Bachelorarbeit, 2011
65 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Wissenschaftlicher Stand von Risikomanagement in produzierenden Unternehmen
2.1. Das produzierende Unternehmen
2.1.1. Begriffsdefinition
2.1.2 Klassifikation produzierender Unternehmen
2.1.3 Der Produktionsprozess
2.2 Risikomanagement
2.2.1 Risiko
2.2.2 Begriffsdefinition
2.2.3 Der Risikomanagementprozess
2.3 Merkmale produzierender Unternehmen mit Einfluss auf das Risikomanagement
3. Anforderungen an das Risikomanagement in produzierenden Unternehmen
4. Vergleich existierender Risikomanagementansätze für produzierende Unternehmen
4.1 Der Risikomanagementansatz von Wildemann
4.2 Der Risikomanagementansatz von Strohmeier
5. Entwicklung einer eigenen ganzheitlichen Risikomanagementmethodik für produzierende Unternehmen
6. Zusammenfassung und Ausblick
Ziel dieser Arbeit ist die Konzeption einer ganzheitlichen Risikomanagementmethodik für produzierende Unternehmen, die es Führungskräften ermöglicht, Risiken effektiv zu identifizieren, zu bewerten, zu steuern und zu kontrollieren.
2.2.1 Risiko
Ein Risiko kann sowohl ein praktisches, auf Erfahrungen beruhendes als auch ein gedankliches, in die Zukunft weisendes Konstrukt sein, das durch unterschiedliche Merkmale geprägt ist. Diese Eigenschaften verleihen dem Risikobegriff einen abstrakten Charakter, der eine eindeutige und einheitliche Sinndeutung des Ausdrucks erschwert. Es gibt gegenwärtig in der Wissenschaft und in der Literatur zahlreiche Versuche zur Klärung des Begriffs „Risiko“, die sich alle an dem jeweiligen Themenbereich orientieren, in welchem ein gewisses Risiko auftritt. Die nachfolgende Begriffsbestimmung von Finke ist am zutreffendsten für diese Arbeit, da auch der Unternehmenskontext berücksichtigt wird.
„Ein Ereignis stellt für ein Unternehmen ein Risiko dar, wenn es sowohl unsicher ist als auch Auswirkungen auf das Erreichen der Unternehmensziele hat.“ Diese Definition beinhaltet zwei zentrale Bestandteile, die ein Ereignis vorweisen muss, um als Risiko aufzutreten eigestuft zu werden. Einerseits die Unsicherheit, welche „… aus Umweltbedingungen, die objektiv nicht mit Sicherheit prognostizierbar sind und … aus der Komplexität der Umwelt…“ resultiert. Die Unsicherheit bzw. Ungewissheit wird als Ursache für Risiko betrachtet und mit Hilfe von Wahrscheinlichkeitsmessungen und -schätzungen bewertet und eingestuft. Andererseits sind die Auswirkungen auf das Erreichen der Unternehmensziele eine zusätzliche Voraussetzung für das Auftreten eines Risikos. Positive Auswirkungen auf die Zielsetzungen werden als Chance und Negative als Gefahr für das Unternehmen angesehen. Letztgenannte Effekte, die vorrangig auf finanzielle Betriebsziele einwirken, sind Folge plötzlich eintretender Schadensereignisse, ungünstiger Einwirkungen äußerer Umstände oder sich allmählich einstellender Fehlentwicklungen.
1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die Bedeutung des Risikomanagements als betriebliche Kernaufgabe und definiert das Ziel der Arbeit, eine spezifische Methodik für produzierende Unternehmen zu entwickeln.
2. Wissenschaftlicher Stand von Risikomanagement in produzierenden Unternehmen: Das Kapitel definiert produzierende Unternehmen sowie den Produktionsprozess und legt die theoretischen Grundlagen für das Risikomanagement inklusive der Risikodefinition.
3. Anforderungen an das Risikomanagement in produzierenden Unternehmen: Hier werden aus den spezifischen Merkmalen produzierender Unternehmen konkrete Risikofelder und Anforderungen an ein Risikomanagement-System abgeleitet.
4. Vergleich existierender Risikomanagementansätze für produzierende Unternehmen: Die Ansätze von Wildemann und Strohmeier werden gegenübergestellt, um Stärken, Schwächen und Verbesserungspotenziale zu identifizieren.
5. Entwicklung einer eigenen ganzheitlichen Risikomanagementmethodik für produzierende Unternehmen: Basierend auf den vorherigen Analysen wird ein eigener, ganzheitlicher Ansatz konzipiert, der die Lücken der bestehenden Modelle schließt.
6. Zusammenfassung und Ausblick: Das Kapitel resümiert die Arbeit und bewertet die Erreichung der Zielsetzung hinsichtlich der Ganzheitlichkeit der entwickelten Methodik.
Risikomanagement, Produzierende Unternehmen, Risikomanagementmethodik, Risikoidentifikation, Produktionsprozess, Risikobewertung, Risikohandhabung, Risikocontrolling, Frühwarnsystem, Unternehmenserfolg, Beschaffungsrisiken, Absatzrisiken, Corporate Governance, Ganzheitlichkeit.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung einer ganzheitlichen Risikomanagementmethodik, die speziell auf die Bedürfnisse und Strukturen produzierender Unternehmen zugeschnitten ist.
Zentrale Themen sind die Definition und Klassifikation von Produktionsunternehmen, die Darstellung von Produktionsprozessen, die Risikoanalyse, die Handhabungsstrategien sowie die Corporate Governance.
Ziel ist es, den Führungskräften produzierender Unternehmen eine effektive Methode an die Hand zu geben, um Risiken frühzeitig zu identifizieren, zu bewerten, zu steuern und zu kontrollieren.
Der Autor führt eine Literaturanalyse durch, vergleicht bestehende Risikomanagementansätze von Wildemann und Strohmeier anhand spezifischer Anforderungen und kombiniert deren Vorteile zu einem eigenen Ansatz.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen, die Herleitung von Anforderungen aus Produktionsmerkmalen, den Vergleich bestehender Ansätze sowie die detaillierte Vorstellung der neu entwickelten Methodik.
Typische Schlüsselbegriffe sind Risikomanagement, Produzierende Unternehmen, Frühwarnsystem, Risikohandhabung und ganzheitlicher Ansatz.
Wildemanns Ansatz ist praxisnah und instrumentenorientiert, während Strohmeiers Modell eher theoretisch ausgerichtet ist und sich an betriebswirtschaftlichen Managementsystemen orientiert.
Das Frühwarnsystem dient als zentrale Grundlage für eine umfassende Risikoidentifikation in allen unternehmensinternen und -externen Bereichen.
Sie führt das Gestaltungselement „Risikoorientierte Corporate Governance“ ein, um durch integratives Verhalten und Workshops Kommunikationsdefizite zu vermeiden.
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