Examensarbeit, 2011
145 Seiten, Note: 1,0
1. VORWORT
2. DAS MOBILFUNKTELEFON UND DIE JUGEND
2.1. DER WERDEGANG DES HANDYS – VOM KOMMUNIKATIONSGERÄT ZUM MULTIMEDIALEN SCHWEIZER TASCHENMESSER
2.1.1. Von den Anfängen bis heute
2.1.2. Technische Standards (Netze)
2.1.3. Zukunftsperspektiven
2.2. MOBILE JUGEND
2.2.1. Handybesitz und -nutzung
2.2.2. Stellenwert des Handys für Jugendliche und Kinder
2.3. DAS HANDY ALS MOBILE FILMKAMERA
2.3.1. Technische Spezifikationen
2.3.2. Möglichkeiten und Grenzen
3. GRUNDLAGEN DER KURZFILMPRODUKTION
3.1. DRAMATURGIE
3.2. VORPRODUKTION
3.3. DREHARBEITEN
3.3.1. Einstellungsgrößen
3.3.2. Kameraperspektiven
3.4. POSTPRODUKTION
3.4.1. Non-linearer Schnitt
3.4.2. Vertonung
4. HANDLUNGSORIENTIERTES LERNEN IM MEDIALEN PROJEKTUNTERRICHT
4.1. THEORETISCHE & PRAKTISCHE GRUNDLAGEN DER PROJEKTMETHODE
4.1.1. Entstehung der Projektmethode
4.1.2. Lerntheoretische Grundlagen des handlungsorientierten Unterrichts
4.1.3. Grundstruktur der Projektmethode
4.1.4. Voraussetzungen und Ziele
4.1.5. Probleme und Grenzen des Projektlernens
4.2. ASPEKTE DER MEDIENERZIEHUNG & BILDUNG
4.2.1. Didaktische Anforderungen und Ziele
4.2.2. Medienbildung durch Mediengestaltung und Nutzung
4.2.3. Filmbildung und Erziehung
5. DAS UNTERRICHTSPROJEKT „HANDYCLIPS“
5.1. ZIELE
5.2. LEHRPLANBEZUG
5.3. VORBEREITUNGSMAßNAHMEN
5.3.1. Organisatorische Aspekte
5.3.2. Didaktische Reduktion
5.3.3. Methodische Überlegungen
5.4. MATERIALIEN UND BAUSTEINE DES PROJEKTS
5.4.1. Drehbuch
5.4.2. Informationsblätter
5.4.3. Arbeitsaufträge
5.5. ORGANISATION UND ABLAUF DER PROJEKTARBEIT
5.5.1. Einführung
5.5.2. Projektinitiierung
5.5.3. Projektdurchführung
5.5.4. Abschluss des Projekts / Präsentation
5.5.5. Reflexion
6. QUANTITATIVE EVALUATION
6.1. FRAGESTELLUNGEN
6.1.1. Ist ein medialer Projektunterricht praktikabel?
6.1.2. Hat der mediale Projektunterricht Einfluss auf das Klassenklima?
6.1.3. Wird praktische Medienkompetenz vermittelt?
6.1.4. Wird Medienwissen vermittelt?
6.2. METHODE
6.2.1. Stichprobe
6.2.2. Untersuchungsdesign
6.2.3. Erhebungsinstrumente
6.2.4. Datenauswertung
6.3. ERGEBNISSE
6.3.1. Demografische Daten
6.3.2. Medienbesitz
6.3.3. Handynutzung und Ausstattung
6.3.4. Medienkompetenz
6.3.5. Medienwissen
6.3.6. Klassenklima
6.3.7. Beurteilung des Projekts
6.3.8. Projektergebnisse
6.4. DISKUSSION
6.4.1. Demografische Daten
6.4.2. Praktikabler medialer Projektunterricht
6.4.3. Vermittlung von Medienkompetenz
6.4.4. Vermittlung von Medienwissen
6.4.5. Der mediale Projektunterricht und das Klassenklima
6.4.6. Beurteilung des Projekts
7. ZUSAMMENFASSUNG
Die Arbeit untersucht die Integration von Mobilfunkkameras als Werkzeug im handlungsorientierten Projektunterricht einer 8. Klasse an einer Mittelschule. Zentrales Ziel ist die Gestaltung einer Unterrichtssequenz zur Kurzfilmproduktion sowie die Evaluation der Auswirkungen auf das Klassenklima, die Medienkompetenz und das mediale Fachwissen der Schüler.
3.1. Dramaturgie
Ein dramaturgischer Aufbau eines Films stellt das Grundgerüst für die Handlung vom Filmen dar. Besonders in außerschulischen Filmprojekten kommt es vor, dass die systematische Erarbeitung eines Handlungsablaufs ausbleibt und spontan zu filmen begonnen wird, was sich oft in der Arbeitsweise vieler Produktionen wiederspiegelt (Ribbeck, 1990, S.35).
