Bachelorarbeit, 2011
114 Seiten, Note: 98,00 %
2. EINLEITUNG
2.1. BESCHREIBUNG DER ARBEIT
2.2. THESE UND ZIELSETZUNG
2.3. ZIELGRUPPEN DER ARBEIT
2.4. INDUSTRIERELEVANZ UND HYPOTHESEN
3. GRUNDLAGEN
3.1. EINFÜHRUNG IN DIE FSK
3.2. WAS BEDEUTET ‚FREIWILLIGE - SELBST- KONTROLLE?
3.3. ANDERE BEWERTUNGSSTELLEN UND KONTROLLINSTITUTIONEN
3.4. PROBLEMATIKEN UND KONTROVERSES DER FSK
4. METHODIK
4.1. BESCHREIBUNG UND BEGRÜNDUNG DER HERANGEHENSWEISE
4.2. HERANGEHENSWEISE UND BEGRÜNDUNG DER FRAGEBÖGEN
4.3. METHODIK DER AUSWERTUNG
5. DURCHFÜHRUNG
5.1. BESCHREIBUNG DER UMFRAGE UND HERANGEHENSWEISE DER DURCHFÜHRUNG
5.2. VERÖFFENTLICHUNG DER UMFRAGE
5.3. ABLAUF DER UMFRAGE
6. ERGEBNISSE
6.1. AUSWERTUNG DER FRAGEBÖGEN
6.1.1. GESAMTAUSWERTUNG
6.1.2. FEINAUSWERTUNG
6.1.2.1. BLOCK 1, 1. PLATZ (‚KILL BILL: VOL. 1’)
6.1.2.2. BLOCK 2, 1. PLATZ (‚HARRY POTTER - DER STEIN DER WEISEN’)
6.1.2.3. BLOCK 3, 1. PLATZ (‚DER SOLDAT JAMES RYAN’)
6.1.2.4. ALLGEMEINE TENDENZ DER FSK- BEWERTUNG
6.2. ZUSAMMENFASSUNG DER ERGEBNISSE
6.2.1. ZUSAMMENFASSUNG DER GESAMTAUSWERTUNG
6.2.2. ZUSAMMENFASSUNG DER FEINAUSWERTUNG
6.3. INTERPRETATION DER ERGEBNISSE
6.3.1. DIE WIRKUNG VON FILMEN MIT AGGRESSIVEN DARSTELLUNGEN
6.3.2. SCHOCK UND TRAUMA
6.3.3. SEXUALITÄT
7. ZUSAMMENFASSUNG
7.1. BEZUGNAHME ZUR THESE UND ZIELSETZUNG
7.2. KRITISCHE BETRACHTUNG DER RESULTATE DER UMFRAGE
7.3. VORSCHLÄGE FÜR WEITERE UNTERSUCHUNGEN
10. ANHANG
10.1. WEITERE AUSWERTUNGEN
10.1.1. BLOCK 1, PLATZ 2 - 7
10.1.2. BLOCK 2, PLATZ 2 - 7
10.1.3. BLOCK 3, PLATZ 2 - 7
10.2. UNAUSGEFÜLLTER FRAGEBOGEN
10.3. AUSGEFÜLLTE BEISPIELFRAGEBÖGEN
10.3.1. ‚KILL BILL: VOL. 1’
10.3.2. ‚HARRY POTTER - DER STEIN DER WEISEN’
10.3.3. ‚DER SOLDAT JAMES RYAN’
Die Arbeit untersucht, ob die Altersfreigaben der FSK aus Sicht der Verbraucher als korrekt oder fehlerhaft empfunden werden, wobei das primäre Ziel darin besteht, subjektive Beobachtungen zu objektivieren und eine differenzierte Altersgruppenanalyse durchzuführen.
