Diplomarbeit, 1999
140 Seiten, Note: 1
1. PLANUNGS- UND CONTROLLINGPROBLEME BEI LOSEBLATTWERKEN
2. BESCHREIBUNG VON LOSEBLATTWERKEN
2.1 Begriffsdefinitionen
2.2 Was sind Loseblattwerke?
2.3 Typische Merkmale von Loseblattwerken
2.4 Zusammenfassung
3. HERSTELLUNG VON LOSEBLATTWERKEN
3.1 Reihenfolge der Herstellungsschritte
3.2 Die Idee
3.3 Marktforschung, Projektierung, Konzeption
3.4 Autorensuche / Manuskripterstellung
3.5 Manuskriptbearbeitung
3.6 Korrekturen
3.7 Herstellung
3.7.1 Satzabwicklung
3.7.2 Satzkorrektur
3.7.3 Druck
3.7.4 Weiterverarbeitung
3.8 Transport des Loseblattwerkes
3.9 Auslieferung und Lagerung
3.10 Remissionen
3.11 Manuskripterstellung für Folgelieferung
3.12 Herstellung der Folgelieferungen
3.13 Versand der Folgelieferungen
3.14 Storno der Folgelieferung
3.15 Zusammenfassung
4. MARKETING VON LOSEBLATTWERKEN
4.1 Begriff Marketing
4.2 Die Produktpolitik
4.2.1 Innovation
4.2.2 Gestaltung
4.2.3 Einführung
4.2.4 Produktpolitische Strategien
4.3 Die Preispolitik
4.3.1 Verkaufspreis
4.3.2 Rabatt
4.3.3 Gratisexemplar
4.4 Die Kommunikationspolitik
4.5 Die Distributionspolitik
4.6 Zusammenfassung
5. ERFOLGSPLANUNG VON LOSEBLATTWERKEN
5.1 Begriff der Planung
5.2 Die Planungsfunktion: Koordination
5.3 Die Planungsfunktion: Kontrolle
5.4 Die Planungsfunktion: Prognose und Unsicherheitsreduktion
5.4.1 Begriff Unsicherheit und Risiko für Loseblattwerke
5.4.2 Wo liegt das Restrisiko bei Loseblattwerken?
5.5 Was wird geplant?
5.5.1 Begriff Risiko in der Planung
5.5.2 Planung der Zielgruppe
5.5.3 Planung der Akzeptanz und Kundenbindung
5.5.4 Planung der Werbung
5.5.5 Planung der Vertriebswege
5.5.6 Planung von Substitution und Kooperation
5.5.7 Zusammenfassung
5.6 Anforderungen an die Software
5.7 Zusammenstellung der Planungsdaten
5.8 Zusammenfassung
6. CONTROLLING VON LOSEBLATTWERKEN
6.1 Begriff Controlling
6.2 Deckungsbeitrag je Projekt
6.2.1 Erlöse
6.2.2 Produktion
6.2.3 Vermarktung
6.2.4 Lagerung und Logistik (Auslieferung)
6.2.5 Gemeinkosten
6.2.6 Zusammenfassende Betrachtung DB je Projekt
6.3 Stornoquote je Folgelieferung
6.4 DB je Folgelieferung (Kundenverhalten)
6.4.1 Der Vorteil
6.4.2 Deckungsbeitrag je Grundwerk
6.4.3 Deckungsbeitrag je Folgelieferung
6.5 Durchschnittliche Kundenbindung
6.5.1 Die Kundenbindung in Monaten
6.5.2 Die Kundenbindung in Folgelieferungen
6.6 DB je Kunde (Kundenverhalten, Zielgruppe)
6.7 DB je Vertriebsweg (Vertriebsweg, Werbung, Marketing)
6.8 Werbecontrolling
6.8.1 Controlling Direkt–Mail–Aktionen
6.8.2 CPO und CPS als Controllinginstrument
6.9 Durchschnittlicher Abonnentenstand
6.10 Kostenverantwortung
6.11 Controllingansatz für die Ideenfindung
6.12 Projektmanagementsoftware als Controllinginstrument
6.13 Zusammenfassung
7. LOSEBLATTWERKE ALS INVESTITION
8. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK
8.1 Zusammenfassung
8.2 Zukunft von Loseblattwerke
Die Arbeit untersucht die wirtschaftliche Planung und Steuerung von Loseblattwerken als spezifisches Verlagsprodukt. Das Hauptziel ist die Entwicklung eines geeigneten Kennzahlensystems, das es Verlagen ermöglicht, komplexe wirtschaftliche Verflechtungen sowie Kosten und Erlöse isoliert zu erfassen und zu bewerten, um Loseblattprojekte erfolgreich zu planen.