Was ist jedoch unter dem Begriff „Dramaturgie“ genau zu verstehen? Anfang et al. (2006, S. 10) beschreiben dieses gestalterische Element als die Struktur einer Erzählung, die im Zusammenhang einer Spielfilmhandlung gewährleisten soll, dass der Zuschauer die Filmgeschichte mit Interesse, Lust und Spannung bis zum Ende verfolgen will. Seiner Meinung nach findet sich folgendes Grundgerüst der Dramaturgie in fast allen Filmgeschichten wieder (a.a.O., S. 11):
Die Exposition oder Einführung. Gezeigt wird hier, welche Personen und Charaktere sich in welchen Situationen und Orten befinden.
Die Entwicklung der Handlung. Hier treten die zuvor dargestellten Akteure in eine – tragische oder komische – Beziehung zueinander. Konflikte und Veränderungsmöglichkeiten entwickeln sich.
Der Konflikt spitzt sich zu, eine Lösung muss gefunden werden.
Der Konflikt löst sich auf.
1. VORWORT: Einleitung in die Bedeutung der digitalen Medienwelt für Jugendliche und Begründung der Relevanz des Handys als Lerninstrument im schulischen Kontext.
2. DAS MOBILFUNKTELEFON UND DIE JUGEND: Historische Entwicklung der Mobilfunktechnologie und Analyse des Stellenwerts des Handys für Kinder und Jugendliche sowie dessen Potenziale als mobile Filmkamera.
3. GRUNDLAGEN DER KURZFILMPRODUKTION: Erläuterung der filmischen Produktionsphasen, von der dramaturgischen Planung über die Dreharbeiten mit Kameraeinstellungen bis hin zur digitalen Postproduktion.
4. HANDLUNGSORIENTIERTES LERNEN IM MEDIALEN PROJEKTUNTERRICHT: Theoretische Herleitung der Projektmethode und Verknüpfung mit Medienbildung und Filmpädagogik im Unterricht.
5. DAS UNTERRICHTSPROJEKT „HANDYCLIPS“: Detaillierte Darstellung der praktischen Konzeption des Unterrichtsvorhabens, inklusive Zielen, Lehrplanbezug und methodischem Ablauf.
6. QUANTITATIVE EVALUATION: Empirische Untersuchung zur Wirksamkeit des Projekts bezüglich Klassenklima, Medienkompetenz und Wissenszuwachs bei den Schülern.
7. ZUSAMMENFASSUNG: Zusammenfassende Betrachtung der erzielten Ergebnisse und Reflexion der Eignung des Projektunterrichts zur Förderung von Medienkompetenz und sozialem Zusammenhalt.
Projektunterricht, Medienkompetenz, Handynutzung, Kurzfilmproduktion, Klassenklima, Filmbildung, handlungsorientiertes Lernen, Medienpädagogik, quantitative Evaluation, Filmanalyse, Schulpraxis, Digitale Medien, Gruppenarbeit, Mediale Gestaltung, Jugendliche.
Die Arbeit behandelt die kreative Nutzung von Handys im Rahmen eines schulischen Projektunterrichts zur Produktion von Kurzfilmen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Medienpädagogik, der filmtechnischen Ausbildung von Schülern und der sozialen Interaktion innerhalb von Projektgruppen.
Es soll untersucht werden, ob ein handlungsorientierter, medialer Projektunterricht die Medienkompetenz der Schüler fördert und gleichzeitig positive Auswirkungen auf das Klassenklima hat.
Es wurde ein quantitatives Evaluationsdesign (Vor- und Nachbefragung der Schüler) gewählt, um messbare Veränderungen in den Wissens- und Einstellungsbereichen zu erfassen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen der Dramaturgie und Projektmethode sowie eine ausführliche Dokumentation des Unterrichtsprojekts „Handyclips“.
Die Arbeit lässt sich vor allem durch die Begriffe Projektunterricht, Medienkompetenz, Klassenklima und Kurzfilmproduktion einordnen.
Das Projekt fordert intensive Gruppenarbeit, was durch die gemeinsame Zielsetzung die Kooperation und das soziale Miteinander in der Klasse stärken kann.
Herausforderungen sind unter anderem die Organisation der Technik, die Einhaltung rechtlicher Rahmenbedingungen (Urheberrecht/GEMA) und die Bewältigung des hohen Zeitaufwands für die Postproduktion.
Die Auswertung zeigt einen deutlichen Zuwachs an technischem Medienwissen und eine positive Resonanz der Schüler bezüglich des unterrichtlichen Mehrwerts des Projekts.
Die meisten Schüler beurteilten die Arbeit mit den Mobilfunkkameras und die eigenständige Produktion der Handyclips als sehr lehrreich, interessant und motivierend.
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