Bachelorarbeit, 2009
79 Seiten, Note: 2,0
3. Einleitung
4. Soziale Unterstützung
4.1 Wirkweisen des Social Support
4.2 Differenzierungsmöglichkeiten sozialer Unterstützung
4.3 Abhängigkeiten sozialer Unterstützung
4.4 Bedeutung Sozialer Unterstützung für jugendliche Leistungssportler
5. Informelle Unterstützungsquellen
5.1 Unterstützung durch die Familie
5.2 Unterstützung durch die Peergroup
5.2.1 Freundschaften
5.2.2 Liebesbeziehungen
5.2.3 Trainingspartner
6. Formelle Unterstützungsquellen
6.1 Soziale Unterstützung im Sportsystem
6.2 Die Eliteschule des Sports als Unterstützungsressource
6.2.1 Unterstützung durch strukturelle Rahmenbedingungen
6.2.2 Unterstützung durch den Trainer
6.2.3 Schule und Lehrer als Unterstützungsquelle
6.3 Unterstützung durch Sportinternate
6.3.1 Unterstützung ermöglichende Strukturen
6.3.2 Unterstützung durch Internatspädagogen
6.3.3 Persönlichkeitsentwicklung von Sportinternatsathleten
7. Zusammenfassung
8. Diskussion und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht, welche sozialen Unterstützungsressourcen jugendlichen Leistungssportlern, insbesondere an Eliteschulen des Sports, zur Verfügung stehen, um die hohe Doppelbelastung aus schulischen und leistungssportlichen Anforderungen erfolgreich zu bewältigen.
Zur Doppelbelastung jugendlicher Athleten
Die größte Anforderung, der die jungen Spitzensportler gegenüberstehen, ist die Bewältigung der Doppelbelastung von Schule und Leistungssport (vgl. Richartz & Brettschneider, Brettschneider & Klimek). Nach Brettschneider und Klimek (1998, S. 21) stehen die Leistungssport treibenden Jugendlichen im Hinblick auf die erfolgreiche Verknüpfung von Leistungssport und schulischer Ausbildung vor einem „Dilemma“. Sind die Zeitaufwendungen für Schule und Sport im Kindesalter noch geringer, so verschärft sich die Situation im Jugendalter zunehmend und eine Positionierung muss stattfinden (vgl. ebd.). Die Autoren kennzeichnen 3 Möglichkeiten, wie Jugendliche mit dieser Situation umgehen können (vgl. ebd.):
- Die erste Möglichkeit beschreibt eine Entscheidung der Jugendlichen (oder ihrer Eltern) gegen ein weiteres leistungssportliches Engagement (vgl. ebd.). Schule und Ausbildung erhalten oberste Priorität, jedoch werden keine Spitzenleistungen im Leistungssport erbracht (vgl. ebd.).
- Andere Nachwuchssportler entscheiden sich für den gegensätzlichen Weg und räumen der leistungssportlichen Karriere die oberste Priorität ein (vgl. ebd.). In machen Fällen sind sie sogar bereit, sich „[...] von allgemeiner Bildung gänzlich zu verabschieden und auf einen qualifizierten Schulabschluss zu verzichten“ (ebd., S. 21). Die Schulpflicht wird zwar erfüllt, da diese auch gesetzlich vorgeschrieben ist, jedoch geschieht das außerschulische Lernen mit weniger Hingabe (vgl. Richartz & Brettschneider, 1996). Die Gefahr besteht allerdings darin, nach einem Dropout mit „leeren Händen“ dazustehen. Ein Dropout bezeichnet das Ausscheiden aus dem Leistungssport (z.B. verletzungsbedingt).
- Letztlich gibt es auch die Option, sich für ein gleichwertiges Engagement in schulischer Ausbildung und leistungssportlichem Training zu entscheiden, um sich für die berufliche Zukunft beide Möglichkeiten offen zu halten. (vgl. Brettschneider und Klimek, 1998). Dies bedeutet einen „folgenreichen Balanceakt“, was in den nachfolgenden Ausführungen noch deutlich wird (ebd., S. 21).
3. Einleitung: Beleuchtung der leistungssportlichen Ausgangslage und Problematik der Nachwuchsförderung in Deutschland sowie Einführung in die Systemumstellung in Brandenburg.
4. Soziale Unterstützung: Definition und theoretische Herleitung des Konstrukts der sozialen Unterstützung sowie Erläuterung der Relevanz für Jugendliche.
5. Informelle Unterstützungsquellen: Analyse der Rolle von Familie und Peergroup (Freundschaften, Partner, Trainingspartner) als informelle Helfer im Alltag des Sportlers.
6. Formelle Unterstützungsquellen: Untersuchung institutioneller Unterstützungssysteme wie Eliteschulen des Sports und Sportinternate sowie der Rolle von Experten wie Lehrern und Trainern.
7. Zusammenfassung: Synthese der theoretischen Ergebnisse und der praktischen Bedeutung für die Unterstützungssysteme an Sportschulen.
8. Diskussion und Ausblick: Kritische Reflexion der Ausgangshypothesen anhand der empirischen Befunde und Aufzeigen zukünftiger Forschungsbedarfe.
Soziale Unterstützung, Social Support, Leistungssport, Eliteschule des Sports, Doppelbelastung, Nachwuchsförderung, Sportinternat, Trainer-Athlet-Beziehung, Peergroup, Familie, Stressbewältigung, Adoleszenz, Dropout, Persönlichkeitsentwicklung, Schule-Leistungssport-Verbund
Die Arbeit befasst sich mit der sozialen Unterstützung von jugendlichen Leistungssportlern und wie diese sie bei der Bewältigung ihrer Doppelbelastung durch Sport und Schule unterstützt.
Die zentralen Themen sind informelle Netzwerke (Familie, Freunde) und formelle Strukturen (Sportschulen, Internate) sowie deren Einfluss auf die psychische Stabilität und Leistung der Athleten.
Ziel ist es zu beleuchten, welche Unterstützungsressourcen den Athleten zur Verfügung stehen, um den hohen Leistungsdruck erfolgreich und gesund zu bewältigen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Aufarbeitung bestehender sportwissenschaftlicher Studien und empirischer Untersuchungen zu den Themenfeldern Social Support und Leistungssport.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Basis von Social Support, die detaillierte Betrachtung von informellen Quellen und die Analyse der formellen, institutionalisierten Unterstützung an Eliteschulen.
Soziale Unterstützung, Eliteschule des Sports, Doppelbelastung, Leistungssport, Sportinternat und Stressbewältigung sind die maßgeblichen Begriffe.
Der Trainer fungiert primär als informationelle Unterstützung, wobei zunehmend auch emotionale Kompetenzen gefordert sind, um den Athleten ganzheitlich zu stützen.
Mädchen suchen in der Peergroup stärker den emotionalen Gesprächsaustausch, während bei Jungen häufig sachorientierte und integrative Funktionen im Vordergrund stehen.
Das Internat ist als Ersatzfamilie strukturell schwierig zu bewerten, da ältere Forschungsdaten aus anderen politischen Systemen stammen und für heutige Anforderungen erst neu evaluiert werden müssen.
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