Examensarbeit, 2009
54 Seiten
1. Einleitung
2. Unterstützung der DDR für den kubanischen Sport
2.1 Erste Phase
2.2 Zweite Phase
2.3 Dritte Phase
2.4 Materielle Unterstützung
3. DHfK
4. Beispiel Alberto Juantorena
5. Schlussbetrachtung
Diese Arbeit untersucht die sportpolitischen Beziehungen zwischen der DDR und Kuba und analysiert, wie diese Zusammenarbeit den sportlichen Erfolg Kubas auf internationaler Bühne beeinflusste. Dabei wird beleuchtet, wie beide sozialistischen Staaten den Sport als Mittel der Systemauseinandersetzung und zur internationalen Profilierung nutzten.
Die Beziehungen zwischen der DDR und Kuba im Bereich des Sports
Es wird häufig von den ehemaligen Sportgroßmächten DDR und Kuba gesprochen, es muss sich gefragt werden, wie kam diese Dominanz zustande? Die meisten Menschen kennen die Legenden im Sport, wie Teófilo Stevenson, der 1972 in München seine erste Goldmedaille im Boxen gewann und 1976 in Montreal sowie bei Olympia 1980 in Moskau diese verteidigen konnte. Dadurch wurde er der zweite Boxer nach László Papp, der drei aufeinander folgende olympischen Goldmedaillen gewinnen konnte. Eine weitere Chance auf einen Olympiasieg blieb ihm aufgrund des kubanischen Boykotts der Spiele in Los Angeles 1984 verwehrt. Bekannt ist sicherlich auch Alberto Juantorena, der zu den Ausnahmeläufern, bei den Olympischen Spielen in Montreal gehörte. 1976 lief er beide Strecken und gewann als erster Olympisches Gold über 400 m und 800 m. Doch wie kam es dazu, dass ein geographisch kleines Land wie die ehemalige Zuckerohrinsel Kuba solche erfolgreichen Sportler herausbringen konnte? Einzelfälle oder sogar Zufälle?
1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die sportliche Dominanz Kubas und stellt die Forschungsfrage nach den Ursachen dieser Entwicklung in Bezug auf die Beziehungen zur ehemaligen DDR.
2. Unterstützung der DDR für den kubanischen Sport: Dieses Kapitel analysiert die konkreten Hilfsmaßnahmen und den Wissenstransfer der DDR beim Aufbau des kubanischen Sportsystems über drei Phasen hinweg.
2.1 Erste Phase: Beschreibt den Aufbau der Infrastruktur und die Ausbildung der ersten kubanischen Sportinstrukteure durch die DDR in den Jahren 1962 bis 1974.
2.2 Zweite Phase: Fokussiert auf die Etablierung fester Verträge, den verstärkten Traineraustausch und die Hilfe beim Bau von Sportstätten ab 1974.
2.3 Dritte Phase: Beleuchtet die Zusammenarbeit von 1981 bis 1989 durch die Gründung der Ständigen Gemeinsamen Kommission und die Konzentration auf Schwerpunktsportarten wie Boxen und Schwimmen.
2.4 Materielle Unterstützung: Dokumentiert die physische Hilfe durch Ausrüstungsgegenstände, Sportgeräte und technisches Equipment für kubanische Sporteinrichtungen.
3. DHfK: Untersucht die Rolle der Deutschen Hochschule für Körperkultur in Leipzig als zentrale Ausbildungsstätte für kubanische Sportkader und Wissenschaftler.
4. Beispiel Alberto Juantorena: Analysiert den Fall des Ausnahmeathleten als Beispiel für die intensive, auch medizinische Betreuung und politische Instrumentalisierung durch die DDR.
5. Schlussbetrachtung: Führt die Erkenntnisse zusammen und bewertet die sportpolitische Zusammenarbeit als wechselseitiges, wenn auch politisch motiviertes Projekt im Systemwettstreit.
DDR, Kuba, Sportpolitik, Sozialismus, DHfK, bilaterale Beziehungen, sportlicher Wissenstransfer, Leistungssport, Ständige Gemeinsame Kommission, Systemkonkurrenz, Alberto Juantorena, Sportförderung, Körperkultur, Außenpolitik, Trainingslager
Die Arbeit analysiert die sportlichen Beziehungen zwischen der DDR und Kuba und beleuchtet, wie diese Kooperation den Aufbau des kubanischen Sportsystems und dessen internationale Erfolge beeinflusste.
Im Mittelpunkt stehen die institutionelle Unterstützung, der Wissenstransfer, die Kader-Ausbildung an der DHfK sowie die politische Funktionalisierung des Sports im Kalten Krieg.
Die Arbeit untersucht, welche Rolle die DDR bei der Entwicklung Kubas zur Sportgroßmacht spielte und wie die bilateralen Beziehungen im sportlichen Bereich konkret gestaltet waren.
Es wurde eine Literatur- und Archivrecherche durchgeführt, insbesondere unter Auswertung von Unterlagen der BSTU, des Bundesarchivs und zeitgenössischer Dokumente.
Der Hauptteil gliedert sich in die drei Phasen der Zusammenarbeit, die materielle Unterstützung, die Ausbildung kubanischer Experten an der DHfK und Fallbeispiele wie den Athleten Alberto Juantorena.
Die wichtigsten Begriffe sind DDR-Kuba-Beziehungen, Sportförderung, Wissenstransfer, Systemauseinandersetzung, Ständige Gemeinsame Kommission und DHfK.
Die DHfK fungierte als zentrale Ausbildungsstätte, an der kubanische Sportlehrer, Kader und Wissenschaftler trainiert wurden, um den Sportunterricht und die Sportwissenschaft auf Kuba aufzubauen.
Spannungen entstanden oft durch die Nichteinhaltung vereinbarter Termine, eigenmächtige Änderungen der Delegationsteilnehmer durch Kuba oder die kurzfristige Absage von Wettbewerben, was zu organisatorischen und finanziellen Problemen in der DDR führte.
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