6.3.1. Die Wirkung von Filmen mit aggressiven Darstellungen
Hopf schreibt, dass in früheren Zeiten vermutet wurde, dass es beim Ansehen von Filmen zu einer ‚Katharsis’15 kommen würde, das heißt beim Sehen solcher Filme würde sich das Aggressionspotential sogar verringern (vg. Hopf, 2005, S. 160). Katharsis bedeutet übersetzt ‚Reinigung‘. In der Psychologie versteht man darunter eine Verringerung und einen Abbau von Affekten. Dies kann im einzelnen Fall vielleicht einmal geschehen. Tatsächlich besteht in der Wirkungsforschung weitgehend Übereinstimmung darüber, dass Gewaltdarstellungen im Film nicht, wie früher vermutet, zu einer möglichen Katharsis führen (was wie gesagt im Einzelfall einmal möglich sein kann), sondern aggressionsfördernd sind und – je nach Persönlichkeitsstruktur – zu mehr oder weniger Gewaltbereitschaft stimulieren (vgl. Hopf, 2005, S. 160; Hearold, 1986; Scheungrab, 1990; Lukesch, 1990; Eron, 1992). Gemäß Hopf ist in der Psychologie jedoch die sogenannte ‚Stimulationshypothese’ gültig, die in vielen (empirischen) Studien nachgewiesen wurde. Sie bedeutet, dass der regelmäßige Konsum von Gewalt zu höheren Gewaltpotentialen führt. Bei männlichen Jugendlichen, die viele Filme mit Gewaltdarstellungen konsumieren, ist bereits die Sprache aggressiver als bei jenen, die solche Filme nicht oder nur selten ansehen (Hopf & Tschuschke, 1993, S. 170). Diese Tatsache ist nicht einfach Ergebnis eines erhöhten Konsums von entsprechenden Filmen, sondern dadurch bedingt, dass männliche dissoziale Persönlichkeiten eine stärkere Neigung zum Konsum solcher Filme zeigen, weil so eine Projektion ihrer Gewaltphantasien möglich wird, die ihnen zeitweise psychische Erleichterung verschafft. Das bedeutet jedoch nicht, dass sich auf diese Weise ihre aggressiven Phantasien abbauen, dass etwa eine ‚Katharsis’ stattfindet. Es findet lediglich ein zeitweiliger Rückschritt statt. Nach dem Konsum eines Films mit Gewaltdarstellungen kommt es nach klinischer Erfahrung erneut zu aggressivem Verhalten und meist zu verstärkten Gewaltphantasien. Bei geringer sozialer Einbindung (dissozial) und vorhandener Ich- Schwäche sind dann auch entsprechende Handlungen nicht auszuschließen, wie Untersuchungen und Kasuistiken16 zeigen (vgl. Hopf, 1985, Klosinski, 1987; Scheungrab, 1990).
EINLEITUNG: Definiert die Forschungsfrage und die These, dass FSK-Bewertungen von Zielgruppen oft als unzutreffend eingeschätzt werden.
GRUNDLAGEN: Erläutert die Geschichte und die Aufgaben der FSK sowie die theoretischen Hintergründe von Medienselbstkontrolle und Jugendgefährdung.
METHODIK: Beschreibt das gewählte quantitative Umfrageverfahren und die Auswahl der untersuchten Filmbeispiele.
DURCHFÜHRUNG: Dokumentiert den Ablauf der digitalen Umfrage und die Veröffentlichung der Fragebögen.
ERGEBNISSE: Präsentiert die Gesamtauswertung der 26 Fragen sowie eine detaillierte Feinauswertung für ausgewählte Block-Favoriten.
ZUSAMMENFASSUNG: Bestätigt die aufgestellte These anhand der erhobenen Daten und zieht kritische Schlüsse für zukünftige Forschungsansätze.
FSK, Altersfreigabe, Medienselbstkontrolle, Jugendgefährdung, Filmanalyse, Konsumverhalten, empirische Untersuchung, Gewaltdarstellung, Medienkompetenz, Jugendschutzgesetz, Filmindustrie, Psychologie, Wirkungsforschung, Katharsis, Filmbewertung
Die Arbeit untersucht kritisch die Bewertungspraxis der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) und wie diese von verschiedenen Verbrauchergruppen wahrgenommen wird.
Zentrale Themen sind der filmische Jugendschutz, die Kriterien der Altersfreigabe, die psychologische Wirkung von Mediengewalt auf Kinder und Jugendliche sowie der Vergleich zwischen staatlicher Regulierung und Selbstkontrolle.
Das Ziel ist es, zu prüfen, ob die subjektive Wahrnehmung, dass FSK-Freigaben häufig falsch sind, durch eine empirische Umfrage objektiviert und durch Daten gestützt werden kann.
Es wurde eine quantitative Online-Umfrage mit 200 Teilnehmern durchgeführt, die ergänzend durch eine manuelle Feinauswertung von 21 ausgewählten Filmbeispielen ergänzt wurde.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, methodische Herangehensweisen, die Durchführung der Umfrage sowie eine detaillierte Auswertung und Interpretation der Ergebnisse inklusive der Wirkung von Gewaltdarstellungen und Schockmomenten.
Wichtige Begriffe sind FSK, Jugendgefährdung, Medienselbstkontrolle, Altersfreigabe, empirische Umfrage und mediale Wirkung.
Ein Teil der Teilnehmer hält die FSK-18-Bewertung für zu hoch und fordert eine Herabstufung auf 16, während eine Mehrheit die Bewertung als angemessen oder sogar als "nicht verfehlt" einstuft.
Die Mehrheit der Teilnehmer hält die Freigabe ab 16 Jahren für zu niedrig und stuft den Film in eine höhere Altersklasse ein, aufgrund der drastischen Gewaltdarstellungen, die als nicht altersgerecht für 16-Jährige empfunden werden.
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