3.7.1 Satzabwicklung
Hier entsteht „im Gegensatz zum Grobumbruch eine verbindliche Vorgabe für den Setzer“, nämlich das Satzlayout. Damit werden also Bilder, Merksätze und viele andere stilistische Mittel in den vom Autor gelieferten Text eingebunden. Das Layout schlägt sich im Satzspiegel nieder. Der Satzspiegel wiederum ist „die bezogen auf Randbreite, Kopfzeile, Pagina, Spaltenbreite und Spaltenanzahl definierte Fläche“. Die „durch den Satzspiegel bestimmte ästhetische Wirkung einer Blattseite“ heißt dann Satzbild. Damit entstehen Satzkosten, also die „Gesamtkosten für das Setzen des Loseblattwerkes“. Neben dem Layout gehört dazu das Erfassen bzw. Übernehmen des Textes in das Satzsystem. In der Regel liefert der Autor schon digitalisierte Manuskripte auf Diskette oder per E-mail, so daß eine Texterfassung im Sinne von „Eintippen des Textes in den Computer“ entfällt. Diese Kosten sind fix, unabhängig von der produzierten Menge. Loseblattwerke bestehen aus mehreren Beiträgen von sehr unterschiedlichen Autoren. Diese müssen erst zu einem einheitlichen Satzbild aufbereitet werden. Die Aufgabe der Autoren ist die inhaltliche Aufbereitung des Themas bzw. Stoffes, nicht jedoch die optische. Diese ist Aufgabe des Satzes.
1. PLANUNGS- UND CONTROLLINGPROBLEME BEI LOSEBLATTWERKEN: Einleitung in die Problematik von Loseblattwerken, die bisher in der wissenschaftlichen Literatur kaum beachtet wurden, und Darstellung der Notwendigkeit einer spezifischen wirtschaftlichen Planung.
2. BESCHREIBUNG VON LOSEBLATTWERKEN: Definition des Verlagsbegriffs und der Produkteigenschaften von Loseblattwerken im Abgleich zu Büchern und Zeitschriften sowie Abgrenzung der typischen Merkmale.
3. HERSTELLUNG VON LOSEBLATTWERKEN: Detaillierte Beschreibung des gesamten Produktionsprozesses, von der ersten Idee über die Autorensuche und Herstellung bis hin zur Auslieferung und Handhabung von Remissionen.
4. MARKETING VON LOSEBLATTWERKEN: Erläuterung der absatzpolitischen Instrumente wie Produkt-, Preis-, Kommunikations- und Distributionspolitik, die für den Vertrieb von Loseblattwerken essenziell sind.
5. ERFOLGSPLANUNG VON LOSEBLATTWERKEN: Analyse der operativen Planung, insbesondere der Koordination, Kontrolle und Prognose, unter Berücksichtigung des Risikomanagements und der Softwareunterstützung.
6. CONTROLLING VON LOSEBLATTWERKEN: Vorstellung von Instrumenten zur Erfolgsüberwachung, insbesondere Deckungsbeitragsrechnungen auf verschiedenen Ebenen, Stornoquoten und Werbecontrolling.
7. LOSEBLATTWERKE ALS INVESTITION: Übertragung der Investitionsrechnung auf Loseblattprojekte, um deren langfristige Rentabilität zu bewerten.
8. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK: Resümee der Planungsproblematik und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen, insbesondere im Bereich Electronic Publishing und medienneutraler Datenhaltung.
Loseblattwerke, Verlagscontrolling, Deckungsbeitragsrechnung, Kostenplanung, Marktforschung, Zielgruppenanalyse, Abonnentenbindung, Stornoquote, Produktlebenszyklus, Direktmarketing, Medienverbund, Erfolgsplanung, Investitionsrechnung, Kostenverantwortung.
Die Arbeit behandelt die wirtschaftliche Planung und das Controlling von Loseblattwerken, die aufgrund ihrer komplexen Struktur und fortlaufenden Aktualisierungen besondere Herausforderungen an Verlagssteuerung und Kostenrechnung stellen.
Die Schwerpunkte liegen auf dem Herstellungsprozess, dem speziellen Marketing für diese Gattung, einer präzisen Erfolgsplanung sowie der Anwendung von Controlling-Instrumenten wie der Deckungsbeitragsrechnung.
Das Ziel ist die Erstellung eines für Loseblattsysteme geeigneten Kennzahlensystems, um die wirtschaftliche Rentabilität und die Risiken dieser Produkte steuerbar zu machen.
Der Autor nutzt eine systematische Analyse der Produktionsabläufe und Kostenstrukturen, ergänzt durch investitionstheoretische Ansätze und Controlling-Methoden aus der Betriebswirtschaftslehre.
Der Hauptteil gliedert sich in die operative Planung (Koordination, Markt- und Zielgruppenanalyse) und ein umfassendes Controlling-System, das Deckungsbeiträge für Grundwerke, Folgelieferungen und Vertriebskanäle differenziert.
Zentrale Begriffe sind Loseblattwerke, Deckungsbeitragsrechnung, Stornoquote, Kundenbindung, Verlagscontrolling und Produktlebenszyklus.
Remissionen (Rücksendungen) sind für Verlage kostspielig, da sie nicht nur den potenziellen Umsatz mindern, sondern auch Kosten für die Adressenverwaltung und das Handling verursachen, was die Planungssicherheit bei Folgelieferungen beeinträchtigt.
Die EDV ist der Schlüssel zur medienneutralen Datenhaltung, die wiederum effizientere Aktualisierungszyklen, gezielteres selektives Abonnement und die Expansion in neue digitale Vertriebskanäle ermöglicht.
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