Bachelorarbeit, 2010
50 Seiten, Note: 2,0
1.Einleitung
2. Definitionen und Funktionen
2.1. Emotion
2.2 Emotionsregulations-Kompetenz
2.3 Basiskompetenzen
2.4 Die Ursache für einen dysfunktionalen Umgang mit Gefühlen
2.4.1 Genetische Einfluss und frühe Inkonsistenzerfahrungen
2.4.2 Defizitäre Lernmöglichkeiten in der späteren Kindheit
2.4.3 Akute Inkongruenz Erfahrung als Auslöser
2.4.4 Negative Emotionen als Nährboden psychischer Störungen
3. Bachelor- System
3.1 Besondere Anforderungen
3.2 Beratung und Informationsbedarf von Studierenden
3.3 Resultierende Belastungen durch die neue Studienstruktur
4. Emotionen im Studium
4.1. Stress im Studium
4.2 Positive Emotionen in Studium
4.3 Auswirkungen der Emotionen auf die Persönlichkeitsentwicklung
5. Umgang mit Emotionen im Studium
5. 1 Hinderlicher Umgang
5.2 Förderlicher Umgang, Blick auf hilfreiche Ressourcenregulation
5.1.1 Selbstwirksamkeitserwartung
5.1.2 Soziale Unterstützung
5.1.3 Effektive Selbstunterstützung
6. Förderung der Emotionsregulation
6.1 Training emotionaler Kompetenz für Studierende an der Leuphana Universität Lüneburg
6.1.1 Ablauf und Inhalte
6.2 Welche Hilfestellungen werden in anderen Ländern für die Bachelor Studierenden angeboten?
6.3 Perspektiven für Deutschland
7. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die emotionalen Folgen des Bachelor-Studiums unter den Anforderungen des Bologna-Prozesses. Ziel ist es, Belastungsfaktoren zu identifizieren und empirisch belegte, hilfreiche Ressourcen sowie Trainingsmöglichkeiten zur Emotionsregulation aufzuzeigen, um Studierenden bei der Bewältigung von Leistungsdruck zu unterstützen.
2.4.1 Genetische Einfluss und frühe Inkonsistenzerfahrungen
Risikofaktor 1.
Genetische Vulnerabilität (Abb.1; Punkt 1): Um die Ursache einer seelischen Behinderung fest zu stellen, sollte ein Blick in die Vergangenheit geworfen werden. Erlebt eine schwangere Frau Dauerstress, kann dies auf das genetische Erbgut des Kindes übertragen werden. Die Affektregulation eines ungeborenen Embryos wird durch die genetische Vulnerabilität verletzt. Aus diesem Grund sind einige Kinder von ihrer Veranlagung eher friedlich und andere eher hyperaktiv. (ebd., S. 11).
Frühe Inkongruenz- Erfahrung (Abb.1; Punkt 2): Die Handlungsweise der Eltern haben auf die Affektregulation des Kindes einen beeinträchtigen Einfluss. Wenn die Eltern die Anliegen des Kindes nicht wahrnehmen, kann dieser Inkongruenz-Erfahrungen machen. Für das Kind bedeutet das, dass dieser Erlebnisse haben wird, die mit seinen Absichten und Neigungen nicht übereinstimmen (ebd., S.12).
Bei Unstimmigkeit der eigenen Ziele und Bedürfnisse wird die Amygdala, aktiviert, welche für die mentalen Prozessverarbeitung zuständig ist. Reagieren die Bezugspersonen auf die Inkongruenz- Zeichen des Kindes, kann die Zufuhr von Überbelastung verhindert werden. Die Kinder sind demzufolge in den ersten Lebensjahren auf die sogenannte „extern Emotionsregulation“ (ebd., S. 13), der Eltern angewiesen (Abb.1; Punkt 3).
Ergebnisse aus der Entwicklungspsychologie und der Neurowissenschaften unterstützen diese Theorie, dass eine gute soziale Umgebung für die Förderung der neuronalen Strukturen hilfreich ist. Das Kind hat die Möglichkeit seine schlechten Emotionen eigenständig zu kontrollieren (Abb.1; Punkt 4).
