftlichen Wandels.
Zentrale Themen sind der Wandel der Familienstrukturen, die Rolle der Kindertagesstätte als institutioneller Partner, die gesetzlichen Grundlagen und die vielfältigen Formen der Zusammenarbeit mit Eltern.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Kindertagesstätten durch den Aufbau einer Erziehungspartnerschaft die Erziehungskompetenz von Eltern stärken und einen Beitrag zur Familienbildung leisten können.
Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse und nutzt wissenschaftliche Erkenntnisse sowie gesetzliche Rahmenbedingungen, um das Thema theoretisch herzuleiten.
Der Hauptteil behandelt neben den Bedingungen des Aufwachsens von Kindern die Aufgaben der Erzieherinnen, die Notwendigkeit von Weiterbildung und konkrete Methoden der Zusammenarbeit, wie Entwicklungsgespräche oder Elternabende.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Erziehungspartnerschaft, Familienbildung, Kooperation, Kindertagesstätte und Elternkompetenz geprägt.
Die Arbeit unterscheidet zwischen der Zusammenarbeit mit einzelnen Eltern (z.B. Anmeldegespräche) und der Arbeit mit Eltern in Gruppen (z.B. Elternabende) sowie sonstigen Formen wie Elternvertretungen.
Die Kommunikation auf Augenhöhe ist grundlegend, da Eltern als Experten ihrer Kinder anerkannt werden und eine gleichberechtigte, partnerschaftliche Kooperation die Basis für das Wohl des Kindes bildet.
Aufgrund gestiegener Anforderungen an Familien müssen Erzieherinnen ihre Kompetenzen in Gesprächsführung, Beratung und Konfliktlösung erweitern, um den Erziehungsauftrag professionell zu erfüllen.
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