Examensarbeit, 2011
36 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Lerngruppenbeschreibung und pädagogische Situation
3. Erörterung des fachdidaktischen Problems
3.1 Begriffsverständnis von politischer Handlungskompetenz in dieser Unterrichtsreihe
3.2 Standards und Indikatoren der politischen Handlungskompetenz
4. Handlungsorientierter Projektunterricht - ein fachdidaktischer Lösungsvorschlag
4.1 Problembeschreibung und Zielformulierung
4.2 Begründete Auswahl eines Lösungsvorschlages
4.3 Handlungsorientierung als didaktisches Konzept zur Förderung von politischer Handlungskompetenz
4.4 Das Projekt als zentrale Methode dieser Unterrichtsreihe
5. Praktische Durchführung der Unterrichtsreihe (Erprobung)
5.1 Beschreibung der durchgeführten Unterrichtsreihe
5.2 Exemplarische Sequenzen der Unterrichtsreihe in denen explizit politische Handlungskompetenz gefördert wurde
5.2.1 Erste Sequenz: 2. Doppelstunde „Der Werratalsee zu Eschwege - Freizeit und Erholungsgebiet für jeden?“
5.2.2 Zweite Sequenz: 4. Doppelstunde „Außerschulischer Lernort - Begehung der Gestaltungsfläche am Werratalsee.“
5.2.3 Dritte Sequenz: 7. Doppelstunde „Erarbeitung der Präsentationen.“
5.3 Tabellarischer Überblick über den Verlauf der Unterrichtsreihe
6. Evaluation
7. Reflexion und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit ein nach dem Prinzip der Handlungsorientierung geplanter Unterricht die politische Handlungskompetenz von Schülerinnen und Schülern einer 7. Jahrgangsstufe fördern kann. Anhand des realen Falls der Neugestaltung eines öffentlichen Badestrandes in Eschwege sollen die Jugendlichen befähigt werden, politische Sachverhalte zu analysieren, Interessen zu artikulieren, Kompromisse auszuhandeln und aktiv an Entscheidungsprozessen teilzunehmen.
3.1 Begriffsverständnis von Handlungskompetenz in dieser Unterrichtsreihe
Der im Schulfeld gebräuchliche Ausdruck Kompetenz verbindet Wissen und mögliches Handeln mit dem Ziel, gegenwärtige und zukünftige Lebenssituationen bewältigen und gestalten zu können. Menschen gelten dann als kompetent, wenn sie ihre Bildung und das mit dieser verbundene Können kreativ nutzen, wenn sie lebenspraktische Erfahrungen verarbeiten, bewerten und weiterlernen, wenn sie mit ihren Gefühlen und Emotionen umgehen, wenn sie Probleme sach- und sozialkompetent lösen und Aufgaben allein und zusammen bearbeiten können.
In der Expertise zur Einführung von Bildungsstandards haben Klieme u. a. 2003 den Kompetenzbegriff als „erworbene, also nicht von Natur aus gegebene Fähigkeit, die an und in bestimmten Dimensionen der gesellschaftlichen Wirklichkeit erfahren wurde und zu ihrer Gestaltung geeignet sind […]“ definiert.
An diesem allgemeinen Begriffsverständnis von Kompetenz knüpft die vorliegende Arbeit an und überträgt diesen auf das fachspezifische Verständnis von Kompetenz in der politischen Bildung. In Anlehnung an den Kompetenzbegriff von Weinert, der ihn als Problemlösefähigkeit versteht, beschreibt Sander einen Schüler dann als kompetent, wenn er „Politik im weiteren Sinne beurteilen [kann] und politisch handlungsfähig [ist].“ Politische Urteile und politisches Handeln sind demnach zentrale fachspezifische Kompetenzen, die in der politischen Bildung im Unterricht von Schülern erworben werden sollen. Da sich beim Schüler aber weder ein Nullpunkt bzw. ein Endpunkt politischen Handelns und Urteilens bestimmen lassen, müssen beide Kompetenzen beim Schüler individuell evaluiert werden, um Lernfortschritte und Kompetenzzuwächse zu verdeutlichen.
1. Einleitung: Hinführung zum Thema, Darstellung der Relevanz politischer Bildung für Jugendliche und Formulierung der Forschungsfrage.
2. Lerngruppenbeschreibung und pädagogische Situation: Analyse der Lernausgangslage, der sozialen Struktur und der Kompetenzen der untersuchten 7. Jahrgangsstufe.
3. Erörterung des fachdidaktischen Problems: Theoretische Herleitung des Begriffs der politischen Handlungskompetenz und Festlegung relevanter Standards und Indikatoren.
4. Handlungsorientierung als fachdidaktischer Lösungsvorschlag: Begründung des gewählten didaktischen Prinzips und Erläuterung der Projektmethode zur Förderung von Partizipation.
5. Praktische Durchführung der Unterrichtsreihe (Erprobung): Detaillierte Darstellung des Unterrichtsverlaufs, der verwendeten Materialien und der beispielhaften Sequenzen.
6. Evaluation: Auswertung der erhobenen Daten durch Zielscheiben-Diagramme und Arbeitsmappen zur Messung des Kompetenzzuwachses.
7. Reflexion und Ausblick: Kritische Würdigung des Unterrichtsvorhabens, Bewertung des Projekterfolgs und Transfermöglichkeiten auf zukünftige Unterrichtssituationen.
Politische Bildung, Handlungskompetenz, Handlungsorientierung, Projektunterricht, Demokratie, Partizipation, Werratalsee, Politikunterricht, Jugendstudie, Sozialkompetenz, Urteilskompetenz, Diagnosebogen, Lernarrangements, Mitbestimmung, Bürgerrolle.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Förderung der politischen Handlungskompetenz bei Schülerinnen und Schülern einer 7. Klasse am Beispiel eines konkreten lokalen Infrastrukturprojekts.
Im Zentrum stehen die Begriffe Demokratie, Partizipation und die praktische Ausübung der Bürgerrolle durch die Jugendlichen.
Das Ziel ist es, durch einen handlungsorientierten Projektunterricht die politische Mündigkeit der Schüler zu stärken und sie zu befähigen, Interessen in der eigenen Gemeinde aktiv und begründet zu vertreten.
Der Autor stützt sich auf ein projektorientiertes Lernkonzept, das durch eine Vorher-Nachher-Evaluation mittels Diagnosebögen und Zielscheiben empirisch untermauert wird.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Fundierung, die Planung und Durchführung der Unterrichtsreihe am Beispiel des Werratalsees sowie die detaillierte Auswertung der Lernfortschritte.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Handlungsorientierung, politische Handlungskompetenz, Projektmethode und Partizipation geprägt.
Der Werratalsee dient als realer Lerngegenstand, an dem die Schüler konkrete Gestaltungsvorschläge erarbeiten und die verschiedenen Interessen der Akteure (Rentner, Jugendliche, Naturschützer etc.) erproben können.
Der Erfolg wurde anhand eines Diagnosebogens evaluiert, der die Einschätzung der Schüler hinsichtlich ihrer Fähigkeiten in verschiedenen politischen Situationen vor und nach der Unterrichtsreihe vergleicht.
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