Wenn das Individuum seine Gefühle trotz seines Bemühens nicht regulieren lernt, werden Stresshormone ausgeschüttelt. Eine erhörte Konzentration des Adrenalins behindert die Funktionsfähigkeit der Areale, welche die belastenden Emotionen abbauen können (Abb.1; Punkt 5). Bei diesem Prozess wird die Präfrontalen Kortex (PFC) und Hippocampus beeinträchtigt (Abb.1; Punkt 6). Es erfolgt eine defizitäre Entfaltung der „Hardware“, welche für eine erfolgreiche Affektregulation erforderlich ist (ebd., S. 13).
1.Einleitung: Einführung in die Problematik der Studienreform und die Zielsetzung der Arbeit zur Identifizierung von Belastungen und Ressourcen im Bachelor-Studium.
2. Definitionen und Funktionen: Klärung der Begriffe Emotion und Emotionsregulation sowie Darstellung von Basiskompetenzen und Ursachen für dysfunktionalen Umgang mit Gefühlen.
3. Bachelor- System: Analyse der Anforderungen des Bologna-Systems und der daraus resultierenden hohen Belastungen für Studierende.
4. Emotionen im Studium: Untersuchung von Stressfaktoren, positiven Emotionen sowie deren Auswirkungen auf die Persönlichkeitsentwicklung.
5. Umgang mit Emotionen im Studium: Gegenüberstellung von hinderlichen und förderlichen Strategien zur Ressourcenregulation im Studienalltag.
6. Förderung der Emotionsregulation: Vorstellung des TEK-Trainings sowie internationaler Präventionsangebote für Studierende.
7. Fazit: Zusammenfassendes Resümee über die Notwendigkeit von Emotionsregulationstraining zur Erhaltung der Gesundheit und Bewältigung von Studienanforderungen.
Bachelor-Studium, Bologna-Prozess, Emotionsregulation, Stress, psychische Gesundheit, Basiskompetenzen, TEK-Programm, Ressourcenmanagement, Selbstwirksamkeit, Leistungsdruck, Studienreform, Prävention, psychische Störungen, Bewältigungsstrategien, Burn-out-Syndrom.
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen des Bologna-Systems auf die psychische Gesundheit von Studierenden und untersucht, wie diese mit den Anforderungen und dem Stress im Studium umgehen können.
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Emotionen, den Belastungsfaktoren im neuen Bachelor-System, den Auswirkungen auf die Persönlichkeitsentwicklung sowie Strategien zur Förderung der Emotionsregulation.
Das Ziel besteht darin, hilfreiche Ressourcen und Trainingsmethoden aufzuzeigen, die Studierenden dabei helfen, den negativen Folgen von Leistungsdruck entgegenzuwirken und ihre psychische Gesundheit zu stabilisieren.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung empirischer Daten, insbesondere der „Health-49“-Studie der Leuphana Universität Lüneburg.
Der Hauptteil beleuchtet die Entstehung von psychischen Störungen, die spezifischen Anforderungen des Bachelor-Studiums sowie die Anwendung des TEK-Programms zur gezielten Förderung emotionaler Kompetenzen.
Zentrale Begriffe sind Bologna-Prozess, Emotionsregulation, Bachelor-Studierende, Stress, psychische Gesundheit, Ressourcen und TEK-Modell.
Das Berner Modell wird herangezogen, um die Entstehung von psychischen Störungen durch genetische Einflüsse, frühkindliche Inkonsistenzerfahrungen und unzureichende Bewältigungsstrategien zu erklären.
Das Training vermittelt sieben Basiskompetenzen, wie Muskel- und Atementspannung sowie bewertungsfreie Wahrnehmung, die es Studierenden ermöglichen, stressige Situationen besser zu bewältigen und die eigene Stimmung positiv zu beeinflussen.
Eine hohe Selbstwirksamkeitserwartung gilt als wichtige Ressource, da sie Studierende davon überzeugt, dass sie Anforderungen bewältigen können, was wiederum die Stressreaktion verringert.
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