Bachelorarbeit, 2009
50 Seiten, Note: 2,0
1. ERLÄUTERUNGEN – „MIGRATION“ UND „INTEGRATION“
1.1 Migration
1.2 Integration
1.3 Persönliches Fazit
2. STUDIEN ZUR SITUATION TÜRKISCHER MIGRANTEN IN DER BRD
2.1 „Ungenutzte Potentiale“
2.2 Sinus Studie – „Migranten - Milieus in Deutschland“
2.3 Zwischenresümee
3. ANALYSE – BILDUNGSERFOLGREICHE JUGENDLICHE MIT TÜRKISCHEM MIGRATIONSHINTERGRUND
3.1 Darlegung akademischer Partizipation türkischer Jugendlicher an deutschen Hochschulen im WS 2007/08
3.2 Bedingungen erfolgreicher Integration – Theoretische Deutung
3.2.1 Eine defizitorientierte Perspektive in den Wurzeln der Forschung
3.2.2 Pierre Bourdieu – Kulturtheorie
3.2.3 Ein Versuch – Soziales Kapital als Ausweg
3.3 Typen bildungserfolgreicher Jugendlicher mit türkischem Migrationshintergrund
3.3.1 Typ I : Die Kollektivisten
3.3.2 Typ II : Aktive Transformation
4. EXKURS – SITUATION UND RESSOURCEN BILDUNGSERFOLGREICHER JUGENDLICHER MIT TÜRKISCHEM MIGRATIONSHINTERGRUND
5. RESÜMEE
Die Arbeit verfolgt das Ziel, einen Perspektivwechsel in der Integrationsdebatte einzuleiten, indem sie nicht die Defizite, sondern die Ressourcen und Erfolgsstrategien bildungserfolgreicher Jugendlicher mit türkischem Migrationshintergrund in den Fokus rückt und deren akademischen Aufstiegsoziologisch untersucht.
3.2.2 Pierre Bourdieu – Kulturtheorie
Nachdem die Defizitperspektive der Bildungssoziologie dargestellt worden ist, soll nun der Blick auf die Theorie von Pierre Bourdieu gerichtet werden. Denn wenn sich die Frage der Bildungskarriere im deutschen Schulwesen stellt, ist der Name Pierre Bourdieus an erster Stelle zu nennen. Neben vielen anderen Forschern hat der französische Soziologe mit seiner Kulturtheorie einen grundlegenden Beitrag in der Bildungssoziologie geleistet.
„Mit dem Begriff des kulturellen Kapitals hat Bourdieu dem Konstrukt der Sozial- bzw. Klassenstruktur eine (…) eigenständige Dimension hinzugefügt.“ (Engler/Krais 2004, 9) „Zentral für Bourdieu´sche Bildungssoziologie ist die Analyse der Wirkungsweisen schulischer Institutionen. Bourdieu nutzt somit das Verhältnis von sozialer Herkunft und schulischen Abschlüssen, um etwas über die Mechanismen und die Funktionsweise der Reproduktion politischer, sozialer und ökonomischer Macht aussagen zu können.“ (Kalthoff (2004, 116) Ein Schwerpunkt auf die Auswirkungen Bourdieu´scher Bildungssoziologie ist daher nicht zu ignorieren.
1. ERLÄUTERUNGEN – „MIGRATION“ UND „INTEGRATION“: Definition und theoretische Herleitung der Begriffe Migration und Integration zur Vorbereitung der weiteren Analyse.
2. STUDIEN ZUR SITUATION TÜRKISCHER MIGRANTEN IN DER BRD: Überblick über aktuelle Studien, die die Lebenssituation türkischer Migranten kritisch beleuchten und verbreitete Klischees hinterfragen.
3. ANALYSE – BILDUNGSERFOLGREICHE JUGENDLICHE MIT TÜRKISCHEM MIGRATIONSHINTERGRUND: Untersuchung der Faktoren, die trotz bestehender Barrieren zum akademischen Erfolg von Jugendlichen mit türkischem Migrationshintergrund beitragen.
4. EXKURS – SITUATION UND RESSOURCEN BILDUNGSERFOLGREICHER JUGENDLICHER MIT TÜRKISCHEM MIGRATIONSHINTERGRUND: Diskussion über die Potenziale der türkischen Bildungselite und deren Rolle für die Gesamtgesellschaft.
5. RESÜMEE: Synthese der Ergebnisse und Plädoyer für eine wertschätzende Betrachtung der Ressourcen von Migranten.
Soziale Integration, Bildungserfolg, Migrationshintergrund, Sozialkapital, Pierre Bourdieu, Bildungsaufstieg, türkische Migranten, Bildungsgerechtigkeit, intergenerative Transmission, Identität, Akkulturation, Migrationsforschung, Bildungselite, gesellschaftliche Teilhabe, Ressourcenorientierung.
Die Arbeit befasst sich mit der sozialen Integration von Jugendlichen mit türkischem Migrationshintergrund im deutschen Bildungssystem, wobei der Fokus gezielt auf Bildungserfolge und nicht auf Misserfolge gelegt wird.
Neben der theoretischen Begriffsklärung von Migration und Integration stehen die soziologische Analyse von Bildungschancen sowie die Rolle von sozialem Kapital und generationenübergreifenden Ressourcen im Mittelpunkt.
Die Autorin untersucht, wie sich Jugendliche mit türkischem Migrationshintergrund trotz einer Sozialisation in bildungsfernen Schichten im deutschen Bildungssystem etablieren konnten und welche Strategien sie dabei erfolgreich angewandt haben.
Es handelt sich um eine Literatur- und Sekundäranalyse, die auf existierenden sozialwissenschaftlichen Studien, bildungssoziologischen Theorien (insbesondere Bourdieu, Coleman, Portes) und empirischen Interview-Auswertungen (z.B. von Raiser und Hummrich) basiert.
Der Hauptteil analysiert die aktuelle Datenlage zur Partizipation an Hochschulen, stellt die klassischen defizitorientierten Forschungsansätze infrage und arbeitet zwei Typen erfolgreicher Bildungsbiografien heraus.
Die Arbeit wird vor allem durch Begriffe wie Bildungserfolg, soziales Kapital, Ressourcenorientierung, türkischer Migrationshintergrund und eine kritische Auseinandersetzung mit defizitären Forschungsdebatten geprägt.
Dieser Typus zeichnet sich durch eine starke intergenerationale Bindung und eine hohe Verpflichtung gegenüber der Familie aus, wobei der akademische Erfolg als Ziel des gesamten Kollektivs verstanden wird.
Dieser Typ beschreibt Jugendliche, die die Erwartungen ihrer Eltern im Sinne einer Statustransformation aufgreifen und aktiv nutzen, um ihre eigene Identität chancenhaft zu gestalten, statt diese lediglich zu reproduzieren.
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