Masterarbeit, 2011
58 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Forschungsfragen und Untersuchungsziel
2 Literaturanalyse und theoretischer Bezugsrahmen
2.1 Methodisches Vorgehen bei der Literaturrecherche
2.2 Harninkontinenz und Kontinenzförderung
2.2.1 Der Miktionsablauf
2.2.2 Kontinenz und Harninkontinenz
2.2.3 Formen der Harninkontinenz
2.2.4 Risiken einer Harninkontinenz
2.2.5 Diagnostik und Einschätzung einer Harninkontinenz
2.2.6 Inkontinenzversorgung und Kontinenzförderung
2.3 Wissen, Einstellung und Ansicht in der Pflege inkontinenter Menschen
3 Methodik
3.1 Studiendesign
3.2 Instrument
3.3 Datenerhebung
3.4 Datenanalyse
4 Ergebnisse
4.1 Stichprobe
4.1.1 Alters- und Geschlechtsverteilung
4.1.2 Grundsausbildung, Fort- und Weiterbildung
4.1.3 Berufserfahrung in der Pflege
4.2 Wissen zu Urininkontinenz (UI)
4.2.1 Wissen nach Alter und Geschlecht
4.2.3 Wissen nach Bildung und Berufserfahrung
4.3 Einstellung zu Urininkontinenz
4.3.1 Einstellung zur UI nach Alter und Geschlecht
4.3.2 Einstellungen zu UI nach Aus-, Fort- und Weiterbildung
5 Diskussion und Schlussfolgerung
Die vorliegende Arbeit untersucht den Wissensstand und die Einstellungen deutscher Pflegekräfte in Pflegeheimen gegenüber Harninkontinenz und der pflegerischen Versorgung. Ziel ist es, Zusammenhänge zwischen fachlicher Qualifikation, Berufserfahrung, Alter und dem Wissen sowie der Einstellung zu identifizieren, um eine Grundlage für zukünftige Verbesserungen in der pflegerischen Praxis und Ausbildung zu schaffen.
2.2.1 Der Miktionsablauf
Die Miktion und damit verbundene Blasenentleerung erfolgt bei gesunden Menschen und bei passender Gelegenheit in der Regel alle 4-5 Stunden am Tage und seltener in der Nacht (Newman und Wein, 2009). Der Blasenmuskel ist dabei im entleerten Zustand entspannt, der Schließmuskel angespannt (Abb. 2-1-a). Bei Füllung der Blase bleibt der Blasenmuskel entspannt, der Schließmuskel weiterhin verschlossen (Abb. 2-1-b). Ist die Blase halbvoll, wird das erste Bedürfnis der Entleerung registriert. Die Blasenentleerung wird bewusst zurückgehalten, bis sich eine passende Gelegenheit bietet. Beim Vorgang der Blasenentleerung entspannt sich der Schließmuskel, der Blasenmuskel spannt sich an und der Urin kann abfließen (Abb. 2-1-c).
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung der Harninkontinenz in der Pflege sowie die gesetzliche Verankerung von Qualitätsstandards und formuliert die zentralen Forschungsfragen der Arbeit.
2 Literaturanalyse und theoretischer Bezugsrahmen: Dieses Kapitel verknüpft wissenschaftliche Definitionen der Harninkontinenz mit bestehenden Forschungsmodellen zu Wissen, Einstellung und Pflegehandlung.
3 Methodik: Hier wird das explorative Studiendesign mittels eines strukturierten Fragebogens sowie die Datenerhebung in Berliner Pflegeheimen erläutert.
4 Ergebnisse: Die Ergebnisse präsentieren die demografischen Daten der Stichprobe und analysieren den Wissensstand sowie die Einstellungen der Pflegekräfte anhand der erhobenen Scores.
5 Diskussion und Schlussfolgerung: Das Abschlusskapitel interpretiert die Ergebnisse im Kontext internationaler Studien und leitet Empfehlungen für die Praxis und zukünftige Forschung ab.
Harninkontinenz, Urininkontinenz, Pflegeheim, Pflegekräfte, Wissensstand, Einstellung, Expertenstandard, Kontinenzförderung, Pflegepraxis, Pflegequalität, Berufserfahrung, Weiterbildung, Assessment, Pflegedokumentation.
Die Arbeit untersucht das Wissen und die Einstellungen von in Deutschland tätigen Pflegekräften in Pflegeheimen bezüglich des Themas Harninkontinenz und der damit verbundenen pflegerischen Versorgung.
Zentrale Felder sind die physiologischen Grundlagen der Miktion, Risikofaktoren, Instrumente zur Einschätzung sowie der Einfluss von beruflicher Qualifikation und Erfahrung auf die professionelle Pflege von inkontinenten Patienten.
Das Ziel ist es, empirisch zu erfassen, wie es um das Fachwissen und die Einstellungen der Pflegekräfte steht, um Ansatzpunkte für eine bessere Ausbildung und Praxisbegleitung zu gewinnen.
Es handelt sich um eine explorative Untersuchung, bei der ein standardisierter Fragebogen in 11 Pflegeeinrichtungen in Berlin/Brandenburg eingesetzt wurde.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Literaturrecherche, die Methodik der Datenerhebung und eine detaillierte Auswertung der Ergebnisse hinsichtlich Alters-, Bildungs- und Erfahrungsstrukturen.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Inkontinenzmanagement, Kontinenzförderung, pflegerische Kompetenz, explorative Untersuchung und Versorgungsqualität.
Die Arbeit analysiert, ob eine formale Qualifikation oder spezifische Fortbildungen (wie die zum Inkontinenzberater) tatsächlich zu einem messbar höheren Wissensstand führen.
Die Studie untersucht, inwieweit Einstellungen (z.B. zur Tabuisierung der Inkontinenz oder zur Notwendigkeit eines Assessments) die Bereitschaft zur professionellen Hilfe beeinflussen.
Es zeigen sich deutliche Wissenslücken, insbesondere im Bereich der Einschätzung und Dokumentation, wobei überraschenderweise keine signifikanten Vorteile für höher qualifizierte Gruppen gegenüber Hilfskräften gefunden werden konnten.
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